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Tierpark Hagenbeck: Alle Infos zu Preisen, Programm, Geschichte

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Von: Johannes Rosenburg

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Der Tierpark Hagenbeck in Hamburg überrascht durch die lange Geschichte und größte freilaufende Elefantenherde Europas sowie dem Tropen-Aquarium.

Hamburg – Der Tierpark Hagenbeck im Hamburger Ortsteil Stellingen im Bezirk Eimsbüttel ist ein Tierpark, der sich noch im Familienbesitz befindet. Er beherbergt über 200 Tierarten mit insgesamt mehr als 1.850 Tieren. Der Tierpark ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Neben der Elbphilharmonie oder dem Miniatur Wunderland ist der Tierpark eine der großen Besucher-Attraktionen in Hamburg.

Tierpark Hagenbeck Hamburg: Preise und Anfahrt

EinzelkarteTierpark (in Euro)Tropen-Aquarium (in Euro)Kombi-Ticket (in Euro)
Erwachsene26,0020,0040,00
Kinder (4 bis 16 Jahre)19,0015,0030,00
2 Erwachsene, 2 Kinder (4 – 16 Jahre)75,0055,00105,00
2 Erwachsene, 3 Kinder (4 – 16 Jahre)85,0065,00115,00
Jahreskarte, Erwachsene140,00

Jeden Tag finden die Fütterungen der vielen Tiere statt. Dabei erhalten die Besucherinnen und Besucher von den Tierpark Hagenbeck Mitarbeitern weitere Informationen über die unterschiedlichen Tiere. Diese Fütterungszeiten werden regelmäßig aktualisiert. Daher am besten bereits am Eingang des Tierparks nach den Zeiten fragen.

Tierpark Hagenbeck
Adresse:Tierpark Hagenbeck gGmbH Lokstedter Grenzstraße 2 22527 Hamburg
Anfahrt mit U-Bahn oder Bus:Haltestelle Hagenbecks Tierpark U-Bahnlinie U2 Buslinien des HVV: 22, 181, 281, 391, 392\t
Öffnungszeiten:Tierpark: täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr Tropen-Aquarium: täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr

Tierpark Hagenbeck Hamburg: Tiergehege

Im Tierpark Hagenbeck Hamburg gibt es neben der riesigen Elefantenanlage und das Gehege namens Eismeer, das unter anderem Walrosse und Pinguine beheimatet, noch folgende größere Tiergehege:

Das Tropen-Aquarium im Tierpark Hagenbeck Hamburg

2007 wurde das Tropen-Aquarium als weitere Attraktion des Tierparks Hagenbeck Hamburg eröffnet. Das Gebäude umfasst circa 8.000 Quadratmeter und beinhaltet über 14.300 exotische Tiere aus über 300 Tierarten. Es gibt vier unterschiedliche Bereiche: die Höhlenwelt, das Giftschlangendorf, die Unterwasserwelt und die Tropenwelt. Die einzelnen Tierarten können durch Acrylscheiben betrachtet werden.

Tierpark Hagenbeck Hamburg: Die letzten Jahre

Nachdem 2003 die durch zahlreiche Sendungen des WDR auch außerhalb Hamburgs bekannt gewordene Walross-Stute Antje leider verstarb, erhielt der Zoo 2013 eine neue vierköpfige Walross-Familie aus Moskau und begann die eigene Züchtung.

Bereits ein Jahr später, am 15. Juli 2014, kam das erste Walrossbaby mit einem Geburtsgewicht von 54 Kilogramm in Hagenbeck zur Welt. Seither konnten noch einige weitere Walrossbabys nachgezüchtet werden.

2015 gaben Dr. Carl Claus Hagenbeck (79) und Joachim Weinlig-Hagenbeck (64) die Geschäftsführung des Tierparks Hagenbeck an ihre Kinder Dr. Bettina Hagenbeck (32) und Friederike Caroline Hagenbeck (26) ab. Inzwischen wurde ein neuer Geschäftsführer eingesetzt.

