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Tests, Masken, Hygienemaßnahmen: Welche Corona-Regeln jetzt an Schulen gelten

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Von: Kevin Goonewardena

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Drei Mal werden die Schüler Hamburgs diese Woche auf Corona getestet. Welche Regeln im Kampf gegen die Pandemie in den Bildungseinrichtungen noch gelten.

Hamburg – Schon nach dem erneuten Anstieg der Coronazahlen lautete eine unter Politikern weit verbreitete Meinung zum zukünftigen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie im Bildungssektor, dass eine Schließung der Schulen vermieden werden müsse. Dafür sprachen sich beispielsweise die Kultusminister aus.* Und auch die aufkommende Omikron-Variante*, wie die Hamburger FDP-Bundestagsabgeordnete Ria Schröder noch einmal betonte, und der zu erwartende und letztendlich eingetretene Anstieg der Zahlen über die Feiertage zum Jahresende, haben daran nichts geändert. Mittlerweile hat sich die Hansestadt sogar zur Omikron-Hochburg entwickelt.

Dennoch muss die Ausbreitung des Corona-Virus natürlich verhindert werden. Hamburg versucht dies mit folgenden Mitteln.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Anzahl Schulen iun Hamburg:411 allgemeinbildende Schulen (ohne Berufsschulen)
Anzahl Schüler in Hamburg:199.371 (Stand 2020)
Schulaufsicht:Schulbehörde, Senator Ties Rabe

Wirrwar bei der Testfrequenz: Erst täglich, dann zwei Coronatests pro Woche in Hamburg – und zwischendurch dreimal

In der aktuellen Woche werden Hamburgs Schüler und Schülerinnen noch drei Mal auf das Coronavirus getestet werden, ab kommenden Montag, 17. Januar 2022, dann zweimal. Nach dem Ende der Weihnachtsferien wurden die Schüler der Hansestadt Hamburg an den ersten drei Tagen vom 5. Januar 2022 an sogar täglich auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet. Gleiches gilt übrigens auch für das Personal der Schulen und bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf die Lehrerschaft, sondern auch auf Mitarbeitende von Fremdfirmen, beispielsweise Caterern oder Reinigungsfachkräfte.. Ob man sich eventuell mit Corona infiziert hat, lässt sich anhand dieser Symptome feststellen.

Eine Mund-und-Nasen-Schutzmaske liegt neben einem Schulbuch auf einem Tisch in einer Schule.
Ab Montag treten verschärfte Corona-Maßnahmen in Kraft, auch die Schüler werden von diesen wieder betroffen sein. Für Hamburg gelten die im Text beschriebenen Regeln. © Philipp von Ditfurth/dpa

Schulen in Hamburg: Mehr als 21.000 Luftfilter sollen gegen das Coronavirus helfen

21.000 mobile Luftfilteranlagen seien in 11.000 Klassenräumen in Hamburg im Einsatz, wie das Hamburger Abendblatt. berichtet. Der Sprecher der Schulbehörde, Peter Albrecht, sagte der Zeitung gegenüber, dass schon diesen Monat weitere Filter zum Einsatz kommen sollen. Diese sind nicht als Ersatz zu vorgeschriebenen Lüftungsabläufen über die Fenster vorgesehen, sondern als Ergänzung zu diesen.

Schulkantine: So funktioniert Essen unter Coronabedingungen

An vielen Schulen wird Mittagessen angeboten, was in dafür eingerichteten Kantinen verteilt und eingenommen wird,. Normalerweise drängeln sich dann in Zugängen, Warteschlangen und an den Plätzen hunderte Schüler. In Zeiten von Corona sind die Schulen in Hamburg dazu angehalten dafür zu sorgen, dass Abstände eingehalten werden und möglichst wenig Schüler gleichzeitig zum Essen zusammen kommen. Eine Einteilung zur Essens-Aufnahme in Gruppen, sogenannten Kohorten, sei empfehlenswert, so die Behörde.

„Wie das an jeder Einzelschule geregelt ist, hängt dann von den gebäudlichen Voraussetzungen dort und der Anzahl der Schüler ab, die ein Mittagessen einnehmen. Beim Essen kann dann natürlich die Maske abgenommen werden.“

Peter Albrecht, Sprecher Schulbehörde Hamburg

Weitere Regeln seien laut Behörde zwingen zu beachten, schreibt das Abendblatt. Dazu gehört die beispielsweis aus Veranstaltungsstätten bekannte Wegeführung nach „Einbahnstraßenprinzip“, Abstand an den verschiedene Stationen (beispielsweise Essens-Ausgabe beziehungsweise Tablettrückgabe) und an den Plätzen – dort durch eine verminderte Zahl von Tischen und Stühlen gewährleistet. Händewaschen oder das Desinfizieren dieser gehört ebenso dazu, wie die Maskenpflicht auf allen Wegen . Für das Essen kann diese abgenommen werden.

Corona im Schulsport in Hamburg: Keine Maskenpflicht, aber Abstandregeln – jedoch nicht für alle

Laut Abendblatt hätten auch viele Eltern Sorge, da die Kinder während des Sportunterrichts keine Maske tragen müssen.. Denn für den Sport in geschlossenen Räumen gilt keine Maskenpflicht, deswegen kann der Mund-Nasen-Schutz dort abgenommen werden. Das gilt auch für Sportarten, schreibt die Zeitung, bei denen der Mindestabstand von 2,5 Meter nicht eingehalten werden kann – beispielsweise bei Mannschaftssportarten. Wird der Sport an beispielsweise festinstallierten Geräten ausgeübt, wie das Turnen, ist der Abstand einzuhalten. Eine Maskenpflicht gilt hier jedoch ebenso wenig.

Corona an Schulen: Nachmittagsbetreuung nach Möglichkeit innerhalb von Kohorten

Auch für die Nachmittagsbetreuung gilt, dass nach Möglichkeit ausschließlich die Schüler einer Kohorte möglichst viele Räume nutzen. Nur bei Fachräumen, beispielsweise an weiterführenden Schulen, sollen in so wenig wie möglichen Fällen Kinder und Jugendliche verschiedener Kohorten beziehungsweise Jahrgangsstufen zusammen kommen.

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Die Abstandsregelung gilt auch hier innerhalb der Kohorten nicht, nur zwischen verschiedenen Kohorten untereinander. Auch in Niedersachsen gelten ab heute neue Regeln, wie kreiszeitung.de zusammengefasst hat.*  *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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