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Sturm in Hamburg aktuell: Wetterexperte warnt – „es ist noch nicht vorbei“

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Von: Sebastian Peters, Jan Knötzsch, Natalie-Margaux Rahimi, Elias Bartl

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Nichts mit Ruhe nach dem Sturm: Erst Ylenia, dann Zeynep und nun kündigt sich Antonia an. Wetterexperte warnt weiter. Alle Infos im Liveticker.

Hamburg – Nach Ylenia ist in Hamburg keine Ruhe in Sicht. Seit Mittwoch musste die Feuerwehr Hamburg zu über 1000 sturmbedingten Einsätzen ausrücken. Große Entspannung ist in der Elbmetropole aber noch lange nicht angesagt. Denn mit „Zeynep“ sorgt schon der nächste Sturm in Hamburg für Chaos. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die zweithöchste Warnstufe für Hamburg ausgerufen. Experten fürchten, dass Sturm „Zeynep“ Hamburg noch schlimmer treffen könnte als Ylenia. Alle Infos zum Orkan, Einsätzen und Sturmschäden in Hamburg finden Sie hier im Liveticker.

Amtliche Warnung vom DWDFr, 18. Feb, 12:00 – 15:00 UhrWindböen bis 75 km/h
Amtliche Unwetterwarnung vom DWDFr, 18. Feb, 15:00 – Sa, 19. Feb 06:00 UhrOrkanböen bis zu 120 km/h

Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt: „Sturmtief Antonia steht schon bereit“

23:38 Uhr: Der Sturm-Ticker endet an dieser Stelle für den Samstag. Schwerere Unfälle oder Verkehrsbehinderungen, gar der Tod von Menschen sind in Zusammenhang mit Sturm „Zeynep“ glücklicherweise nicht zu vermelden. Dafür warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits vor der nächsten Gefahr in Form des Sturmtiefs „Antonia“*. Ab Sonntag, 20. Februar, sei mit reichlich Regen, Unwetter im Allgemeinen sowie mit Schneefall im Harz zu rechnen.

12:24 Uhr: Derzeit ist es etwas ruhiger in der Stadt. Doch neben Regen und Hagel sind auch Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 80 km/h weiter möglich. Davor warnt auch der Deutsche Wetterdienst noch bis 17:00 Uhr. Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net sagte gegenüber der Bildzeitung: „Sonntag auf Montag wieder heftige Orkanböen an der Nordsee, sonst im ganzen Westen schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich, in den Hochlagen der westdeutschen Mittelgebirge wieder Orkanböen bis 120 km/h. Es ist also noch nicht vorbei“.

Außerdem stehe Sturmtief Antonio bereits in den Startlöchern. Vor allem im Nordwesten wird Antonio laut aktuellen Prognosen viel Regen und Wind bescheren. Allerdings soll es bei Weitem nicht so schlimm werden, wie bei Zeynep.

Live-Ticker zu Sturm Zeynep in Hamburg: Das große Aufräumen beginnt – Stadtreinigung im Einsatz

11:05 Uhr: Inzwischen sind in Hamburg die Aufräumarbeiten nach Sturm Zeynep gestartet. Die Stadtreinigung ist im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Gebiet rund um den Hafen. Nach der Sturmflut ist die Stadtreinigung mit Radladern, großen und kleinen Kehrmaschinen, sowie mit Schaufeln und Besen im Einsatz und entfernt Schmutz und Dreck, der durch die Sturmflut an Land getragen wurde.

Feuerwehr Hamburg rückt zu 654 sturmbedingten Einsätzen aus – ÖPNV normalisiert sich

9:25 Uhr: Der HVV meldet eine weitere Normalisierung des Betriebs. Die U3 kann inzwischen wieder auf ganzer Linie fahren. „Es geht voran!“, twitterte die Hochbahn dazu.

9:03 Uhr: Langsam normalisiert sich der Öffentliche Nahverkehr in Hamburg wieder. Im HVV fährt die U2 wieder weitgehend normal. Weil zwischen Horner Rennbahn und Billstedt noch ein Baum auf den Gleisen liegt, ist der Betrieb lediglich auf diesem Abschnitt noch unterbrochen. Die U4 pendelt nun zwischen Elbbrücken und Jungfernstieg. Die U1 fährt weiterhin nur zwischen Stephansplatz und Wandsbek Markt. Grund: Die Räumung der oberirdischen Strecke dauert an. Ein Ersatzverkehr für die Strecke Volksdorf und Ohlstedt sowie Volksdorf und Großhansdorf wird vorbereitet.

