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Hamburg European Open 2022: Niemeier greift an – Hamburgerinnen ausgeschieden

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Von: Steffen Maas

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Im Stadion Am Rothenbaum starten am Samstag die Hamburg European Open 2022. Unter den Teilnehmern sind der Jungstar Carlos Alcaraz und Wimbledon-Überraschung Jule Niemeier.

Update von Dienstag, 19. Juli 2022, 8.40 Uhr: Schade, das war es schon für die Hamburgerinnen! Mit Eva Lys und Tamara Korpatsch sind die beiden Lokalmatadorinnen in der Ersten Runde der Hamburg European Open ausgeschieden. Lys musste sich der Argentinierin Maria Carle in einem Drei-Satz-Match geschlagen geben, während Korpatsch im deutsch-deutschen Duell Andrea Petkovic unterlag.

Jetzt greift dann auch Wimbledon-Überraschung Jule Niemeier ins Turniergeschehen ein: Die 22-Jährige eröffnet am Dienstag, 19. Jul 2022, um 11 Uhr auf dem Center Court den Spieltag gegen die Schweizerin Joanne Zuger. Später ebenfalls auf dem Hauptplatz des Stadions Am Rothenbaum zu sehen: Shootingstar Carlos Alcaraz bestreitet seinen Turnierauftakt in Hamburg gegen den Deutschen Nicola Kuhn.

Hamburg European Open 2022: Nach Absagen und Quali – jetzt wird‘s ernst

Update von Montag, 18. Juli 2022, 8.20 Uhr: Kurz vor Turnierstart gab es zwei weitere verletzungsbedingte Absagen: Die für das Turnier an Nummer 1 gesetzte Amerikanerin Danielle Collins (Weltranglistenplatz: 8) kann nicht wie geplant in Hamburg aufschlagen. Leichter wird es für die Konkurrenz im Damen-Hauptfeld damit aber nicht, denn die Organisatoren der Hamburg European Open haben spontan einen hochklassigen Ersatz gefunden: Die Weltranglistenzweite Anett Kontaveit wird nicht nur Collins‘ Platz am Rothenbaum einnehmen, sondern auch ihre Favoritenrolle.

Auch bei den Männern kam es noch zu unfreiwilligen Verschiebungen. Mit Oscar Otte musste der deutsche Top-Spieler leider kurzfristig absagen – eine Verletzung am Innenmeniskus zwingt ihn jetzt sogar zu einer Knie-OP. Die deutsche Flagge hochhalten wird für ihn der Dauerbrenner Jan-Lennard Struff, der von der Turnierleitung eine Last-Minute-Einladung erhielt.

Tennis: Hamburg European Open 2022: Hamburgerinnen scheitern in Qualifikation – Wimbledon-Überraschung Niemeier am Start

Nachdem die Qualifikation (und erste Spiele der Hauptrunde) nun gelaufen sind, stehen auch die endgültigen Paarungen der ersten Runde fest. Der 32-jährige Struff trifft auf den starken Russen Karen Khachanov, Deutsch-Spanier Nicola Kuhn bekommt es mit Mega-Talent Carlos Alcaraz zu tun.

Bei den Damen schafften es die Hamburgerinnen Noma Noha Akugue und Ella Seidel leider nicht durch die Qualifikation. Die Hansestadt wird jedoch weiterhin vertreten durch Tamara Karpatsch, die in der ersten Runde auf Tennis-Größe Andrea Petkovic trifft, und Eva Lys, die es mit Qualifikantin Maria Lourdes Carle aus Argentinien zu tun bekommt.

Auf Wimbledon-Überraschung Jule Niemeier wartet Qualifikantin Joanne Zuger, Nachwuchshoffnung Nastasja Schunk wird in Runde Eins kein einfacher Einstieg ins Hamburger Turnier gegönnt: Sie trifft auf Aljaksandra Sasnowitsch, die bei den Hamburg European Hamburg an vierter Stelle gesetzt ist.

