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Unternehmer verkauft Sylt-Punk-Merch – und erntet Spott: „Nicht euer Ernst“

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Von: Bona Hyun

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Die Punks auf Sylt brachten einen Unternehmer auf eine Geschäftsidee: Er bedruckte T-Shirts mit der Aufschrift „Sylt Punks“ – jetzt macht sich das Netz lustig.

Sylt – Noch immer belagern Punks die Insel Sylt und vorerst wird das auch so bleiben. Denn die Punks sind gekommen, um zu bleiben und denken nicht daran, zu gehen. Obwohl einige sie lieber früher als später loswerden möchten. Doch die Punks auf Sylt taugen offenbar auch zu ganz anderen Gefühlsregungen und Gedanken: Einem Unternehmer entsprang nun eine Geschäftsidee, um die Sylter Punks auf Klamotten zu verewigen: Er ließ T-Shirts mit der Aufschrift „Sylt Punks“ bedrucken.

Schon Mitte August bewarb er um das neue Merchandise auf dem Instagram-Kanal „Syltpunks“. Die Instagram-Nutzer reagieren darauf nun mit jeder Menge Hohn und Spott.

Name:\tSylt (friesisch Söl, dänisch Sild)
Kreis:\tNordfriesland
Einwohner:\t18.118 (2019) 183 Einwohner/km²
Bahnhöfe:\tMorsum, Keitum, Westerland

Unternehmer verkauft T-Shirts mit der Aufschrift „Sylt Punks“ – Netz dreht durch

„Feel the punk in you“ so heißt das Motto der „Syltpunks“, die die Merchandising-Artikel auf den Markt bringen. Auf ihrer Webseite schreiben die „Syltpunks“, dass die Punk-Eroberung auf Sylt gleichzeitig einen neuen Lifestyle hervorgerufen habe. Punks, Studierende und Vollzeitbeschäftigte hätten sich zusammengeschlossen. Im Online-Shop bietet „Syltpunks“ bedruckte Taschen, Hoodies und T-Shirts mit der Aufschrift „Sylt Punks“ an. Die Preise liegen zwischen 19 und 55 Euro und variieren je nach Kleidungsstück.

Punks auf Sylt laufen durch eine Fußgängerzone
Eine Geschäftsidee ging nach hinten los: „Syltpunks“ ließen T-shirts und Hoodies mit der Aufschrift „Sylt Punks“ bedrucken und kassierten Spott. © Axel Heimken/dpa

Sylt: Punk-Merchandise sorgt im Internet für Spott: „Punk is dead dank solcher Menschen“

Auf Instagram fallen die User-Reaktionen bisher negativ aus. Den meisten scheint die neue Geschäftsidee nicht zu gefallen. „Nicht euer Ernst“, kommentierte eine Nutzerin unter dem Post eines „Syltpunks“-T-Shirts. Viele betiteln die Geschäftidee als „peinlich“ oder „unangenehm“. Auch wenn vielleicht die Intention von „Syltpunks“ eine andere war – die meisten sympathisieren nicht der Geschäftsidee und dem Versuch, sich den Punks zugehörig zu fühlen. „Punk is dead dank solcher Menschen“, wettert ein User.

„Ob das der letzte Versuch von Sylt ist, sich dem Tum des Punk anzuschließen und sie es dennoch versaut haben?“, lautet die Unterstellung eines weiteren Instagram-Nutzers. Und weiter: „Spätestens jetzt bereue ich es tatsächlich nicht einem von euch Bonzen in den Vorgarten geschi**en zu haben“. Besonders gut wird das erstmalige Punk-Merchandise nicht angenommen. Viele können die Instagram-Posts nicht ernst nehmen, da es einfach nur „Schwachsinn“ sei. Das haben sich die „Syltpunks“ sicherlich anders vorgestellt.

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Punks halten sich immer noch auf Sylt auf: „Die werden nicht so einfach verschwinden“

Langfristig müssen sich die Sylt Anwohner mit den Punks abfinden. Denn die werden entgegen der Ankündigung ihr Punk-Protestcamp auf Sylt nicht räumen. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland machte Punk Nimbus, bürgerlich Victor Lange, das Vorhaben deutlich. Auch der Winter oder Einsätze des Sicherheitsdienstes werde die Punks nicht davon abhalten, Sylt zu verlassen. Laut Nimbus würden sie alle bereits nach Decken, Gasheizern und Wohnungen Ausschau halten. Vorübergehend werden sie in „Schmattis Loch“, einer Schwimmbadruine nähe des Bahnhofs Westerland hausen.

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