8:52 Uhr: Die Hamburger Feuerwehr musste in Folge von Sturm Zeynep bis Samstag, 6:00 Uhr zu 654 sturmbedingten Einsätzen ausrücken, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Bei den meisten davon handelte es sich um umgestürzte Bäume oder umgestürzte Zäune, Fahnenmasten und Werbeplakate.

U- und S-Bahn-Verkehr in Hamburg nach Sturm Zeynep weiter stark eingeschränkt

7:32 Uhr: Auch die S-Bahnen in Hamburg fahren weiter nicht wie gewohnt. Die S1 fährt wegen Sturm Zeynep nur zwischen Altona und Airport. Die S21 verkehrt zwischen Elbgaustraße und Bergedorf. Außerdem befahren die S3 und die S31 die Strecken Pinneberg/Harburg Rathaus und Altona/Berliner Tor.

7:30 Uhr: Der U-Bahn-Verkehr in Hamburg ist auch am frühen Samstagmorgen weiterhin eingeschränkt. So fährt die U1 nur zwischen Stephansplatz und Wandsbek Markt, die U2 nur zwischen Christuskirche und Berliner Tor beziehungsweise Niendorf Nord und Niendorf Markt. Die U4 fährt zwischen HafenCity Universität und Jungfernstieg. Der Betrieb der U3 ist weiterhin eingestellt.

Derzeit könne durch Sturmschäden auf der Strecke kein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten werden, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Deichverteidigung einberufen – Sturmflut bedroht Hamburg – Mehrere Menschen im Wasser eingeschlossen

05:07 Uhr: Zwei Personen sind in der Speicherstadt mitten in den Fluten in einem Auto eingeschlossen. Erst nach mehr als 30 Minuten gelingt es den Rettern, die Insassen mit einem Schlauchboot zu retten. Beide kommen mit einer Unterkühlung in die Klinik.

Nicht nur in der Speicherstadt, sondern auch am Sandtorkai in der Hafencity wurde ein Mann von den Wassermassen in seinem Auto überrascht. Nur mit viel Mühe konnte er sich aus seinem Auto befreien. Er muss wegen einer Unterkühlung in einem Krankenhaus behandelt werden.

Das Auto treibt mitten durch die Hafencity.
Das Auto treibt mitten durch die Hafencity. © Elias Bartl

05:04 Uhr: Die Hafencity und der Fischmarkt stehen mittlerweile komplett unter Wasser. Flutschutztore bleiben weiterhin geschlossen. Auf den Hamburger Deichen patrouilliert die Deichwacht in engmaschigen Abständen.

04:20 Uhr: Der Hamburger Westen wird von einer Hagelfront getroffen. Die Straßen sind rutschig.

03:45 Uhr: An der Großen Elbstraße steht ein Auto bis zu Hälfte im Wasser. Die Feuerwehr muss eingreifen und den Wagen aus dem Wasser ziehen.

01:30 Uhr: Eine massive Sturmflut bewegt sich auf Hamburg zu. Die Polizei ist bereits in der Hafencity im Einsatz, um Anwohner zu warnen und Autos aus den betroffenen Gebieten abzuschleppen. Der Wasserpegel soll gegen 05:30 Uhr am Samstagmorgen mit einem Pegelstand von 5,60 Metern über dem mittleren Hochwasser (MHW) am Pegel St. Pauli erreichen. Zuletzt wurde die Hafencity 2013 überschwemmt.
Anwohner sollen weitere Rundfunkmeldungen beachten!

Maßnahmen bei Sturmflutstufe 2.

- Teile des Hafens werden gesperrt.
- Polizei sperrt weitere Straßen und lenkt den Verkehr
- Mehr als 300 Deichverteidigungskräfte stehen in Bereitschaft
- Rundfunkmeldungen und Videotext nun auch Untertitelungen im laufenden Programm
- Weiteres Schließen von Sielen, Schöpfwerken, Schiebetoren, Drehtoren
- Weitere telefonische Einzelwarnungen im Hafen

Die Polizei sperrt die Zufahrten zur Hafencity.
Die Polizei sperrt die Zufahrten zur Hafencity. © Elias Bartl

23:30 Uhr: In Hamburg-EIlbek ist die Fassade eines mehrgeschossigen Wohnhauses eingestürzt, der Dachstuhl ist stark beschädigt.

23:05 Uhr: Die S-Bahn Hamburg teilt über Twitter mit, dass nur noch folgende Streckenabschnitte befahren werden: Die S1 verkehrt zwischen Altona und Flughafen, die S21 zwischen Elbgaustraße und Bergedorf, die S3 zwischen Pinneberg und Harburg-Rathaus, die S31 zwischen Altona und Berliner Tor. Einen S-Bahn-Ersatzverkehr gibt‘s nur zwischen Neugraben und Stade.

22:55 Uhr: Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich zur Lage in Hamburg wegen des Orkans „Zeynep“ zu Wort gemeldet: „Orkan Zeynep rollt an. Die Hochbahn muss den Betrieb auf vielen Strecken einstellen. Also heute Abend zu Hause bleiben, die Blumen vom Balkon nehmen & Warnungen der Polizei Hamburg beachten“, twitterte Tschentscher.

22:52 Uhr: Sowohl zwischen Wedel und Blankenese auf der Linie S1 als auch auf der Linie der S3 zwischen Harburg-Rathaus und Neugraben gibt es Sperrungen wegen umgestürzter Bäume. Dies hat die S-Bahn Hamburg via Twitter mitgeteilt.

In Blankensese stürzte ein Baum auf die Bahngleise.
In Blankensese stürzte ein Baum auf die Bahngleise. © Blaulicht-News.de

22:40 Uhr: Auch die Hadag Fähren stellen den Verkehr einiger Fährlinien ein. Aufgrund der Wetterlage entfällt die Linie 72, die Linie 62 fährt nur noch in unregelmäßigen Abständen.

22:36 Uhr: Auch auf dem Hamburger Flughafen spitzt sich die Lage durch den Orkan „Zeynep“ zu: Seit 20:30 Uhr starten von Fuhlsbüttel aus keine Flüge mehr. Diverse Flüge konnten bereits vorher nicht landen. Ob sie in Hamburg landen wollen, entscheiden laut einer Sprecherin des Flughafens die Airlines selbst. Generell geschlossen sei der Flughafen Hamburg nicht.

22:00 Uhr: Der HVV hat den oberirdischen Verkehr seiner U-Bahnen gestoppt. Die U3 fährt derzeit gar nicht. Die U1 nur noch zwischen Stephansplatz und Wandsbek Markt, die U2 zwischen Christurkirche und Berliner Tor sowie Niendorf-Nord und Niendorf-Markt. Die U4 verkehrt zwischen Universität Hafencity und Jungfernstieg. Wie die Hochbahn mitteilt, gibt es folgenden Ersatzverkehr: Auf der U2/U4 ab Berliner Tor bis Billstedt, auf der U1-West ab Kellinghusenstraße über Ohlsdorf bis Langenhorn Markt und auf der U3/U1 Ost ab Barmbek über Wandsbek-Gartenstadt bis Volksdorf. Fahrgäste ab Wandsbek-Gartenstadt können Richtung Walddörfer können auch die Linie 8 nutzen oder ab Barmbek die Linie 23. Mit einer Wiederaufnahme des regulären Betriebs sei laut Hochbahn nicht vor Samstag, 7:00 Uhr zu rechnen.

Der umgestürzte Baum wird zersägt.
Der umgestürzte Baum wird zersägt. © Elias Bartl

21:53 Uhr: Zwei umgestürzte Bäume in der Straße Aue Deich und Finkenwerder Landscheideweg rufen die Feuerwehr aus Finkenwerder auf den Plan.

21:42 Uhr: Im Stadtteil Wilhelmsburg, der bei der Sturmflut 1962 der am stärksten betroffene Hamburger Stadtteil war, wirkt die Polizei derzeit Fake-News entgegen. Dort, um Hamburger Süden, macht die Nachricht die Runde, dass Deiche zu brechen drohen. Dem ist jedoch nicht so, wie die Beamten vor Ort gegenüber 24hamburg.de noch einmal bestätigt haben. Um den Gerüchten entgegen zu wirken und eine Panik – vor allem bei älteren Menschen – zu vermeiden, macht die Polizei dort inzwischen Lautsprecher-Durchsagen, in denen sie aufklärt.

