1. 24hamburg
  2. Hamburg

Elbchaussee-Umbau: Mega-Verkehrschaos droht an Hauptverkehrsader

Erstellt:

Von: Fabian Raddatz

Kommentare

Hamburgs Autofahrer, Radfahrer und Anwohner müssen sich wegen Bauarbeiten an der Elbchaussee auf jahrelanges Verkehrschaos einstellen. Die Hintergründe.

Hamburg – Sie gilt als wichtige Verkehrsader, verbindet den Westen mit der City: die Elbchaussee, Hamburgs Prachtstraße an der Elbe. Doch nun stehen Bauarbeiten an: Eine 100 Jahre alte Wasserleitung, die den Hamburger Westen versorgt, muss erneuert werden. Zwischen Blankenese und Altona sollen ab Mai die eigentlichen Sanierungsarbeiten in mehreren Abschnitten beginnen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Doch weil diese auch vorbereitet werden müssen, beginnen bereits heute, Montag, 11. Januar 2021, erste Sperrungen in der Höhe der Parkstraße, Kreuzung Elbchaussee. Geplantes Ende: Anfang Mai. Fahrbahn und Radwege werden erneuert, Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Fahrbahnverengungen einstellen. Die Folge: An der ohnehin staubelasteten Straße wird der Verkehr noch zäher. Die Verkehrshindernisse im Überblick:

Anke Frieling, Bürgerschaftsabgeordnete der CDU, befürchtet eine starke Verkehrsbelastung für Hamburg-Othmarschen. Gegenüber dem NDR sagte sie: „Dann wird sich der Verkehr durch die Nebenstraßen wälzen. Dann hätte man hier das komplette Chaos.“ Autofahrer würden naturgemäß nicht weite Strecken zum Umfahren in Kauf nehmen.

Verkehr in Hamburg: Drei Großprojekte sorgen für den Kollaps

Hinzu käme, dass neben der Elbchaussee-Sanierung dieses Jahr der Bau der Fernwärmestraße Altona geplant ist – von der Elbe durch die Parkstraße. Und – als zusätzliche Belastung – steht der Bau des A7-Deckels an. Drei Großprojekte, alle sollen dieses Jahr starten. Chaos vorprogrammiert. Das Umfahren der Baustellen wird so zum Spießrutenlauf. Dann lieber das Chaos umfahren.

In Hamburg stehen viele Autos an einer Ampel in der Schlange. Oben links ins Bild montiert: Ein Mann im roten Hemd, der sich die Haare rauft.
Der Hamburger Verkehr ist ja bekanntlich zum Haare raufen. Dieses Jahr könnte es noch schlimmer kommen: Neben der Elbchaussee-Sanierung sollen 2021 auch der A7-Deckel und die Fernwärmeleitung Altona gebaut werden. (24hamburg.de-Montage) © Markus Scholz/dpa & Davidqr/pixabay

Ab Mai 2021 soll die Baustelle Elbchaussee dann weiterwandern – zum eigentlichen Bauabschnitt zwischen Manteuffelstraße und Palmaille in Hamburg-Altona. Zwischen den Eckpunkten liegen rund acht Kilometer. Hier soll es dann drei Jahre dauern. Volles Programm: Trinkwasser-Leitungen, Geh- und Radwege – alles soll neu gemacht werden. Am Ende der Bauarbeiten sollen Radfahrer dann an der Elbe lang fahren können. Vielleicht ja ein Trostpflaster?

Zudem: Hamburger kennen sich mit Verkehrschaos aus. Da wäre etwa die immer wiederkehrende Vollsperrung der A7, die kommenden März ihren Höhepunkt erreichen soll, und erst Ende Dezember für strapazierte Autofahrer-Nerven sorgte. Oder auch der Hamburger Elbtunnel, der immer mal wieder dicht gemacht wird.

Dann vielleicht lieber nicht selbst fahren, sondern fahren lassen: Das öffentliche Verkehrsnetz soll in Hamburg massiv ausgebaut werden. Auch, wenn Klimaschützer ihre Bedenken äußern. Der HVV kündigte jüngst 200 Neuerungen im Hamburger Verkehr an, einen verbesserten Fahrplan für 2021 mit neuen Verbindungen – damit verbunden leider auch Preiserhöhungen. Doch glücklicherweise gibt es auch Mittel und Wege, das HVV-Angebot umsonst zu nutzen. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Auch interessant

Kommentare