Keine Ausnahmen zum Feiertag

Vatertag und Demos in Hamburg: Viele Polizei-Kontrollen zu Corona-Regeln

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
    schließen

Die Polizei fordert die Hamburger auf, am Vatertag die Corona-Regeln einzuhalten. Es gibt verstärkte Kontrollen! Auch auf zahlreichen Demos in der Stadt.

Hamburg – Am 13. Mai 2021 werden in diesem Jahr Christi Himmelfahrt und Vatertag* gefeiert. Traditionell kommen an diesem Feiertag auch viele Hamburger zum Feiern zusammen. Doch in diesem Jahr müssen sowohl Gläubige als auch Papas und Familien auf große Feierlichkeiten verzichten. Denn die Hansestadt Hamburg befindet sich weiter im Corona-Lockdown. Die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden an diesem Tag natürlich nicht aufgehoben. Die Hamburger Polizei appellierte daher an alle, sich auch am Vatertag strikt an die Corona-Regeln* zu halten. Sie wird mit verstärkten Kontrollen im Einsatz sein. Auch, weil in Hamburg mehrere Demos angemeldet wurden.

Feiertag:Christi Himmelfahrt
Zusätzlich wird gefeiert:Vatertag
Datum:39 Tage nach Ostermontag

Vatertag in Hamburg: Polizei appelliert – Corona-Regeln einhalten!

Im Hinblick auf den Vatertag und das darauffolgende Wochenende hat die Hamburger Polizei alle Hamburger zur Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. „Wir haben in Hamburg mit vielen Anstrengungen die Entwicklung der Infektionszahlen auf einen guten Weg gebracht“, sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrün der Deutschen-Presse Agentur. Diese gute Entwicklung sollten sich die Hamburger nicht in nur wenigen Tagen wieder kaputt machen, mahnte sie.

Für den Vatertag in Hamburg sind mehrere Demos angemeldet. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft und fordert die Einhaltung der Corona-Regeln. (24hamburg.de-Montage)

In den vergangenen Tagen hat die Inzidenz in der Elbmetropole immer weiter abgenommen. Am Mittwoch, 12. Mai 2021, lag sie nur noch bei 75,9 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Erst an dem Tag hatte die Hamburger Gesundheitsbehörde erste Corona-Maßnahmen wie etwa die Ausgangssperre zurückgenommen. Sobald die Inzidenz wieder konstant über 100 steigt, würde die Corona-Notbremse des Bundes erneut greifen.

Damit es nicht so weit kommt, forderte die Hamburger Polizei alle Menschen auf sich weiter an die Maßnahmen zu halten: „Bitte helfen Sie dabei und bleiben verantwortungsbewusst. Auch wenn es jetzt die ersten Lockerungen gibt und weitere Lockerungen in Aussicht gestellt sind, gilt weiterhin: Maske tragen, Abstand halten, Corona-Regeln einhalten!“

Vatertag und Christi Himmelfahrt in Hamburg: Mehrere Demos angemeldet – Polizei in Alarmbereitschaft

Nach den Ausschreitungen um die Demos am 1. Mai in Hamburg, wurden auch für Christi Himmelfahrt mehrere Demos in der Hansestadt angemeldet. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. „Achten Sie darauf, dass die Obergrenze von 200 Teilnehmern je Versammlungsort nicht überschritten wird“, appellierte Sandra Levgrün schon im Vorfeld an alle Teilnehmer.

Die angemeldeten Demos unter dem Namen „Sozialer Protest lässt sich nicht verbieten“ sollen insgesamt an zehn Standorten in der Stadt mit jeweils 200 Teilnehmern stattfinden. Die Stadt Hamburg informiert auf ihrer Webseite lediglich über die Demonstration am Jungfernstieg zwischen 13.00 Uhr und 17:00 Uhr. Dafür werden die Straßen Bergstraße, Ballindamm und Große Bleichen für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Seebrücke Hamburg nennt für die Kundgebungen mit jeweils 200 Teilnehmer und Beginn 14 Uhr ganze zehn Standorte.

  • Jungfernstieg
  • Gänsemarkt
  • Stephansplatz vor Planten un Blomen
  • Dammtor/Theodor-Heuss-Platz
  • Kennedybrücke/Alsterufer
  • Carl-von-Ossietzky-Platz
  • Domplatz
  • Gerhard-Hauptmann-Platz
  • Hansaplatz
  • Alsterpark

Demos am Vatertag in Hamburg: Reaktion auf die Ausschreitungen der 1. Mai-Demos

Normalerweise ist der Vatertag beziehungsweise Christi Himmelfahrt kein traditioneller Demo-Tag in Hamburg. Trotzdem haben sich Hamburgs Linke zu Kundgebungen an diesem Tag entschieden. Grund dafür sind die Ausschreitungen und Verbote von Demonstrationen am 1. Mai.

„Während kleinere, gewerkschaftliche Kundgebungen stattfinden konnten, hat die Versammlungsbehörde alle weiteren Kundgebungen der gesellschaftlichen und außerparlamentarischen Linken verboten. Und die Polizei Hamburg hat mit dem größten Einsatz gegen Protestierende seit dem G20-Gipfel diese Verbote rücksichtslos durchgesetzt. Wir wurden geschlagen und mit Wasserwerfern attackiert, Menschen wurden drangsaliert und stundenlang festgehalten“, schreibt Seebrücke Hamburg dazu auf der Webseite.

Wir wurden geschlagen und mit Wasserwerfern attackiert.

Seebrücke Hamburg zu den Ausschreitungen am 1. Mai 2021

Der Hamburger Verfassungsschutz hat im Vorfeld der Demo, die unter anderem von der Partei Die Linke geplant wurde, gewarnt. Bei den Kundgebungen würden immer auch Linksextreme teilnehmen. Von Einigen von ihnen sei zu erwarten, dass sie „gewaltorientiert“ seien, heißt es. Laut Polizei werde es am Vatertag sechs weitere kleine Demos in der Stadt geben. Unter anderem gegen Abschiebungen vor der Ausländerbehörde. Schon am Mittwoch, 12. Mai 2021 hat es in Hamburg eine Demonstration mit vielen Teilnehmern gegeben. Grund waren Proteste für ein freies Palästina. *24hamburg.de und nordbuzz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Peters & Winfried Rothermel/imago images

Kommentare