1. 24hamburg
  2. Hamburg

Studie zu Staus in Hamburg: Autos stehen so lang wie bis zum Südpol

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

Das Hamburgs Straßen als stauanfällig gelten, ist nichts neues. Nun wuchs die Staulänge um etwa die Distanz Hamburg nach New York. Die genauen Zahlen im Überblick.

Hamburg –„Wir fahr‘n, fahr‘n fahr‘n auf der Autobahn“ sangen die Düsseldorfer Elektronikpioniere Kraftwerk 1974. Oder doch ihre Mensch-Maschinen? So oder so: 2021 war für die Hamburger eine Fahrt auf der Autobahn wieder weniger möglich als noch ein Jahr zuvor. Während im ersten Jahr der Corona-Pandemie die Staus noch abnahmen, da (wie etwa auch im ÖPNV des Hamburger Verkehrsverbund), kaum Leute draußen unterwegs waren, etwa auf dem Weg zur Arbeit, bildeten die Autofahrer und Autofahrerinnen mit ihren Fahrzeugen wieder längere Staus –

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Blechschlangen auf Hamburgs Straßen um rund ein Viertel gewachsen und immerhin noch fünf Prozent im Vergleich zu 2019. Dabei besagte kürzlich erst eine Studie, dass Hamburg in puncto Stau besser als sein Ruf sei. Was denn nun?

Name:Allgemeiner Automobil-Club Deutschland e.V.
Gründung:24. Mai 1903 in Stuttgart
Sitz:München
Mitglieder:21.178.729 MIllionen Mitglieder (2020)

Staulänge in Hamburg: ADAC-Studie zieht Bilanz – insgesamt würde die Blechlawine bis zum Südpol reichen

Wie der ADAC in einer Studie mitteilt, betrug die Gesamtlänge der Staus auf den Hamburger Autobahnen in etwa so viel, wie die Strecke ,die man bis zum Südpol zurück liegen muss. Würde man das tun, stünde man am Ziel bei rund 29.000 Kilometer. Die Gesamtlänge der Hamburger Staus in 2021 war so gar etwas größer. Mit 31.856 Kilometern ist die Blechlawine auf den Autobahnen von Hamburg im Vergleich zum Vorjahr um 6065 Kilometer länger geworden, belegt die ADAC-Studie

Und auch unter den Top Ten stauanfälligsten Straßenabschnitten Deutschlands taucht die Hansestadt gleich mehrfach auf.

Auf der Autobahn A1 hat sich ein Stau gebildet. Oben links eingeklinkt im weißen Kreis: Ein Autofahrer, der sich am Steuer aufregt.
Sperrungen, Staus und Verkehrs-Chaos gehören in Hamburg zum Alltag. Nun gab der ADAC bekannt, dass 2021 die Gesamtlänge der Staus in der Hansestadt im Vergleich zu 2020 um rund 6000 Kilometer gewachsen ist. (24hamburg.de-Montage) © Rüdiger Wölk/imago

Ob sich das in 2022 ändern wird, ist fraglich. So kam beispielsweise 2022 eine neue Baustelle auf der A1 bei Hamburg hinzu. Innerorts müssen Autofahrer, auch wenn diese Staus nicht in die ADAC-Statistik einfließen, dieses Jahr viel Geduld aufbringen. So wird es auf der viel befahrene Stresemannstraße rund ein halbes Jahr ein Stau-Chaos geben sein, gleiches gilt für die Elbchaussee, wo Einschränkungen drohen, und andere Straßen in der Stadt. Zudem ist der Elbtunnel immer für eine Voll- oder Teilsperrung, Unfälle und andere Gründe, die zu Staus und Störungen führen gut.

Aber auch die Folgetunnel, wie beispielsweise der A7 Tunnel in Stellingen, stehen dem Elbtunnel in dieser Hinsicht kaum in etwas nach.

Im Norden steigt die Staulänge an – ADAC-Studie offenbart: Hamburgs längster Stau auf der A1

Auch in den anderen norddeutschen Bundesländern wuchsen in 2021 die Blechlawinen wieder an. Wenn auch in anderen Dimensionen. So stieg die Länge der Staus in Mecklenburg-Vorpommern um 198 Kilometer, in Niedersachsen kamen 738 Kilometer oben drauf und in Schleswig-Holstein gar 4658 Kilometer. Die Gründe für die Anstiege werden in der ADAC-Studie jedoch nicht genannt. Eine erfreuliche Entwicklung gab es 2021 aus Bremen zu vermelden: Dort sank die Staulänge um 1809 Kilometer.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Der längste Stau des Jahres 2021 im Norden wurde im Juli gemessen. Am Samstag, 24. Juli, benötigten Autofahrer auf der Autobahn A1 zwischen dem Horster Dreieck und Ahrensburg am meisten Geduld – die Verkehrsteilnehmer standen auf 31 Kilometern Stoßstange an Stoßstange. Platz zwei belegt ein Stau auf der Autobahn A7. Am 31. Juli – ebenfalls ein Samstag – gab es dort zwischen Walsrode und Bispingen eine 29 Kilometer lange Autoschlange. Auch der drittlängste Stau war auf der A7: Am Freitag, 16. Juli, stauten sich die Autos zwischen Fleestedt und dem Dreieck Hamburg-Nordwest auf 25 Kilometern. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare