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Ungeimpfte an neun von zehn Infektionen beteiligt – neue Corona-Studie eindeutig

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Von: Jan Knötzsch

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Nach einer Corona-Studie, dass Geimpfte ansteckender sind als gedacht, haben Forscher herausgefunden: Ungeimpfte verursachen überproportional viele Neuinfektionen.

Hamburg/Bremen/Hannover – Es ist zu einem unliebsamen Begleiter geworden, obwohl niemand das Coronavirus* gerne haben will. Weder selbst als Patient, noch in seiner Umgebung, der eigenen Stadt oder sonstwo. Seit März 2020 wirbelt die Pandemie die Welt durcheinander. Corona hat den Planeten fest im Griff. Von Diskussionen über die Wirkung von Impfstoffen über die aktuell verschärften Corona-Regeln in Hamburg* und Niedersachsen* bis hin zu den daraus resultierenden Konsequenzen wie 2G im Einzelhandel* oder den 3G-Kontrollen des HVV in Hamburg*. Und mittendrin: die Diskussion um die Impfung an sich.

Hüben die Geimpften, drüben die Ungeimpften. Zuletzt hatte eine Corona-Studie gezeigt, dass Geimpfte ansteckender sind als angenommen. Nun gibt es eine neuerliche wissenschaftliche Untersuchung. Sie kommt zu diesem Ergebnis: Ungeimpfte verursachen überproportional viele Neuinfektionen.

Krankheit:Covid-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Ursprung:China
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Zur Pandemie erklärt:11. März 2020

Corona-Studie: Forscher der Humboldt-Universität nehmen Infektionsdynamik bei Geimpften und Ungeimpften unter die Lupe

Das Thema Corona ist einfach nicht vom Tisch zu kriegen. Egal, wohin man geht: die Maske gehört inzwischen ebenso zum Begleiter wie der Impfpass – im Idealfall im Original und nicht gefälscht wie bei Ex-Werder Bremen-Trainer Markus Anfang*. Auch die Regeln sollte jeder immer im Blick haben: Das gilt zum Beispiel aufgrund der 2G-Regel alles genau im Einzelhandel*. Mancherorts existiert bereits 2G-Plus – und der Widerstand dagegen vergrößert sich* Dennoch: Corona sorgt unter anderem auch in Bremen für verstärkte Maßnahmen. Und in Niedersachsen dafür, dass Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mehr Kontaktbeschränkungen fordert*.

Eine Hand mit einer Spritze ist vor einer Grafik eines Coronavirus zu sehen.
Forscherinnen und Forscher der Humboldt-Universität in Berlin haben in einer neuen Studie zu Geimpften und Ungeimpften neue Resultate in Sachen Impfdynamik gewonnen. © Eibner/imago

Es gibt nicht wenige, die in diesen Zeiten die Impfpflicht für alternativlos halten. Und vermutlich viele, die eine neue Corona-Studie von Forscherinnen und Forschern der Humboldt-Universiät in Berlin um Dirk Brockmann in diesem Zusammenhang für sehr interessant halten. Denn die Studie der Forscher aus der Bundeshauptstadt, wo SPD-Politiker Karl Lauterbach nun doch Gesundheitsminister wird*, besagt: Die Ungeimpften sind diejenigen, die die Infektionsdynamik vorantreiben.

Ungeimpfte an mehr Infektionen beteiligt als geimpfte: So lange dauerte die neue Corona-Studie und so lief sie ab

Laut der Simulations-Studie, die im Original auf spektrum.de veröffentlich und anschließend von focus.de aufgegriffen wurde, findet nur eine von zehn Neuinfektionen zwischen zwei gegen das Coronavirus geimpften Menschen statt. An acht oder neun von zehn Infektionen ist demnach mindestens ein Ungeimpfter beteiligt. Ein nicht ganz unerhebliches Resultat, wenn sich die Diskussion angesichts einer Vielzahl von Impfdurchbrüchen darum dreht, ob Coronavirus-Impfungen überhaupt geeignet sind, zu verhindern, dass sich das Virus ausbreitet.

Die Forscher aus Berlin haben für ihre Studie, die zeigt, dass Ungeimpfte – sie sind laut focus.de mit rund einem Drittel der Bevölkerung in der Minderheit – überproportional oft Neuninfektionen verursachen, rund einen Monat lang untersucht und ausgewertet. Sie haben das Infektionsgeschehen in Deutschland in den Tagen zwischen 11. Oktober bis 4. November 2021. Exakt jener Zeitraum, in dem die landesweite Inzidenz bereits stark zu steigen begann.

Neue Corona-Studie zu Geimpften und Ungeimpften: Diese Empfehlung geben die Berliner Forscher für die Zukunft ab

Wie focus.de unter Berufung auf den Spektrum-Artikel berichtet, nennen die Berliner Forscher folgende Details in ihrer neuen Corona-Studie: Wie gut eine Impfung die Virus-Verbreitung aufhält, hänge vor allem von der Wirksamkeit gegen eine Infektion ab. In zwei Szenarien – einem „optimistischen“ und einem mit deutlich geringerer Impfeffektivität – kommen sie zum Endergebnis, dass in aktuellen Zeiten der Coronavirus-Pandemie, in der in Hamburg 2G-Plus für Frust auf der Hamburger Reeperbahn* sorgt, 76 Prozent (Szenario 1) beziehungsweise 67 Prozent (Szenario 2) der Neuinfektionen von Ungeimpften verursacht werden.

Aufgrund ihrer der Studie, deren Resultate in einem noch nicht begutachteten Fachartikel veröffentlicht worden sind, geben die Berliner Forscher die Empfehlung ab, in erster Linie dafür zu sorgen, dass es weniger Kontakte zwischen Ungeimpften gibt. Denn wenn die Kontakte in dieser Gruppe nur um ein Viertel reduziert würden, dann würde der R-Wert auf unter 1 gedrückt – dies hätte ein langsames Auslaufen des Inzidenzwertes zur Folge. Und die geimpfte Mehrheit der Bevölkerung müsste keine weiteren Einschränkungen mehr hinnehmen. *24hamburg.de, kreiszeitung.de, merkur.de und deichstube.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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