Zwei Jahre danach

Tödlicher Unfall auf der Elbchaussee: Verursacher kommt ohne Prozess davon

  • Sebastian Peters
    VonSebastian Peters
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Vor knapp zwei Jahren kam es auf der Kreuzung Hohenzollernring Ecke Elbchaussee zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 40-jähriger Mann kam dabei ums Leben.

Hamburg – Diese Geschichte macht wütend, traurig und zeitgleich lässt es viele am Justizsystem zweifeln. Am 18. August 2019, also fast genau vor zwei Jahren, kommt es auf der Kreuzung Hohenzollernring Ecke Elbchaussee zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Ein 45-jähriger Mann fährt mit seinem schwarzen PKW der Marke Honda auf der Elbchaussee in Fahrtrichtung Blankenese.

Vor zwei Jahren: Informatiker Tom (40) stirbt auf der Elbchaussee, weil ein 45-jähriger Autofahrer über Rot fährt

Tom, der am Steuer des blauen Fahrzeuges saß, wurde von den schwarzen PKW komplett getroffen.

Die Ampelanlage auf der Kreuzung zeigt für den 45-jährigen Fahrer rot. Doch der Honda-Fahrer fährt mit hoher Geschwindigkeit in den Kreuzungsbereich und kracht mit voller Wucht in die Fahrerseite des Informatikers Tom (40). Beide Fahrzeuge schleudern über die Kreuzung und bleiben komplett zerstört stehen. Ersthelfer, darunter zufälligerweise ein Arzt, eilen zur Hilfe. Tom, der durch Ersthelfer aus dem komplett zerstörten Dacia befreit werden kann, wird sofort reanimiert.

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Zuerst gelingt es den Rettungskräften, den 40-Jährigen zu reanimieren. Doch später verstirbt der Informatiker im Krankenhaus. Für die Familie und die Verlobte von Tom bricht eine Welt zusammen. Die Bild-Zeitung begleitet die trauende Verlobte Gianina B. mehrmals zur Unfallstelle. Auch am zweiten Todestag wird die Familie von einem Bild-Journalisten zur Unfallstelle begleitet. Was jetzt rauskommt, lässt sie am Justizsystem zweifeln.

Die beiden Fahrzeuge bleiben komplett zerstört auf der Kreuzung stehen.

Tödlicher Unfall auf der Elbchaussee: Unfallverursacher kommt ohne Prozess davon

Der Unfallfahrer, der über Rot fuhr und in die Fahrerseite von Tom krachte, wird ohne einen Prozess davonkommen! Der 45-jährige Fahrer des schwarzen Fahrzeuges stand zum Zeitpunkt des tödlichen Unfalles unter Medikamenten. Ebenso soll eine psychotische Erkrankung den Raser schuldunfähig gemacht haben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, schoss sich der Unfallfahrer vier Wochen nach dem Crash mit einer Gaspistole selber in den Bauch.

Um, nach eigener Aussage, ein Alien zu töten. Nun, knapp zwei Jahre nachdem Tom der Familie genommen wurde, soll der 45-jährige Raser vermutlich seinen Führerschein zurückbekommen. Es ginge ihm psychisch besser und er möchte gerne wieder Auto fahren, heißt es. Das AG Altona soll im November entscheiden, ob der 45-jährige seinen Führerschein wiederbekommt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Peters

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