Tierpark Hagenbeck Hamburg: Der Park

Die Anlage des Tierparks Hagenbeck bietet nicht nur die Ausstellung zahlreicher Tierarten, sondern auch eine vielseitige Pflanzenwelt zum Bewundern und Staunen. Auf den circa 19 Hektar Gesamtfläche und den circa sechs Kilometer langem Wegenetz begegnen Besuchern exotische Pflanzenarten wie zum Beispiel Mammutbäume, Taschentuchbäume und Ginkgos, sowie zahlreiche kleinere Bauwerke und Deko-Elemente wie Totempfähle oder die japanische Brücke. Auch das ursprüngliche Eingangstor aus dem Jahr 1907 ist noch erhalten und zieht durch seinen guten Zustand auch heute noch viele Bewunderer an.

Um den Zoo zu einem absoluten Familien-Magneten zu machen, wurde zusätzlich ein großer Abenteuerspielplatz mit angeschlossenem Streichelzoo und Ponyreiten gebaut. Auch die Gastronomie kommt nicht zu kurz – direkt am Spielplatz gibt es die Möglichkeit, gemütlich im Restaurant zu speisen oder im Sommer in der sogenannten „Flamingo Lodge“ eine Stärkung zu sich zu nehmen. Der Plan des Tierparks ist detailliert und liebevoll gestaltet.

Tierpark Hagenbeck Hamburg: Zu Gast bei Leopard, Seebär und Co

Auch der NDR ist mit seiner Serie Leopard, Seebär und Co. seit 2017 regelmäßig im Tierpark Hagenbeck unterwegs und bringt den Fernsehzuschauern den Park und die Tierwelt, insbesondere die Geburt zahlreicher Tierbabys, mit lustigen und süßen Geschichten näher. In der Mediathek sind alte und neue Folgen aufrufbar.

Tierpark Hagenbeck: Hamburgs Geschichte – Die Anfänge

Die Wurzeln des Tierparks Hagenbeck gehen weit zurück ins Jahr 1848, in dem der einstige Fischhändler Carl Hagenbeck Senior (†77, gest. 1887) erstmalig sechs seiner Seehunde in Hamburg Sankt Pauli ausstellte. Genau 15 Jahre später, im Gründungsjahr 1863, eröffnete Carl Hagenbeck Senior nach ersten Erfolgen mit seinen Ausstellungen dann „Carl Hagenbeck’s Handels-Menagerieam Spielbudenplatz Nummer 19, in welchem er zahlreiche exotische Tierarten zur Schau stellte und verkaufte.

Drei Jahre später, im Jahre 1866, übernahm Carls ältester Sohn Carl Hagenbeck Junior († wurde 69 Jahr alt, gestorben im Jahr 1913) mit nur 21 Jahren das Tiergeschäft und baute dieses so weit aus, dass er 1874 am Neuen Pferdemarkt 13 eine der größten Tierhandlungen der Welt, „Hagenbeck’s Thierpark“, eröffnete.

In diesem Tierpark veranstaltete Carl Hagenbeck zunehmend Völkerschauen, welche zum Ende des 19. Jahrhunderts sehr stark an Beliebtheit gewannen. So stellte er in seinem Zoo unter anderem Familien aus Lappland, Nubier, Inuit, Singalesen und Massai zur Schau und steigerte somit innerhalb kürzester Zeit die Besucherzahlen erheblich.

