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Tausenden Hamburgern Strom und Gas abgestellt – Linke fordert Handeln vom Senat

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Von: Kevin Goonewardena

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In Europa steigen die Energiepreise. Eine große Zahl von Hamburgern war 2021 bereits von der Energieversorgung abgeschnitten. Die Linke stellt nun Forderungen an den Senat.

Hamburg – Seit geraumer Zeit steigen die Energiepreise und lassen die Verbraucher mit Sorge in Richtung Jahresendabrechnung blicken. Viele haben riesige Angst, die gestiegenen Kosten für Strom und Gas nicht mehr zahlen zu können. Doch wie real ist die Gefahr wirklich? Eine Anfrage der Linken-Fraktion innerhalb der Hamburgischen Bürgerschaft hat nun ergeben, wie vielen Hamburger Bürgern in den letzten zwölf Monaten der Strom abgestellt oder der Gashahn zugedreht wurde.

Das Ergebnis: Tausende sind betroffen. Und. Im Vergleich zu 2020 sind die Zahlen sogar gestiegen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millionen (2019)
Erster BürgermeisterPeter Tschentscher (SPD)

Wie die Partei „Die Linke“ auf ihre Anfrage erfuhr, wurde zwischen Oktober 2020 und Ende September 2021 insgesamt 7.508 Hamburger Haushalten der Strom abgestellt. Von der Gasversorgung wurden im gleichen Zeitraum und 146 Haushalte abgeschnitten. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurde in Hamburg 5.952 Mal die Versorgung mit Strom und 129 Mal die mit Gas unterbrochen.

Steigende Strom- und Gaspreise stellen auch Anbieter in Deutschland vor Herausforderungen.
Schluss, aus, vorbei: Mehreren tausend Hamburgern wurde zwischen Oktober 2020 und September 2021 der Strom abgestellt. (Symbolfoto) © Federico Gambarini/dpa

Dennoch könne nicht ohne Weiteres von einer tatsächlichen Häufung von Energiesperren die Rede sein, berichtet „Die Linke“ auf ihrer Website weiter. Der Grund: Da in den Monaten April bis Juni 2020 aufgrund der Corona-Pandemie keinerlei Energiesperren erlassen wurden, muss von einem etwa gleichbleibendem Niveau ausgegangen werden. Das ändert freilich nichts daran, dass Tausende Hamburger die Rechnung bei ihren Versorgern nicht bezahlen konnten und können.

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Steigende Energiepreise: Das fordert „Die Linke“ von Hamburger Senat

Damit Geringverdienende und Bezieher von staatlichen Leistungen in den Zeiten steigender Strom- und Gaspreise entlastet werden, wird die Fraktion der Linken in der Bürgerschaftssitzung am 17. November 2021 vom Hamburger Senat einen Energiezuschlag für eben diese Gruppen fordern. Das Geld dafür soll aus dem Haushalt der Hansestadt kommen. Außerdem fordert die Linke den Hamburger Senat dazu auf, sich auf Bundesebene für die Übernahme der tatsächlichen Strom- und Heizkosten bei der Mindestsicherung einzusetzen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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