21:03 Uhr: Gegen das, was noch auf Hamburg zukommen könnte, sind das, was „Zeynep“ bis jetzt veranstaltet hat, offenbar nur Vorboten. Für den Samstagmorgen rechnen die Experten mit einer schweren Sturmflut. So warnt unter anderem der Hamburger Sturmflutwarndienst (WSDI) für den Fischmarkt mit einem Höhepunkt um 6:12 Uhr. Dann soll der Pegel 2,75 bis 3,25 Meter über dem milleren Hochwasserpegel liegen.

21:00 Uhr: Der Sturm nimmt deutlich an Fahrt auf. Zwischen 17:00 und 21:00 Uhr hatte die Feuerwehr bereits 103 Sturmbedingte Einsätze abzuarbeiten.

Ein Feuerwehrmann sichert den umgeknickten Stromkasten ab.
Ein Feuerwehrmann sichert den umgeknickten Stromkasten ab. © Elias Bartl

20:41 Uhr: Im Vogelhüttendeich drohen sich Dachteile eines Mehrfamilienhauses zu lösen. Die Freiwillige Feuerwehr fordert eine Drehleiter zur Unterstützung an.

20:30 Uhr: Durch den zunehmenden Wind knicken auch immer mehr Stromkästen um. In St. Georg rückt die Freiwillige Feuerwehr an und sichert den Stromkasten ab.

20:20 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet: Am Flughafen Hamburg in Fuhsbüttel wurden bereits Böen mit der Windstärke 8 gemessen. Zum Vergleich: Auf den beiden Inseln Helgoland und Sylt herrscht Windstärke 9. Für die Nacht erwartet der DWD zumindest an der Küste Windstärke 12 mit bis zu 160 km/ Windgeschwindigkeit.

Ein umgefallener Baum liegt auf dem Bahrenfelder Steindamm.
Ein durch den Sturm entwurzelter Baum ist auf den Bahrenfelder Steindamm gefallen – direkt zwischen zwei Autos. © Marcus Brandt/dpa

20:00 Uhr: Der regionale Metronom-Zugverkehr zwischen Hamburg und Bremen, Hannover und Hamburg sowie Göttingen-Hannover ist eingestellt worden. Wie die Metronom Eisenbahngesellschaft mitteilte, werde der Zugverkehr frühstens ab Samstagnachmittag gegen 15:00 Uhr wieder aufgenommen. Ob und welche Strecken am Samstag wieder befahrbar sind, werde sich im Laufe des Tages entscheiden.

18:31 Uhr: Das war knapp! Ein massiver Baum kann dem Wind bereits gegen 17 Uhr nicht mehr standhalten. Er stürzt zwischen zwei fahrenden Autos direkt auf den Bahrenfelder Steindamm. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren längere Zeit vor Ort und zerkleinerten den Baum. Ein Kind, das auf einem Fahrrad unterwegs war, wurde dabei leicht verletzt. Der Bahrenfelder Steindamm ist auf Höhe der Stresemannstraße gesperrt.

18:02 Uhr: Auch die ehrenamtlichen Retter der Freiwilligen Feuerwehr Pöseldorf mussten bereits ausrücken. Ein mobiler Flutschutzdeich mussten von den Feuerwehrmännern und Frauen am Brooktorkai in der Hafencity gefüllt werden. Dieser „Deich“ wurde mit Wasser gefüllt und soll Bürogebäude vor den möglichen Fluten schützen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bauen den mobilen Flutschutzdeich in der Hafencity auf.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bauen den mobilen Flutschutzdeich in der Hafencity auf. © Elias Bartl

17:58 Uhr: Die Feuerwehr Hamburg rückt bereits den ganzen Tag vereinzelt zu unwetterbedingten Einsätzen aus. Inzwischen häufen sich die Unwettereinsätze. Gegen 14 Uhr müssen Einsatzkräfte zur Großmannstraße im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort-Veddel ausrücken. Ein Baum drohte auf das dortige Logistikzentrum der Feuerwehr zu stürzen. Mit einem Feuerwehrkran wurde der Baum gesichert und in kleinen Teilen zerkleinert.

