Studentenkampf

Studenten besetzen Hörsaal der Uni Hamburg! Das fordern sie von Rot-Grün

  • Kevin Goonewardena
    VonKevin Goonewardena
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Um ihren Forderungen nach besseren Bedingungen Nachdruck zu verleihen, halten Studenten seit Kurzem einen Hörsaal der Uni Hamburg besetzt. Die Uni schweigt bisher.

Hamburg - Die große Zeit der Studentenproteste ist zwar lange vorbei und längst auf jede erdenkliche Weise ausgeschlachtet worden, im Von-Melle-Park auf dem Gelände der Hamburger Universität allerdings könnte wieder so etwas wie ein Wind vergangener Zeiten wehen: Seit Montag nämlich halten Studenten und Beschäftigte der Universität den Hörsaal der Fakultät für Wirtschaft und Sozialwissenschaften in Hamburg besetzt und rufen gleich, kurz nach dem Start ins Wintersemester, zu einem bundesweiten Streik auf.

Hochschule in Hamburg:Universität Hamburg
Mitarbeiter:13.020 (davon 7.825 Medizin; 2019)
Studierendenzahl:42.106 (2014)
Gründung:28. März 1919

Uni Hamburg: Türen verbarrikadiert – für bessere Arbeitsbedingungen

Die Türen des Gebäudes Von-Melle-Park 9 sind verbarrikadiert, wie das Hamburger Abendblatt berichtet steht nur der Haupteingang allen offen. Draußen werden Flyer verteilt und Plakate aufgehängt. Jeder und jede soll mitbekommen, worum es hier geht.

Uni Hamburg: Studenten besetzen Hörsaal – Streik für bessere Bedingungen

Die Studierenden, aber auch Mitarbeitende der Hochschule, möchten mit dem Streik auf die schlechten Studien- und Arbeitsbedingungen an der Universität aufmerksam, diese öffentlich machen und so den Druck auf Universität und Politik um Hamburgs ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erhöhen.

Es fallen nicht nur Professuren weg, viele Lehrveranstaltungen sind überbelegt oder werden gestrichen

Marvin Hopp, Studentische Hilfskraft an der WiSo-Fakultät gegenüber dem Hamburger Abendblatt

Ist die Uni Hamburg ein schlechter Ort zum Studieren und arbeiten? Das sind die Forderungen der Initiative

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Initiiert hat den Streik die studentische Basisbewegung TVStud Hamburg. Sie fordern unter anderem eine Reform des BAföG-Systems und eine Entfristung von Arbeitsverträgen der wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, außerdem einen Mindestlohn von 16 Euro für eben diese Gruppe und Mitbestimmung, die gesetzlich verankert ist.

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Besetzer zu Gesprächen bereit – Stadt schweigt zu den Vorgängen

Die Initiative stehe allseits für Gespräche mit Verantwortlichen von Universität und Stadt bereit, wie Hopp dem Abendblatt sagte. Vonseiten der Universität Hamburg, wie auch aus der Politik hat sich bis zum heutigen Dienstag, 12. Oktober 2021 noch niemand zu der Besetzung, der Kritik oder Forderungen der Initiative geäußert.*24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hanno Bode/imago & Screenshot/Linksfraktion Hamburg/Twitter

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