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49-Euro-Ticket im HVV: Neue Infos zu Kauf, Preis und Gültigkeit

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Von: Kevin Goonewardena

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Das 49-Euro-Ticket in Hamburg kommt! Der HVV und Verkehrssenator Tjarks beantworteten nun offene Fragen zum Ticket. Alle Infos zum Kauf, Preis und Gültigkeit.

Hamburg – Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) luden am Vormittag vom 11. November 2022 in die HVV-Geschäftsstelle auf St. Georg zum Pressegespräch ein. Anlass war das Deutschlandticket, auch 49-Euro-Ticket genannt, das ab 2023 als Nachfolger des 9-Euro-Tickets die bundesweite Nutzung des ÖPNV zum einheitlich günstigen Monatspreis möglich machen soll. Der Verband hatte sich bereits frühzeitig für das 49-Euro-Ticket ausgesprochen. Das Ticket kann bereits jetzt im HVV vorbestellt werden. Offene Fragen zum Deutschlandticket wurden nun geklärt. 24hamburg.de hat alle Informationen.

Name:Hamburger Verkehrsverbund (HVV)
Gründungsdatum und -ort:29. November 1965 in Hamburg
Anzahl Linien (Auswahl):rund 600 Bus-, 8 Fähr-, 6 S-Bahn-, 4 U-Bahn-Linien
Anzahl Haltestellen:mehr als 10.000

49-Euro-Ticket im HVV schon jetzt kaufen: Mehr als 1000 Vorbestellungen für Deutschlandticket

Für Hamburg soll es nun bald einen Nachfolger des beliebten Billig-Tickets geben: Obwohl der genaue Start des Deutschlandtickets noch auf sich warten lässt, konnte der HVV bereits „weit mehr als 1.000“ Vorbestellungen verzeichnen, wie der Verband im Rahmen des Pressegesprächs mitteilte. Fällig wird die erste Rate auch für die Vorbesteller aber erst, wenn das 49-Euro-Ticket offiziell erhältlich ist.

Der Hamburger Verkehrsminister Anjes Tjarks (Grüne) und die Geschäftsführerin der HVV, Anna-Theresa Korbutt vor einem 49-Euro-Ticket und einem Fahrkartenschalter der HVV in Hamburg
Der Hamburger Verkehrsminister Anjes Tjarks (Grüne) und die HVV-Chefin Anna-Theresa Korbutt freuen sich über die Einigung über das 49-Euro-Ticket. © Christian Charisius/Ulrich Perrey/dpa/Frank Hoermann/imago/Montage

49-Euro-Ticket: Hier wird das Deutschlandticket gültig sein

Wie auch schon das 9-Euro-Ticket, das als Ideengeber gelten kann, wird das Deutschlandticket bundesweit in der 2. Klasse des Nah- und Regionalverkehrs gültig sein. Das heißt, mit Ausnahme des Fernverkehrs (ICE/IC/EC und Nachtzüge) ist das Deutschlandticket bundesweit in allen Nah- und Regionalverkehrsmitteln gültig.

Dazu zählen neben dem Regionalexpress und regionalen Bahn-Verbindungen auch S-Bahnen und U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. Das günstige Monatsticket ist auch wieder in den HADAG-Fähren in Hamburg nutzbar sowie wahrscheinlich in den Fähren der BVG, die in Berlin auf der Spree verkehren. Beides war bereits bei dem 9-Euro-Ticket inkludiert.

Alle Infos zum Deutschlandticket: Das 49-Euro-Ticket auf einen Blick

HVV: Wo wird das 49-Euro-Ticket erhältlich sein?

Der Fokus der Vertriebsstrategie wird auf digitalen Kanälen liegen. Das Ticket wird im HVV über die HVV App angeboten werden. Für Menschen, die kein Smartphone besitzen (oder dieses nicht nutzen wollen) wird es als Alternativmöglichkeit eine Chipkarte geben, um das Deutschlandticket zu erwerben.

Deutschlandticket im HVV: Was ändert das 49-Euro-Ticket an meinem Profiticket?

Aus sieben verschiedenen ProfiCard-Varianten wird eine werden. Nach wie vor entscheidet jedoch der Arbeitgeber, in welcher Höhe sich das Unternehmen an der – auch Jobticket genannten – Monatsfahrkarte beteiligt. Durch diesen Zuschuss wird der Preis für das 49-Euro-Ticket nochmals um 30 Prozent reduziert. Zudem soll keine Mindestabnahmemenge an ProfiTickets mehr für Unternehmen bestehen.

