1. 24hamburg
  2. Hamburg

Strompreis und Gaspreis 2022 steigen astronomisch: So teuer wird‘s in Hamburg

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

Die Energiepreise in Deutschland sind 2021 um 150 und 200 Prozent gestiegen. Woran das liegt und was nun 2022 auf Kunden von Hamburg Energie zukommt.

Hamburg – Immer wieder wurden in den letzten Wochen und Monaten diesteigende Strompreise und Gaspreise thematisiert*. So kletterten etwa die Strompreise 2021 im Oktober zum vierten Mal in Folge. Die höheren Mehrkosten für Strom und Gas betreffen dabei keinesfalls nur Deutschland. Auch in Frankreich, Spanien oder Großbritannien haben die Menschen mit Mehrkosten, die die Deckung, des Energiebedarfs betreffen, zu kämpfen.

Nun ist klar auf welche Preiserhöhung sich die Bürger in Hamburg beim Gaspreis und Strompreis 2022 einstellen müssen. Doch wieso ziehen der Strompreis und der Gaspreis 2022 eigentlich an?

Name:Hamburg Energie GmbH (HE)
Gehört zu:Stadt Hamburg (städtisches Unternehmen)
Gründungsjahr und -ort:September 2009 in Hamburg
Geschäftsführer:Michael Prinz
Vorsitzender des Aufsichtsrats:Jens Hinrich Kerstan (Umweltsenator, Die Grünen)

Strompreis und Gaspreis 2022: Staat für mehr als die Hälfte der Kosten verantwortlich

Wie bei Vielem ist auch für die Preissteigerung im Energiesektor* nicht der eine alleinige Grund verantwortlich. So würden sich in Deutschland beispielsweise die Wiederherstellung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent bemerkbar machen, die aufgrund der Corona-Krise zwischenzeitlich auf 16 Prozent herabgesenkt wurde.

Auch die gestiegenen Kosten für CO2-Zertifikate fließen in den Preis mit ein und sorgen für eine Verteuerung von Energie. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Gegenüber t-online gab die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, an, dass der Staat für einen Großteil der Mehrkosten verantwortlich sei.

Von 100 Euro Stromrechnung sind mehr als 50 Euro staatlich verursacht

Kerstin Andreae, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft

Strompreis und Gaspreis 2022: Treiben Spekulationen von Hedgefonds Preise in die Höhe?

Doch auch der gestiegene Bedarf der Verbraucher und Verbraucherinnen spielt hier eine Rolle. Die Frankfurter Rundschau bringt außerdem noch einen anderen Grund ins Spiel. Laut fr.de-Recherchen sollen auch Hedgefonds für die gestiegenen Preise verantwortlich sein*. Kurz gesagt: Extrem risikobehaftete Geldanlagen, die allerdings auch extrem hohe Renditen versprechen. Nicht ohne Grund hat vor fünfzehn Jahren der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering unter anderem für Hedgefonds den Begriff „Heuschrecken-Kapitalismus“ geprägt.

Doch wieso sollten Hedgefonds für steigende Energiepreise mitverantwortlich sein? In der Hedgefond-Industrie gebe es eine “undurchsichtige Nische“, schreibt fr.de dazu, die „sich auf sogenannte exotische Märkte spezialisiert“ habe. Zu eben jenen „zählen die Energiemärkte europäischer Länder wie die Niederlande, Großbritannien, aber auch Deutschland und Spanien. Mit maschinengesteuerten Bots werden nun genau diese Märkte genutzt.“

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Strompreis und Gaspreis 2022: So drastisch steigen die Preise in Hamburg

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, müssen die Kunden des Hamburger Versorgers Hamburg Energie mit bis zu 400 Euro extra im Jahr rechnen, die für Energiekosten ausgegeben werden müssen. Im Schnitt zahlen Familien knapp 50 Euro mehr. Betroffen seien dem Blatt zufolge rund 150.000 Hamburger von den ab dem 1. Februar 2022 geltenden Preiserhöhungen.

Stecker,der in die Steckdose gesteckt wird, und eine verzweifelte Frau über Rechnungen im weißen Kreis.
Um bis zu 200 Prozent sind für Verbraucher die Energiepreise in den letzten Monaten gestiegen. Gründe für die Steigerungen gibt es viele und ein Ende ist nicht in Sicht. (24hamburg.de-montage) © picture alliance/gms/Tagesspiegel/Kitty Kleist & picture alliance/dpa/Sina Schuldt

So steige der Arbeitspreis pro kWh steigt von 5,25 Cent auf 7,45 Cent wie das Abendblatt berichtet und damit um 42 Prozent entspricht. Bundesweit steige der Preis um rund 30 Prozent, wie das Vergleichsportal Check24 berichtet.

Der Preis der Kilowattstunde lege alleine um 3,3 Prozent zu, was zu einem Preis von 30,53 Cent führen wird. Der monatliche Grundpreis koste künftig 10,90 und damit 12,3 Prozent mehr. Bei einem Jahresverbrauch von 1500 kWh müsse ein Single mit 5,2 Prozent bzw. 29 Euro und eine Familie (3500 kWh Verbrauch im Jahr) mit 4,3 Prozent beziehungsweise 49 Euro Mehrausgaben rechnen.

Energiekosten 2022: Auch Gaspreise steigen – Preisgarantie abgeschafft

Auch die Preise für Gas werden weiter steigen, räumte eine Sprecherin von Hamburg Energie gegenüber der Zeitung ein. Eine Preisgarantie für zwei Jahre gebe es zudem nicht mehr. Die Sprecherin sagte dem Abendblatt gegenüber dazu: „ „Das können wir angesichts der volatilen Energiemärkte nicht mehr leisten.“ *24hamburg.de ,fr.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare