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UKE, Hochbahn und Co: So steht es um Hamburgs öffentliche Unternehmen

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Von: Kevin Goonewardena

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Die städtischen Unternehmen Hamburgs sind trotz Corona gut durch das vergangene Jahr gekommen. Dennoch gibt es Nachholbedarf. 24hamburg.de sagt, wo genau.

Hamburg – Wie geht es den städtischen Unternehmen Hamburgs, wie kommen das Universitätsklinikum Eppendorf, die Hochbahn oder die Elbkinder-Kitas durch die Corona-Zeit? Diese Fragen beantwortet ein nun vorliegender Bericht. Spoiler: Es geht ihnen überwiegend gut – trotz der Coronavirus-Krise. Zu diesem Schluss kommt der sogenannte Beteiligungsbericht, in dem die wirtschaftlichen Kennzahlen von 119 Unternehmen, die der Stadt Hamburg gehören oder an denen diese Anteile besitzt, für das Corona-Jahr 2020 untersucht wurden.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat diesen Bericht jetzt vorgestellt.

Name:Andreas Dressel
Geburtsdatum und -ort:6. Januar 1975 in Hamburg
Mitglied in der SPD:Seit 1994
Finanzsenator in Hamburg:Seit 2018

Städtische Unternehmen Hamburg: Viele Werte mit Zuwachs – trotz Corona

Viele Werte der untersuchten Unternehmen, zu denen auch die HHLA oder der Flughafen gehören, sind laut dem Bericht im untersuchten Zeitraum gestiegen, berichtete die Tageszeitung Die Welt. So etwa die Bilanzsumme aller 119 Firmen, die um 5,67 Prozent auf einen Gesamtwert von rund 40 Milliarden Euro kletterte. Um 7,19 Prozent erhöhte sich sogar das Eigenkapital, das die öffentlichen Unternehmen Hamburgs aufweisen.

Andreas Dressel (SPD)
Andreas Dressel (SPD) stellte den jährlichen Bericht zu der wirtschaftlichen Lage der städtischen Unternehmen in Hamburg vor. © Daniel Reinhardt/dpa

Zusammen stehen Ihnen nun 13 Milliarden an eigenen Kapitalmitteln zur Verfügung. Auch investiert haben die Unternehmen im vergangenen Jahr kräftig, und zwar 1,86 Milliarden Euro. Das sind zwar 70 Millionen Euro weniger, als im Jahr davor, doch in Anbetracht der Corona-Situation nannte Dressel den nur geringen Rückgang „erfreulich.“

Städtische Unternehmen Hamburg: Gründe für den Erfolg – und Nachholbedarf

Zum Erreichen der guten Ergebnisse trugen allerdings auch die staatlichen Corona-Hilfen bei. Die Verkehrsunternehmen, der Hamburger Flughafen, die Krankenhäuser und Kultureinrichtungen der Stadt hätten, so der Bericht, zusammen mehr als 625 Millionen Euro aus Hilfsfonds erhalten. Geld, dass die Bilanzen durchaus aufbesserte oder beispielsweise für Investitionen zur Verfügung stand. Auch Nachholbedarf legte der Bericht offen – beispielsweise bei der Besetzung der Geschäftsführerposten und Vorstände mit weiblichem Personal (rund 20 Prozent), bei der Offenlegung der Gehälter oder der Differenz zwischen dem Verdienst der Führungsetage und der Mitarbeitenden.

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So sei läge dieses Verhältnis zwar im Durchschnitt bei einem Wert von 3,9, doch bei einigen Unternehmen sei die Gehaltsschere deutlich größer. So verdiente HHLA-Chefin Angela Titzrath im Jahr 2020 etwas mehr als eine Million Euro. Die Mitarbeitenden des Unternehmens kämen im durchschnittlich allerdings nur auf ein Brutto-Einkommen von 91.500 Euro. Titzrath verdient also fast das elffache des Durchschnittslohns bei der HHLA. . *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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