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49-Euro-Ticket: Das ändert sich an Tarifsystem und Abo

Anna-Theresa Korbutt betonte bei der Pressekonferenz den Wegfall diverser Tarifzonen sowie entsprechender Tickets durch die Einführung des 49-Euro-Tickets. Ganze 70 Ticketarten entfallen durch das Deutschlandticket im HVV – lediglich sechs Ticketarten, deren Preise aktuell unter 49-Euro-Ticket liegen, bleiben bestehen.

Mehr als 49 Euro im Monat für ein ÖPNV-Ticket zu zahlen, ist demnach nicht mehr möglich. Bestehende Abos, die teurer sind, werden automatisch umgewandelt. Günstigere Abos, wie beispielsweise Zeitkarten für nur wenige Zonen oder Schülertickets, bleiben bestehen. Menschen, die bisher noch kein HVV-Abo haben, müssen das 49-Euro-Ticket von sich aus abonnieren. Die Fahrkarte ist nur im Abo erhältlich und monatlich kündbar.

49-Euro-Ticket im HVV: Wie viel kostet das Deutschlandticket für Hartz-IV-Empfänger?

Der Sozialrabatt auf Zeitkarten von aktuell 23 Euro in Hamburg wird auch für das 49-Euro-Ticket gelten und zum 1. Januar 2023 auf 24,80 Euro angehoben. Davon profitieren werden nicht nur Sozialrabatt-Berechtigte, sondern auch 35 Prozent der Geringverdiener, die regelmäßig den ÖPNV nutzen.

HVV: So günstig wie seit 30 Jahren nicht mehr – Angebot wird verdoppelt

Der Kernbereich AB sei damit so günstig wie seit fast 30 Jahren nicht mehr, so Verkehrssenator Anjes Tjarks. Er verwies darauf, dass es zuletzt 1993 möglich war, den ÖPNV im Bereich AB für 49 Euro zu nutzen. Mit aktuell 96 Euro kostet die monatliche Nutzung des AB-Bereichs zurzeit fast doppelt so viel. Gleichzeitig hat sich das Angebot in diesem Zeitraum ebenfalls verdoppelt, wie in der Pressekonferenz zu erfahren war. Die etwa 21.000 Platzkilometer im Gesamtbereich aus dem Jahr 1993 sind auf mehr als 42.000 im Jahr 2021 angewachsen.

49-Euro-Ticket im HVV: Wie kaufe ich die Fahrkarte?

Das Deutschlandticket im HVV wird in erster Linie online erhältlich sein. Doch auch Menschen ohne Smartphone sollen das neue 49-Euro-Ticket kaufen können, versprachen Verkehrssenator Anjes Tjarks und HVV-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt.

Anjes Tjarks und HVV-Geschäftsführerin Korbutt loben 49-Euro-Ticket als Push für den ÖPNV

Sowohl Verkehrssenator Anjes Tjarks als auch HVV-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt hoben die Hebelwirkung hervor – so Tjarks, respektive den „Push“, wie es Korbutt ausdrückte – den das Deutschlandticket auf den Nahverkehr im Allgemeinen und das Angebot im HVV im Speziellen haben wird. Das Ticket soll dabei an den Erfolg des 9-Euro-Tickets anknüpfen, das sich rund 3,5 Millionen mal alleine im HVV verkauft hatte.

Der HVV ist so günstig wie seit fast 30 Jahren nicht mehr – und Deutschland gibt‘s umsonst obendrauf.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg

Jeder zweite Hamburger hatte das Angebot im Sommer genutzt. 12 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer seien, so Tjarks, dabei vom Auto auf den ÖPNV umgestiegen. Nach Ablauf des Aktionszeitraums des 9-Euro-Tickets habe der HVV, so Anna-Theresa Korbutt, zusätzlich 1,5 Millionen Tickets mehr verkauft als vor dem Aktionsangebot aus dem zweiten Entlastungspaket.

Deutschlandticket im HVV: Wann kommt das 49-Euro-Ticket?

Verkehrssenator Anjes Tjarks rechnet nicht mit einem Start des Deutschlandtickets zum 1. Januar 2023. Das Gesetz werde aber dieses Jahr noch den Bundestag passieren. Auf ein spekulatives Datum des Starts – Medien berichten beispielsweise von einem Start im Frühjahr 2023 – wollte sich der Verkehrssenator nicht einlassen. Tjarks betonte, dass Hamburg nicht mehr alleine den Fortgang des Gestaltungsprozess bestimmt.

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