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Rülpsen, Durchfall und mehr: Diese Corona-Symptome kennt fast niemand

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Von: Tomasz Gralla

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Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich vielfältig bemerkbar machen – auch durch Rülpsen und Durchfall. Wir stellen sechs seltene Symptome für eine Covid-19-Erkrankung vor.

Hamburg – Appetitlosigkeit und Geruchsverlust gehören zu den klassischen Symptomen bei einer Coronainfektion. Auch Husten, Atemnot oder Halsschmerzen können, müssen aber nicht zwangsläufig ein Hinweis auf eine Erkrankung mit Covid-19 sein. Die üblichen Nebenwirkungen einer Erkältung, grob gesagt, können auch Symptome einer Coronainfektion sein. Und immer wieder werden neue Corona-Symptome entdeckt, abhängig von der Variante des Virus, mit dem man sich angesteckt hat, dem Alter, dem Gesundheitszustand, aber auch dem Geschlecht. Auch scheinen dicke Männer anfälliger für eine schwere Coronaerkrankung zu sein.

Rülpsen und Durchfall zählen zu den seltenen Corona-Symptomen

In aller Welt durchgeführte Untersuchungen ergaben nun, dass es bei einer Infektion mit dem Coronavirus zu weiteren, teils seltenen und deswegen relativ unbekannten Symptomen kommen kann. Zu diesen gehört zum Beispiel das Rülpsen. So wurden der Bild-Zeitung zufolge, die sich dabei auf die medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“ beruft, bei 44 Prozent der untersuchten Coronapatienten auch mehrere Wochen nach der Erkrankung magenbezogene Probleme beobachtet. Jeder Zehnte gab auch an, mehr rülpsen zu müssen als vor der Infektion. Da bei der Studie aber lediglich 117 Patienten in China untersucht wurden, können diese Ergebnisse nicht als repräsentativ gelten.

Je älter ein Coronapatient ist, desto wahrscheinlicher scheint Durchfall als Symptom einer Erkrankung, das zeigt die britische ZOE-Covid-Symptomstudie. Ausgewertet wurden die Daten von Millionen von App-Nutzern. Demnach kommt Durchfall bei rund 30 Prozent der Erwachsenen über 35 als Corona-Nebenwirkung vor. Dieses seltene Symptom drückt laut der Forscher schon ab dem ersten Infektionstag auf den Darm und verstärkt sich dann in den folgenden Tagen.

Eine Frau, die die Hände vor den Mund hält, die Beine eines Mannes auf dem WC und ein Coronavirus
Corona: Rülpsen und Durchfall zählen zu den unbekannteren Symptomen des Virus. (24hamburg.de-Montage) © Lee Torrens/Vadim Guzhva/imago

Aggressivität und rosa Augen können auch Anzeichen einer Coronainfektion sein

Die Augen liefern nicht nur einen Blick in die Seele, sondern können auch über eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus Auskunft geben. So belegt eine frühe Studie, veröffentlicht im Fachmagazin „BMJ Open Ophthalmology“, dass 17 Prozent der 83 untersuchten Erkrankten über juckende und 16 Prozent über wunde Augen klagten. Eine andere Studie, so schreibt die Bild, berichtet von 15 Prozent der Long-Covid-Patienten, die an „rosa Augen“, also einer Bindehautentzündung, litten und viele auch über blutunterlaufene Augen klagten.

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Auch von Stimmungsschwankungen ist nach einer Coronaerkrankung berichtet worden. Rund ein Viertel der Befragten einer Studie des Kings‘s College zufolge gaben an, nach der Infektion mehr Wut zu verspüren, einige sprachen gar von Aggression und höherer Reizbarkeit. Bei diesem Symptom ist aber Vorsicht geboten, da es nicht eindeutig zu bestimmen ist, ob die Emotionen eine direkte Folge der Erkrankung sind oder doch nur ein Stimmungsbild gegenüber der Pandemie im Allgemeinen widerspiegeln.

Sexuelle Probleme und Inkontinenz: Weitere seltene Nebenwirkungen und Symptome einer Covid-19-Infektion

Besonders Männer klagen nach einer Coronaerkrankung über Probleme beim Beischlaf. Von einer „sexuellen Funktionsstörung“ sprachen in einer King‘s-College-Studie mit 3400 Befragten knapp 15 Prozent der Männer – und rund acht Prozent der Frauen. Möglich, wenn auch selten ist bei Männern eine erektile Dysfunktion. 3,2 Prozent der Männer in der besagten Untersuchung gaben an, dass nach der Infektion ihr Penis geschrumpft sei. Experten vermuten, dass das Virus den Blutfluss verhindert, wenn es in die Endothelzellen der Blutgefäße im Penis eindringt.

Auch Schäden an den Nieren können Folgen sogar einer milden Erkrankung sein, so eine UKE-Studie. Gleichzeitig muss man im Blick behalten, dass Blasenprobleme im fortgeschritten Alter oft auftreten und gar nicht so selten sind. Doch die Inkontinenz steht auch in Verdacht, Symptom und Nebenwirkung einer Coronainfektion zu sein. In der Studie der oben erwähnten Londoner Universität gaben 14 Prozent der Menschen „Probleme mit der Blasenkontrolle“ als Long-Covid-Symptom an. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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