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Nachbar auf Parkplatz gelockt und mit Messer attackiert – Urteil erwartet

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Von: Elias Bartl

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Der Angeklagte sitzt in einem Gerichtssaal im Landgericht. Der Mann soll seinen Nachbarn unter einem Vorwand auf einen Parkplatz gelockt und mit Messerstichen schwer verletzt haben.
Der Angeklagte sitzt in einem Gerichtssaal im Landgericht. Der Mann soll seinen Nachbarn unter einem Vorwand auf einen Parkplatz gelockt und mit Messerstichen schwer verletzt haben. © Daniel Reinhardt/DPA

Laut Staatsanwaltschaft stach ein 32-Jähriger auf einem Parkplatz so heftig auf seinen Nachbarn ein, dass die Messerklinge abbrach. Nun soll das Urteil gesprochen werden.

Hamburg – Im Prozess um beinahe tödliche Messerstiche auf einen Nachbarn wird am Montag das Urteil erwartet. Der 32 Jahre alte Angeklagte soll am 29. Januar einen 48-Jährigen in Altona-Nord mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Er habe sich am Tattag nachmittags mit seinem Nachbarn auf einem Parkplatz verabredet, vorgeblich um einen Nachbarschaftsstreit verbal zu klären, hatte die Staatsanwältin in dem Verfahren vor dem Landgericht gesagt.

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Früher waren sie befreundet: Mann sticht auf Nachbarn ein, bis die Klinge abbricht

Bei dem Streit sei es um nicht näher beschriebene Vorwürfe der Tochter des später Angegriffenen gegen den Vater des afghanischen Angeklagten gegangen. Der 32-Jährige habe den Nachbarn, einen Türken, bestrafen wollen, um seine „Familienehre“ wiederherzustellen, hieß es in der Anklage zu dem Motiv des Mannes. Beide Familien seien früher einmal befreundet gewesen.

Um die Familienehre wiederherzustellen: 32-Jähriger attackiert ehemaligen Freund mit Messer

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Die Anklage lautet auf versuchten heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. Die Staatsanwältin plädierte auf eine Freiheitsstrafe von neun Jahren und zehn Monaten. Der Angeklagte solle in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Der Verteidiger beantragte, seinen Mandanten wegen gefährlicher Körperverletzung zu verurteilen, dabei stellte er keinen konkreten Strafantrag. Eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus lehnte er ab. (DPA/EB)

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