Tennis: Hamburg European Open 2022 – Termine, Teilnehmer, Tickets

Erstmeldung vom 15. Juli 2022:

Hamburg – Weltklasse-Tennis in Hamburg: Ab dem kommenden Samstag, 16. Juli, wird wieder ordentlich Asche aufgewirbelt, wenn sich auf dem Sandplatz am Rothenbaum die besten Tennisspieler und -spielerinnen der Welt die Bälle um die Ohren schlagen. Denn erstmals seit 1973 sind die Hamburg European Open wieder ein sogenanntes „combined event“ – sowohl die Männer der ATP-Tour als auch die Damen der WTA-Tour schlagen in der nächsten Woche auf den insgesamt fünf Spielplätzen auf und machen das Datum zum Pflichttermin für Tennisfans.

DamenMänner
Name:WTA 250 HamburgATP 500 Hamburg
Preisgeld:251.750 Euro1.770.865 Euro
VorjahressiegerIn:Elena-Gabriela Ruse (ROM)Pablo Carreno Busta (SPA)

Hamburg European Open 2022: Termine, Tickets, Teilnehmer – und wer überträgt?

Gespielt wird vom Samstag, 16. Juli 2022, bis Samstag, 23. Juli (Finale der Damen) und Sonntag, 24. Juli (Finale der Herren) auf den Sandplätzen im Stadion Am Rothenbaum in Harvestehude. Tickets fürs Wochenende oder für einzelne Spieltage gibt es nach wie vor ganz bequem auf der Homepage des Ausrichters.

Tennis: Jule Niemeier (l-r), Eva Lys und Carlos Alcaraz sind bei der ATP-Tour in Hamburg Rothenbaum dabei
Club der jungen Wilden: Megatalent Carlos Alcaraz (r.), Senkrechtstarterin Jule Niemeier (l.) und Lokalmatadorin Eva Lys (m.) schlagen im Stadion Am Rothenbaum auf. © Tom Weller/Kirsty Wigglesworth/Alastair Grant/Daniel Bockwoldt/dpa/Montage

Wer es nicht ins Stadion schafft, der hat Glück: Servus TV überträgt das Turnier ab Montag, 18. Juli im Free TV; die Qualifikationsphase gibt es sogar schon einen Tag zuvor am Sonntag, 17. Juli, online im Livestream. Das Zuschauen lohnt sich so oder so, denn die Teilnehmer kommen sowohl bei den Männern als auch bei den Damen aus den Kategorien Hochkaräter, Shootingstars und Lokalmatadoren.

Carlos Alcaraz: Senkrechtstarter aus Spanien ist Favorit

Der Favorit bei den Männern ist dabei schnell gefunden: Ausnahmetalent und Jungstar Carlos Alcaraz aus Spanien. Der erst 19-Jährige ist mittlerweile die Nummer 6 der Weltrangliste und konnte in 2022 bereits vier große Turniere gewinnen. Jetzt versucht sich Alcaraz zum ersten Mal beim Traditionsturnier in der Hansestadt Hamburg – und will am liebsten Landsmann Rafael Nadal nacheifern.

Carlos Alcaraz spielt bei den French Open 2022.
Carlos Alcaraz ist der absolute Senkrechtstarter der Tennis-Welt – und Top-Favorit auf den Sieg bei den Hamburg European Open. © Ella Ling/Imago

Genau wie Superstar Nadal, der in Hamburg 2008 und 2015 gewann, ist Alcaraz ein absoluter Dämon auf dem staubigen Untergrund. Eine Gewinn-Garantie ist der Sandplatz für den Spanier allerdings nicht: Bei den French Open, dem Grand-Slam-Turnier in Paris, musste sich Alcaraz Ende Mai einem Hamburger geschlagen geben – im Viertelfinale war dort gegen Alexander Zverev Schluss.

Hamburg European Open 2022: Alexander Zverev verletzt – Oscar Otte soll es richten

Sasha Zverev, der Weltranglisten-Zweite aus der Hansestadt, verletzte sich eine Runde später und fällt weiterhin aus. In seiner Abwesenheit wird Oscar Otte die deutsche Hoffnung beim ATP Hamburg sein. Der Kölner spielt 2022 bisher überragendes Tennis und hat sein bestes Profi-Jahr.