Die Schwarz-Weiß-Aufnahme aus dem Jahr 1907 zeigt den Zoo-Gründer Carl Hagenbeck (Mitte) mit seinen beiden Söhnen und einem Tiger.
Die Schwarz-Weiß-Aufnahme aus dem Jahr 1907 zeigt den Zoo-Gründer Carl Hagenbeck (Mitte) mit seinen beiden Söhnen und einem Tiger. © dpa

Tierpark Hagenbeck Hamburg: Geschichte des ersten gitterlosen Zoos

Im Jahr 1896 meldete Carl Hagenbeck sein erstes Patent an: Er erschuf mit dem Tierpark Hagenbeck weltweit die erste Zoo-Anlage ohne Gitter, indem er metergenau die Sprunghöhe und -weite seiner Tiere berechnete und entsprechende natürliche Hindernisse schuf, die seine Tiere nicht überwinden konnten. Obwohl die Tiere nach wie vor in Gefangenschaft lebten, konnten sie sich frei bewegen. Ein Teil der Anlagen war sogar transportabel, sodass Carl Hagenbeck mit dem imposanten Nordland-Panorama in verschiedene Städte reiste.

Umgesetzt wurde sein Plan erstmalig vollständig in Stellingen 1907, woraufhin einige Nachahmer anderer Zoos aus anderen Städten folgten. Lorenz (†74, gest.1956) und Heinrich Hagenbeck (†70, gest. 1945), die beiden Söhne Carl Hagenbecks, übernahmen zwischenzeitlich das Geschäft. Während Lorenz Hagenbeck 1916 einen neuen Zirkus gründete und mit diesem um die Welt reiste, erweiterte Heinrich Hagenbeck den Zoo bis 1937 um zahlreiche zusätzliche Tiergehege und erbaute auch das heute noch äußerst beliebte moderne Elefanten-Freilaufgehege der Welt.

Aquarium und Hotel im Tierpark Hagenbeck Hamburg: Umgestaltung und Neubau

Seit 1997 gehört der Tierpark Hagenbeck offiziell zu den Denkmälern Hamburgs. Während einerseits die Anlage in Ihrer Grundform erhalten bleiben sollte, versuchte man andererseits, stets mit der Zeit zu gehen. So fand im Jahr 2003 ein größerer Umbau des Parks statt, bei dem unter anderem der Haupteingang verlegt und ein weiterer Zugang direkt in U-Bahn-Nähe geschaffen wurde.

Im November 2006 eröffnete die neu gebaute Freilaufhalle für die Elefanten, die nun nicht nur als Familien-Ausflugsziel bei strahlendem Sonnenschein, sondern fortan auch als Touristen-Attraktion bei schlechtem Wetter dienen sollte. 

2007, genau hundert Jahre nach der offiziellen Eröffnung des Zoos, eröffnete das Tropen-Aquarium mit über 8.000 Quadratmetern und bietet den Besuchern seither einen Einblick in die tropische Unterwasserwelt.

Im Mai 2009 wurde das Lindner Park-Hotel nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Es gilt als das erste Tierpark Hotel weltweit und bietet auch heute noch zahlreichen Besuchern eine gute und günstige Unterkunft.

2012 wurde das neue Eismeer, das zuvor am Standort des Lindner Hotels wegen Baufälligkeit abgerissen worden war, neu erbaut und eröffnete somit wieder den Zugang zu seltenen Tierarten wie zum Beispiel den Walrossen, Pinguinen und Eisbären.


Tierpark Hagenbeck Hamburg: Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck e.V.

Zusätzlich zu der Stiftung wurde 1998 der Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck e.V. gegründet. Dieser kümmert sich um die Anlage des Parks und um kommende Veranstaltungen für die Besucher. So zählen zum Beispiel zu den Aufgaben des Vereins die immer wiederkehrenden Veranstaltungen „Romantik-Nächte“ und „Tierpark in Concert“ sowie die Fütterungen und Führungen durch die einzelnen Tiergehege.

Zudem besteht die Möglichkeit, Tierpate für ihr oder sein Lieblingstier zu werden, und für einen kleinen Spendenbeitrag sowohl eine Urkunde, einen Steckbrief des jeweiligen Tieres sowie eine ausgestellte Spendenquittung zu erhalten. Damit wird die Versorgung der Tiere und der Erhalt des Parks durchgehend gewährleistet.

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