Herzliche Hommage

Tim Mälzer: Seine TV-Karriere verdankt er Alfred Biolek

Tim Mälzer zollt einem alten Weggefährten Alfred Biolek Tribut. Der verstorbene Star-Koch war immer ein großes Vorbild für ihn. Obwohl es Zoff gab.

Hamburg – Tim Mälzer hat einem alten Weggefährten eine rührende Hommage erwiesen. Alfred Biolek ist am Freitag, 23. Juli, verstorben und der Star-Koch hinterlässt eine Lücke, die auch Mälzer spürt. Der sonst so extreme Wut-Koch findet zur Abwechslung besonnene und liebe Worte für seinen Kollegen, der seinen Weg prägte. Er zollt dem Multitalent Tribut und spricht von einem tiefgreifenden Respekt.

Tribut für Alfred Biolek: Er bereitete den Weg für Tim Mälzer und Co.

Die TV-Legende Alfred Biolek verstarb letzte Woche Freitag, 23. Juli, in seinem Zuhause in Köln. Sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie gab gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bekannt, dass sein Vater friedlich eingeschlafen sei. Der Star hatte schon längere Zeit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er wurde 87 Jahre alt.

Auch Tim Mälzer war von dieser Nachricht geschockt, denn er kannte Alfred Biolek und bewunderte ihn sehr. In einer persönlichen Hommage in der „Bild am Sonntag“ verabschiedete sich der „Kitchen Impossible“-Koch von seinem Freund und Kollegen und schreibt ihm einen großen Teil seines Karriereerfolgs zu.

Der Blick zum Himmel: Denkt Tim Mälzer an seinen verstorbenen Koch-Freund? (24hamburg.de-montage)

Denn Alfred Biolek war der Vorreiter. Der Star war Jurist, Moderator, TV-Produzent, Entertainer, Talkshowmaster, Koch und Kochbuchautor. Laut Mälzer prägte er die ganze Landschaft des TV-Kochens. „Jede Sekunde Kochshow, die heute im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird, existiert ausschließlich seinetwegen - weil er uns den Weg bereitet hat“, schrieb Mälzer. Nur wegen der Begeisterung von Biolek sei das Kochen überhaupt fernsehtauglich und zu dem Gesellschaftsthema geworden, dass es heute ist.  

Abgesetzt für Tim Mälzer: Warum Alfred Biolek trotzdem nicht böse war

Die beiden TV-Köche kannten sich auch persönlich. Als „Tim Mälzer kocht!“ 2009 in der ARD erstmals ausgestrahlt wurde, musste dafür eine andere Sendung weichen. „Alfredissimo“ mit Alfred Biolek wurde dafür abgesetzt, doch Biolek begegnete seinem Nachfolger dennoch freundlich und unterstützend. „Alfred hätte mir gegenüber also durchaus unangenehm auftreten können. Doch er wusste, wie nur ganz wenige in unserer Branche, wann es an der Zeit war, die Bühne zu verlassen“, erinnert Mälzer sich.

Unter anderem wegen dieser Begegnung hegte der sonst so dreiste Vox-Koch einen großen Respekt für die TV-Legende. „Ich kann mich im Laufe meiner Karriere nur an zwei Menschen erinnern, vor denen ich nach unserer Begegnung mindestens noch genauso viel Respekt hatte wie vorher. Der eine war Joachim Fuchsberger. Der andere Alfred Biolek.“

Tim Mälzer: Tiefer Respekt – er behält Alfred Biolek in guter Erinnerung

Tim Mälzer hat es seinem Kollegen nachgemacht. Heute ist er TV-Koch, ein Star bei Vox und hatte bereits mehrere eigene Shows – am bekanntesten wohl „Kitchen Impossible“, wo er meist lieber seine Gegner als Steaks grillt. „Ich glaube, Alfred Biolek hat am Anfang von mir nicht viel gehalten. Ich war ihm zu simpel, zu rabiat. Und doch glaube ich, sagen zu können, uns verbindet eine große Leidenschaft für einen gewissen Dilettantismus bei der Zubereitung“, schwelgt Mälzer in seiner Hommage in Erinnerungen. „Meine Lieblingsmomente von ihm waren immer die, in denen er nicht wusste, wie und wo er den Herd anschalten sollte. Das geht mir bis heute so.“

Tim Mälzer – ebenso wie viele andere Star-Köche – haben Alfred Biolek also viel zu verdanken. Und das will Mälzer nie vergessen: „Wegen Alfred Biolek bin ich einer von vielen. Er wird immer einzigartig bleiben. Ein großer Mensch hat die Bühne verlassen. Danke, Alfred!“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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