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Uni Hamburg: Alles übers Studieren in der Hansestadt

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Von: Lisa Klein

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Die Universität Hamburg bietet über 170 verschiedene Studiengänge an. Namhafte Absolventen umfassen Nobelpreisträger wie Klaus Hasselmann.

Hamburg – In die Hansestadt Hamburg zieht es jedes Jahr tausende Studierende. Aktuell besuchen über 40.000 angehende Akademikerinnen und Akademiker die größte Universität Norddeutschlands. An der Universität Hamburg (UHH) werden über 170 verschiedene Studiengänge angeboten. Namhafte Absolventen der Uni Hamburg umfassen Politiker, Schauspieler und natürlich berühmte Wissenschaftler. So ging der Nobelpreis für Physik 2021 an Klaus Hasselmann, Eremit der Universität in Hamburg.

Universität Hamburg (UHH): Name, Geschichte, Hintergrund

Die Universität Hamburg wurde 1907 als „Hamburgerische Wissenschaftliche Stiftung“ von einer Gruppe wohlhabender Stadtbewohner gegründet. Tatsächlich hatten sich die Stadtbewohner zunächst gegen die Errichtung einer Akademie gestellt, weil sie sich auf Hamburg als Wirtschaftsstandort fokussieren wollten.

Studierende an der Universität Hamburg:40.000
Gründung28. März 1919
Präsident:Dieter Lenzen
Motto:Der Forschung, der Lehre, der Bildung.
Anzahl Studiengänge:170

Wie viele akademische Institute in Deutschland bekannte sich auch die Universität Hamburg zu den Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg. Zahlreiche Professoren, Mitarbeiter aber auch Studenten jüdischen Glaubens wurden daraufhin von der Uni ausgeschlossen. Erst in der Nachkriegszeit, Wintersemester 1945/46 wurde das Lehrhaus unter dem Namen „Universität Hamburg“ eröffnet.

Was kann man an der Uni Hamburg studieren?

Tatsächlich bietet die Universität über 170 verschiedene Studiengänge an, sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge. Zu den beliebtesten zählen: Humanmedizin, Betriebswirtschaftslehre (BWL), Psychologie, Jura, Biologie, Soziale Arbeit, Marketing und Informatik. Je nach Studiengang gibt es unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen: Manche sind ohne Beschränkung, andere mit Numerus Clausus (NC) oder Aufnahmeprüfungen.

Zugangsbeschränkte Studiengänge wie beispielsweise Humanmedizin oder Psychologie werden zentral über Portale wie Hochschulstart vergeben. Anmeldungen und Vormerkungen können über das Portal STiNE der Universität Hamburg erfolgen. Hier ist auch das Verzeichnis für Vorlesungen und Prüfungen angeführt. Neben STiNE UHH ist Surfmail Uni Hamburg eines der wichtigsten Uniportale, das unter anderem das zentrale E-Mail-System umfasst. Die TUHH Prüfungstermine sind hingegen auf der Intranet-Seite der TU angeführt.

Universität Hamburg
An der Universität Hamburg studieren über 40.000 Menschen. Es gibt 170 verschiedene Studiengänge. © Bodo Marks/dpa/Archivbild

Aber keine Angst: Auch wenn in der Anmeldephase am Anfang alles zuerst unübersichtlich erscheint – als Studentin findet man sich schnell zurecht. Sobald man einen ersten Überblick über die Semestertermine, Semesterferien, Prüfungstermine und verschiedene Abläufe zur An- und Abmeldung für Kurse und Prüfungen hat, ist alles nur noch halb so wild. Übrigens: An der Uni Hamburg gibt es auch zahlreiche Sprachkurse.

Wo ist die Uni Hamburg? Campus, Hauptgebäude, Bibliothek und Gebäude

Der Universität Hamburg Campus ist nicht auf einen spezifischen Stadtteil beschränkt, sondern über mehrere Liegenschaften verteilt. Das Hauptgebäude befindet sich am Bahnhof Dammtor und ist Symbol für den Hauptcampus, der auch die berühmte Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky beherbergt. Neben dem Audimax sind hier auch zahlreiche Cafés, Restaurants sowie Bars zu finden, die vorwiegend von Studenten aufgesucht werden.

Wie viele Universitäten gibt es in Hamburg?

In Hamburg gibt es insgesamt über 20 Hochschulen. Mit ihren fast 43.000 Studierenden zählt die Universität Hamburg zu den größten in Deutschland. Neben der Uni Hamburg gibt es noch die Technische Universität Hamburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), die Hochschule für Musik und Theater (HfMT), die HafenCity Universität Hamburg (HCU), die Hochschule für bildende Künste, die Norddeutsche Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg (NoA) und die Akademie der Polizei – sie alle gehören zur Hamburgischen Trägerschaft. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Hamburger Universitäten, Hochschulen und Berufsakademien anderer Trägerschaften, darunter auch private.

Warum an der Uni Hamburg studieren?

Zuletzt war die Universität Hamburg vor allem in Verbindung mit der Corona-Pandemie in den Medien. Die Lehrveranstaltungen wurden weitestgehend auf Online-Lehre umgestellt. Auch die Besetzung des Audimax im Dezember 2009 fand medienwirksames Aufsehen. Damals besetzten zahlreiche Studenten den großen Hörsaal unter dem Motto „Uni brennt“ und protestierten für bessere Studienbedingungen, niedrigere Studiengebühren und mehr Geld von politischer Seite. Auch die Studienbedingungen im Rahmen des Bologna-Systems waren damals Gegenstand von viel Kritik.

Inzwischen ist das Bachelor-Master-System allerdings etabliert und hat nachweislich zum verbesserten internationalen Studienaustausch geführt – unter anderem über das EU-Projekt Erasmus. Zu den neuesten Erfolgsgeschichten gehört Klaus Hasselmann. Er war als Physikprofessor an der Universität Hamburg tätig und erhielt 2021 den Nobelpreis für Physik, gemeinsam mit Sykoro Manabe und Giorgio Parisi. Auch Politiker Olaf Scholz absolvierte sein Studium an der Universität Hamburg, ebenso wie der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt. Monica Lierhaus, Nachrichtensprecherin und Journalistin ist ebenfalls ein Alumnus der Universität Hamburg. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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