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Prozess: SUV-Fahrer rast in Gruppe Klimaaktivisten – Geldstrafe und Lappen weg!

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Von: Kevin Goonewardena

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Weil er mit seinem SUV durch eine Gruppe Klima-Aktivisten gerast ist, muss ein 39-Jähriger jetzt zahlen. Auch seinen Führerschein ist der Mann für längere Zeit los.

Hamburg – Maximilian M. raste mit seinem Land Rover-SUV Anfang des Jahres 2022 durch eine sogenannte Swarming-Aktion der Klimaaktivisten von „Extinction Rebellion“ (XR) in Hamburg-Bergedorf, riss dabei ein Banner mit und verletzte einen Aktivisten. „Wegen gefährlichen Eingreifens in den Straßenverkehr“ wurde der Wentorfer nun zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Das Amtsgericht ordnete außerdem den Einzug des Führerscheins des Mannes an.

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Der muss in den kommenden zwölf Monaten auf seine Fahrerlaubnis verzichten. Unbestätigten Berichten hatte der Mann bereits vorher seinen Führerschein wegen gefährlichen Fahrens abgeben müssen.

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Name:Extinction Rebellion
Ursprung:Vereinigtes Königreich
Gründung:Oktober 2018
Gründer:Roger Hallam, Gail Bradbrook, Tamsin Omond

Extinction Rebellion: SUV-Fahrer rast in Aktivistengruppe – Polizei trifft ihn zuhause an

Nach Beginn der Protestaktion am 8. Januar 2022 auf der B5/Bergedorfer Straße gab der an einer Ampel stehende Mann Gas und drückte auch nicht mehr auf die Bremse, als er durch die Gruppe Aktivisten fuhr.

XR-Aktivisten blockieren die Bergedorfer Straße.
Klimaaktivisten der Gruppe Extinction Rebellion bei einer Swarming-Aktion auf der Bergedorfer Straße. Im Januar 2022 raste bei einem solchen Protest ein SUV-Fahrer in die Menge. Verletzt wurde niemand. Der Fahrer wurde nun verurteilt. (Archivbild) © Andre Lenthe Fotografie / Imago

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Dabei riss er ein Banner mit, den zwei der XR-Aktivisten per Handschlaufe hielten und verletzte einen davon. Beamte der Polizei Hamburg, die bei der angemeldeten Aktion zugegen waren, griffen zuerst nicht sofort ein, trafen den Mann allerdings am darauffolgenden Tag unter seiner Wohnadresse an.

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Extinction Rebellion in Bergedorf: Proteste jeden ersten Sonnabend – Polizeipräsenz erhöht

Die Aktivisten von Extinction Rebellion protestieren jeden ersten Samstag im Monat für jeweils fünf Minuten in Bergedorf. Die Protestaktionen sind angemeldet. Seit dem Vorfall im Januar 2022 hat die Polizei ihre Präsenz nicht nur erhöht, sondern tritt auch sichtbarer in Erscheinung.

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