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Tschentscher: „Wir haben eine neue Lage“ – Luca App in Hamburg bald weg?

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Von: Kevin Goonewardena

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Neue Corona-Beschlüsse werden vorerst zwar nicht kommen, doch alte Mittel zur Pandemiebekämpfung stehen auf dem Prüfstand. Dazu gehört auch die Kontaktnachverfolgung per Luca App.

Hamburg – Das Bund-Länder-Treffen am gestrigen Montag hat zwar keine Änderungen der Corona-Regeln mit sich gebracht, denn die Politiker und Politikerinnen um Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach verständigten sich darauf, trotz steigendem Inzidenz-Wert die aktuellen Maßnahmen vorerst nicht zu verschärfen, wie Hamburgs Regierungschef Peter Tschentscher erklärte. Das ein oder andere gegenwärtige Instrument der Pandemiebekämpfung steht jedoch auf dem Prüfstand.

Name:Luca
Urheber:neXenio GmbH
Betriebssysteme:Android, iOS
Erscheinungsjahr:2021

Corona in Hamburg: Kommt das Aus für die Luca App?

So erscheint den politisch Verantwortlichen etwa die Kontaktnachverfolgung und damit der Nutzen von Apps wie der Luca App nicht mehr sinnvoll. Stattdessen soll eine neue Strategie her, so berichtet etwa die Welt, bei der das Pandemiegeschehen in den Kliniken verstärkt im Auge behalten werden und maßgeblich für künftige Entscheidungen sein soll.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und ein Handy mit der Luca App vor der Elbphilharmonie
Neue Corona-Lage: Luca App in Hamburg wird wohl nicht verlängert. (24hamburg.de-Montage) © Marcus Brandt/Axel Heimken/Thomas Frey/Markus Scholz/dpa

Des Weiteren wird eine Booster-Impfung, die Kontaktvermeidung, arbeiten im Homeoffice und das Tragen von FFP2-Masken, die im ÖPNV der Hansestadt mittlerweile Pflicht sind, empfohlen. Das ließ Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher durchblicken.

Tschentscher: Veränderte Strategie – Lizenz für Luca App in Hamburg wird wohl nicht verlängert

Hintergrund ist unter anderem, dass die Behörden aufgrund der vielen neuen Coronavirus-Fälle täglich, bei der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterherkommen. Doch auch die Tatsache, dass die Infektionen milder verlaufen und veränderte Quarantäneregelungen unter anderem für geboosterte Personen, in Hamburg sind das aktuell 50 Prozent der Gesamtbevölkerung, gelten, machen den weiteren Gebrauch der Luca App weniger zwingend notwendig als in früheren Zeiten.

„Wir haben eine neue Lage. Ob wir in dieser neuen Lage die Lizenzen verlängern, wird derzeit geprüft“, wird Tschentscher in der Mopo zitiert und auch Die Welt vermutet, dass die Lizenz mit den Betreibern der Luca App in jetziger Form nicht verlängert werden wird. Eine Entscheidung darüber müsse bis Februar fallen, so Die Welt weiter.

Tschentscher: Das sagt Hamburgs Bürgermeister zum Aus der Luca App

Festlegen auf ein definitives Aus der App oder gar einen Termin für die Abschaffung des kleinen Programms als Instrument der Pandemiebekämpfung nennen, wollte Tschentscher allerdings nicht. Er ließ der Luca App sogar ein Hintertürchen offen.

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Sollte sich die Pandemie nach Abschaffen der Luca App nämlich wieder zu spitzen, sei es laut Tschentscher „nicht so einfach“, die App „über Nacht wieder einzuführen“, sagte der Bürgermeister. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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