Erste Vorboten von Sturm „Zeynep“: Regen sorgt für Unterspülung auf Autobahn A7

17:50 Uhr: Einsatz für die Feuerwehr auf der Autobahn A7. Dort ist ein Fahrstreifen durch heftigen Regen zum Teil derartig stark unterspült, dass die Feuerwehr Hamburg das Wasser abpumpen muss.

17:40 Uhr: Wie die Hochbahn mitteilt, fahren die U-Bahnen in Hamburg aufgrund des Sturms auf Streckenabschnitten, die oberirdisch sind, inzwischen mit reduzierter Geschwindigkeit. Daher komme es zu Verspätungen und Abweichungen vom Fahrplan, so die Hochbahn.

16:00 Uhr: Noch ist es in und um Hamburg vergleichsweise ruhig, was den nächsten großen Sturm angeht, doch eines ist schon jetzt sicher: „Planten un Blomen“, Hamburgs grüne Oase inmitten der Stadt, bleibt vorerst geschlossen – wegen des zu erwartenden Orkans „Zeynep“ und weil die Sturmschäden begutachtet werden müssen, die „Ylenia“ hinterlassen hat. Wie das Bezirksamt Mitte mitteilt, kann der Park frühestens am Samstag, 19. Februar 2022, wieder geöffnet werden.

14:55 Uhr: Wie die S-Bahn-Hamburg via Twitter mitteilt, wird der Verkehr zwischen Neugraben und Stade ab 15:00 Uhr eingestellt. „Die S31 fährt abweichend Altona <> Harburg-Rathaus“, so die Mitteilung weiter.

Ein DB-Mitarbeiter vor einer Hochbahn mit Absperrbändern in Hamburg
Sturm „Zeynep“ in Hamburg: Der HVV und die DB stellen den Betrieb vieler wichtiger Bahnlinien ein. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage) © Matthias Balk/dpa/Jürgen Ritter/Dirk Sattler/imago

14:22 Uhr: Aufgrund von Sturm Zeynep wird auch die Nordbahn ihren Betrieb ab 15:00 Uhr einstellen. Derzeit befindet sich die Einrichtung eines Ersatzverkehrs im Aufbau. Das Netz der AKN ist von der Sperrung nicht betroffen.

13:41 Uhr: Die Deutsche Bahn stellt nun auch den Fernverkehr in Norddeutschland schrittweise ein. Später werden nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin keine Züge mehr fahren.

13:35 Uhr: Zwischenzeitlich kam es bei den U-Bahn-Linien U2 und U4 zu Sperrungen. Bäume drohten zwischen Jungfernstieg und Billstedt und Berliner Tor und Horner Rennbahn auf die Gleise zu stürzen. Gegen 13:30 Uhr konnten beide Strecken jedoch wieder freigegeben werden.

12:00 Uhr: Auch der Metronom kündigte nun an, seinen Betrieb auf den Strecken Hamburg - Bremen, Hannover - Uelzen - Hamburg sowie Göttingen - Hannover ab Mittag schrittweise einzustellen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet.

Wegen Sturm „Zeynep“: Deutsche Bahn kündigt an, Betrieb in Hamburg nach und nach einzustellen

11:33 Uhr: Auch die Deutsche Bahn kündigt an, den Betrieb in Hamburg nach und nach einzustellen. Reisen sollen, wenn möglich, auf einen früheren Zeitpunkt vorverlegt werden, damit sie vor dem Nachmittag erfolgen. Tickets können bis zum 27. Februar flexibel genutzt oder kostenfrei storniert werden. Die S-Bahn Hamburg wird vorerst weiterfahren.

Der überflutete Fischmarkt in Hamburg nach einem Sturm und ein umgestürzter Baum.
Nach Ylenia ist vor Zeynep: Nächster Orkan in Hamburg könnte „richtiger Zerstörer“ sein. (24hamburg.de-Montage) © Sebastian Peters

11:16 Uhr: Der HVV reagiert auf den bevorstehenden Sturm und kündigt an, den Betrieb auf der U-Bahn-Linie U1 ab 15:00 Uhr ab der Haltestelle Volksdorf einzustellen. Die Strecke nach Ohlsdorf und Großhansdorf werde per Ersatzverkehr weiter befahren, so das Unternehmen. Weiter kündigte der HVV an, dass voraussichtlich ab Nachmittag sämtliche U-Bahnen im oberirdischen Bereich mit verlangsamter Geschwindigkeit unterwegs sein werden, so die Hochbahn auf Twitter.

