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Supermärkte, Polizei, HVV: Hier drohen durch Omikron Einschränkungen in Hamburg

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Omikron fegt immer noch über Hamburg hinweg – die Corona-Zahlen steigen weiter. Drohen Ausfälle und Einschränkungen der kritischen Infrastruktur in der Stadt?

Hamburg – Die Omikron-Welle trifft die Hansestadt derzeit härter als alle anderen Varianten zuvor. Die Inzidenz liegt mittlerweile über 2000, täglich kommen mehrere Tausend Neuinfektionen hinzu. Dabei macht die hochansteckende Variante des Coronavirus, die laut Studien vermehrt milde Krankheitsverläufe auslöst, nicht vor Mitarbeitern der kritischen Infrastruktur in Hamburg Halt. Polizei, Supermärkte, Feuerwehr, Stadtreinigung, der HVV und viele weitere Branchen kämpfen derzeit mit coronabedingten Ausfällen. Führt Omikron bald sogar zu kritischen Einschränkungen im Alltag?

Stadt:Hamburg
Corona-Neuinfektionen (27. Januar):7814
Inzidenz (27. Januar):2124,7
Hospitalisierungsrate (27. Januar):6,96

Der HVV kämpft mit erhöhtem Krankenstand: Ab kritischer Marke droht Ersatzfahrplan

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) bringt täglich tausende Menschen mit Bussen und Bahnen von A nach B. Die Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr bleiben jedoch nicht vom Coronavirus verschont. Derzeit liegt der Krankenstand beim HVV etwa 2 Prozent über dem Durchschnitt, 24hamburg.de berichtete.

Aktuell könne zwar noch der reguläre Fahrplan eingehalten werden, sagte ein Sprecher des HVV. Doch steige der Krankenstand um wenige Prozentpunkte auf 15 bis 16 Prozent, werde ein Ersatzfahrplan nötig, so der HVV. Dieser werde in etwa so aussehen, wie der Ferienfahrplan in Hamburg – heißt: Der Fahrplan müsste etwas ausgedünnt werden.

Der Blick auf die Skyline von Hamburg, dazu ein Hamburger Polizeiauto, ein leeres Supermarkt-Regal und eine steigende Corona-Infektionskurve.
Polizei, HVV, Supermärkte: Legt Omikron Hamburgs Infrastruktur lahm? (24hamburg.de-Montage) © Hanno Bode/imago

Ähnlich, wenn auch etwas dramatischer, sieht es bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) aus. Derzeit könne der Fahrplan laut Hamburger Morgenpost gerade noch aufrechterhalten werden. „Sollte es zu deutlich höheren Krankenständen kommen, ist eine Anpassung des Angebotes eine Option“, sagte VHH-Sprecherin Christina Sluga der Mopo.

Feuerwehr und Polizei in Hamburg: Schutz trotz Omikron-Welle gesichert

Natürlich macht Omikron auch vor der Feuerwehr Hamburg und der Hamburger Polizei keinen Halt. Derzeit sind in Hamburg laut Mopo 250 Mitarbeiter der Polizei an Corona erkrankt. Das mache einen Anteil von etwa 2 Prozent der Beschäftigten aus. Laut Sprecher Florian Abbenseth schwanke die Zahl der Quarantäne-Fälle zwar täglich, allerdings sei derzeit eher eine Seitwärtsbewegung zu erkennen, kein Aufwärtstrend. Ein Notfallplan würde den Schutz der Bevölkerung jedoch auch bei steigenden Fallzahlen sichern, so die Mopo.

Bei der Feuerwehr sieht es ähnlich aus. Derzeit seien 115 Feuerwehrleute aufgrund von Corona in Quarantäne, teilte Feuerwehrsprecher Jan-Ole Unger der Mopo mit. Derzeit bereite sich die Feuerwehr auf weiter steigende Corona-Zahlen vor und prüfe einen Notfallplan. Mit einem Anteil von nicht einmal zwei Prozent der Beschäftigten fällt der Ausfall jedoch auch bei der Feuerwehr noch sehr moderat aus – die Fallzahlen sind laut Mopo seit etwa einer Woche konstant.

Corona bei der Stadtreinigung Hamburg: Holt bald keiner mehr unseren Müll ab?

Zur kritischen Infrastruktur zählt auch die Stadtreinigung Hamburg. Sie holt nicht nur unseren Müll ab, sondern ist auch für Sperrmüll, Straßensauberkeit und Winterdienst verantwortlich. Derzeit ist Corona laut Mopo gerade einmal für 3,6 Prozent der Ausfälle bei der Stadtreinigung verantwortlich. Trotzdem könne es bei steigenden Krankenzahlen zu Einschränkungen kommen, so ein Sprecher.

Im Falle eines erhöhten Personalausfalles würde die Straßenreinigung sowie die Sperrmüllabfuhr heruntergefahren, so die Mopo. Die Müllabfuhr für Rest-, Bio- und Klinikmüll, wie auch die Arbeiten des Winterdienstes würden demnach bevorzugt bedient werden.

Supermarkt und Lieferketten: Ist unsere Grundversorgung trotz Omikron-Welle gesichert?

Fast jeder dürfte sich noch an die Bilder aus den Supermärkten während der ersten Corona-Welle Anfang 2020 erinnern. Leere Regal so weit das Auge reicht. Das hatte damals jedoch wenig mit Lieferengpässen oder Personalausfällen zu tun, sondern viel mehr mit panischen Hamsterkäufen der Menschen. Droht uns ein solches Bild in Anbetracht der durch Omikron explodierenden Zahlen erneut?

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Wie fr.de berichtet, könne Omikron laut Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) zu einem Lieferengpass in Supermärkten wie ALDI, Lidl und Co. führen*. Laut Dirk Engelhardt, BGL-Präsident, handele es sich dabei zwar um ein „kurz­fristiges, aber sehr ernstes Problem“. Das sagte Engelhardt der Bild am Sonntag. Lieferengpässe seien laut des Berichts inzwischen Alltag in Deutschland. Hamsterkäufe sind dennoch nicht nötig, laut BGL gibt es auch für Lieferketten und Supermärkte einen Notfallplan. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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