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Stromrechnung wird zum Verhängnis: Vermieter findet Grasplantage im Keller

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Von: Elias Bartl

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Eine viel zu hohe Stromrechnung wurde einem Mieter, der eine Marihuana-Plantage im Keller betrieb, zum Verhängnis. 154 Marihuanapflanzen wurden sichergestellt.

Hamburg – Bei der Überprüfung einer Stromrechnung, stellte ein 48-jähriger Eigentümer eines Mehrfamilienhauses in Hamburg-Horn einen erheblichen Mehrverbrauch im Vergleich zum Vorjahr fest. Seine Stromrechnung stieg auf für ihn unerklärliche 2.000 Euro. Auf der Suche nach dem vermeintlichen Stromfresser entdeckt der Hauseigentümer einen ihm bisher unbekannten Raum in seinem Keller.

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Hauseigentümer entdeckt neuen Raum in seinem Keller: Polizei und Schlüsseldienst rücken an

Die Polizei Hamburg hat einen Drogenring zerschlagen.
Die Hamburger Polizei kann mehrere Cannabispflanzen nach einer Durchsuchung sicherstellen. (Symbolfoto) © Philipp Schulze/dpa

In den mit frisch eingezogegen Leichtbauwänden errichtete Raum führt ein Stromkabel, durch eine gesicherte Stahltür. Der Vermieter ist sich sicher, hinter der Tür verbringt sich die Quelle für den Stromverbrauch.

Am Dienstagmorgen verständigt der 48-Jährige die Polizei Hamburg und einen Schlüsseldienst, um die Stahltür aufzubrechen. Hinter der Tür verbarg sich ein Kellerraum mit einer professionellen Lüftungsanlage, die an den Schornstein angeschlossen wurde, sowie eine weitere Stahltür.

Marihuanaplantage im Keller: Drogenfahnder des LKA 68 übernehmen Ermittlungen

In dem Raum lässt starker Marihuanageruch bereits erahnen, was sich hinter der zweiten Stahltür verbirgt und tatsächlich entdecken die Polizisten hinter der zweiten Tür eine professionelle Marihuanaplantage.

Drogenfahnder des LKA 68 übernahmen vor Ort die weiteren Ermittlungen. Die Rauschgiftfahnder stellten neben dem technischen Equipment wie Lüftungsgeräten, Ventilatoren und UV-Lampen insgesamt 154 Marihuanapflanzen sowie etwa vier Kilogramm getrocknetes Marihuana sicher.

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Dummer Dealer: Er ließ Briefe mit Personalien auf der Plantage liegen

Die Identifizierung des mutmaßlichen Betreibers erfolgte prompt, hatte er in einem der beiden Kellerräume an ihn adressierte Post zurückgelassen. Der 36-jährige Deutsche wurde in seiner Wohnung im selben Haus angetroffen und zunächst vorläufig festgenommen.

Nach der Durchsuchung seiner Wohnung und Feststellung der Personalien wurde der Mann wieder nach Hause entlassen. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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