Sturm Zeynep steuert auf Hamburg zu: Orkan könnte „richtiger Zerstörer werden“

Ylenia war heftig. Tausende sturmbedingte Einsätze für die Feuerwehren in Hamburg und dem Rest von Deutschland. In Hamburg kam es auf der Elbe zu dramatischen Bildern. Die Frontscheibe einer Elbfähre hielt dem Druck der Wellen nicht stand und zerbrach während der Fahrt. Die Fähre konnte dennoch zum Anleger in Teufelsbrück fahren und die Fahrgäste von Bord gehen. Wie durch ein Wunder wurden nur drei Fahrgäste leicht verletzt.

Im Laufe des Donnerstages hatte Ylenia dann immer weiter an Fahrt verloren. Die kleine Verschnaufpause können Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr nutzen, um sich auf den nächsten Sturm vorzubereiten. Denn mit Zeynep macht sich schon der nächste Orkan über Hamburg breit. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für den Zeitraum von Freitag, 18. Februar, 15:00 Uhr, bis Samstag, 19. Februar, 6:00 Uhr herausgegeben.

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Es gilt die zweithöchste Warnstufe. Hamburgerinnen und Hamburger müssen sich demnach auf Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einstellen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt bei wetter.net vor einem Orkan, der zu einem „richtigen Zerstörer“ werden könnte. Auch eine Sturmflut wird in Hamburg erneut erwartet.

Im Nordseeumfeld droht Zeynep noch heftiger zu werden. Der DWD hat die höchste Warnstufe ausgerufen und warnt vor extremem Unwetter. Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis 160 Kilometer pro Stunde sind möglich. Alle Infos zu Schäden, Einsätzen und aktuellen Entwicklungen, finden Sie in unserem Sturm-Ticker für Schleswig-Holstein. In der Nacht zu Samstag ist auch mit Gewittern zu rechnen. Dazu bleibt es regnerisch, mit teils kräftigen Schauern. In der Nacht sind auch Schneeregen und Graupelschauer möglich.

Orkan Zeynep in Hamburg: Fern- und Flugverkehr beeinträchtigt – Sportstätten bis Dienstag dicht

Aufgrund des sich ankündigenden Orkan Zeynep wurde die für Freitagabend beginnende Sperrung der Autobahn A7 in Hamburg verschoben. Und die Sportstätten in Hamburg bleiben aufgrund des Sturms voraussichtlich bis Dienstag, 22. Februar 2022, geschlossen. Der Hamburger Fußballverband hat im Zuge dessen alle Amateurfußballspiele bis Sonntag, 20. Februar 2022, abgesagt.

Ein Schulausfall oder Schulschließungen wurden in Hamburg jedoch nicht beschlossen. Die Schulbehörde teilt in einem Informationsschreiben an Eltern mit: „Die Eltern/Sorgeberechtigten entscheiden in einer solchen Situation selbst, das eigene Kind vom Schulbesuch abzumelden, wenn sie eine akute individuelle Gefährdungslage für den Schulweg oder den Schulbesuch sehen“.

„Das könnte ein richtiger Zerstörer werden“

DIplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net

Auch beim Bahnverkehr kommt es weiterhin zu Beeinträchtigungen, wie die Deutsche Bahn auf Twitter mitteilte: „Der Bahnverkehr ist voraussichtlich bis 19.2. bundesweit beeinträchtigt“, heißt es in der Meldung. Reisende werden gebeten, vor Fahrtantritt zu überprüfen, ob die geplante Fahrt stattfindet.

Auch beim Flugverkehr kann es laut Hamburg Airport weiter zu Verspätungen und Streichungen kommen. Passagiere werden gebeten, sich selbstständig zu informieren, ob ihr Flug stattfinden kann. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net geht davon aus, dass der Fernverkehr in der Nacht erneut zum Erliegen kommt. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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