Ob es zur Revanche gegen Shootingstar Alcaraz kommt – Otte musste sich dem Spanier kürzlich in Wimbledon geschlagen geben – bleibt offen. Denn mit Andrei Rubljow, Diego Schwartzmann und Vorjahressieger Pablo Carreno Busta ist das Feld in Hamburg hochklassig besetzt. Leider kurzfristig absagen musste mit Jannik Sinner ein weiterer Hochkaräter – er hatte sich im erfolgreichen Wimbledon-Duell gegen Alcaraz am Knöchel verletzt und braucht weiter Erholung.

Shootingstar Jule Niemeier will Schwung von Wimbledon mitnehmen

Bei den Damen werden viele Tennisfans gespannt verfolgen, wie sich Jule Niemeier schlägt. Die 22-Jährige gilt als Shootingstar und große Hoffnung der deutschen Tennisdamen und begeisterte vor wenigen Wochen beim Klassiker in Wimbledon mit einem furiosen Lauf, der sie bis ins Viertelfinale trug.

Tennisspielerin Jule Niemeier bei Wimbledon 2022.
Jule Niemeier begeisterte beim englischen Rasen-Klassiker in Wimbledon mit einem sensationellen Lauf ins Viertelfinale. © Kirsty Wigglesworth/dpa

Auf dem Weg dorthin schlug sie unter anderem die Weltranglisten-Dritte Anett Kontaveit. Viel verspricht sich Tennis-Deutschland auch von der 18-jährigen Nastasja Schunk, die wie Niemeier zur „nächsten Generation“ deutscher Tennisdamen gehört und ebenfalls in Rotherbaum an den Start geht.

Um den Sieg in Hamburg bewerben sich aber wohl vor allem Vorjahressiegerin Elena-Gabriela Ruse sowie die topgesetzten Danielle Collins, Daria Kasatkina und Barbora Krejčíková. Chancen rechnet sich aber sicher auch die deutsche Vorjahresfinalistin und Turnierbotschafterin Andrea Petković aus, die zudem „eine persönliche Verbindung zum Rothenbaum“ hat, wie die 34-Jährige bei einem Pressetermin des Turniers verriet.

Tennis: Hoffnungen aus Hamburg

Und während im Herren-Teilnehmerfeld das Lokalkolorit etwas fehlt, wird das Publikum bei den Damen eine Menge zu jubeln haben – auch, wenn es vielleicht nicht um den Turniersieg geht. Denn mit Tamara Korpatsch, die es über ihre Weltranglistenposition ins Hauptfeld schaffte, und Eva Lys, die mit einer sogenannten Wildcard eine direkte Einladung ergatterte, sind zwei waschechte Hamburgerinnen am Start.

Hamburgerin Eva Lys ballt die Faust.
Hamburgerin und Deutsche Meisterin Eva Lys hatte in letzter Zeit viel Grund zum Jubeln. © Rob Prange/Imago

Eva Lys kann dabei getrost zum Kreis der jungen Wilden gezählt werden, dem auch Niemeier und Schunk angehören: Die 20-jährige Deutsche Meisterin ist in bestechender Form, kämpfte sich noch im April in Stuttgart durch die Qualifikation und setzte dann mit einem Erstrunden-Sieg gegen die Schweizerin Viktorija Golubic (Weltranglistenplatz 58) ein dickes Ausrufezeichen, ehe sie vor wenigen Tagen in Lausanne als Qualifikantin auch die Russin Varvara Gracheva (Weltranglistenplatz 60) schlug.

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„Dieses Turnier und der Club sind mein zweites Zuhause“, unterstrich Lys gegenüber der Turnierleitung beim Erhalt ihrer Hauptfeld-Einladung. „Der Club an der Alster“ stellt mit Korpatsch und Lys also auf jeden Fall zwei Lokalmatadorinnen im Hauptfeld. Zwei andere wollen sich ihren Platz dort noch erkämpfen: Mit Noma Noha Akugue und Ella Seidel starten zwei weitere Vereinsmitglieder und Nachwuchshoffnungen bereits am Samstag in die Qualifikation.

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