Astronomie

Perseiden: In August-Nächten zeigen sich beeindruckende Sternschnuppen

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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  • Annabel Schütt
    Annabel Schütt
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Die Perseiden verzaubern in einigen Nächten im August den Nachthimmel mit einem Sternschnuppen-Regen – bis zu 100 Stück die Stunde sind in Deutschland zu sehen.  

Hamburg – Nach dem Supermond und den Lyriden im April sowie der partiellen Sonnenfinsternis im Juni* steht das nächste Himmelsspektakel in den Startlöchern. Jedes Jahr aufs Neue sind ab Mitte Juli die Perseiden am Nachthimmel zu beobachten: Ein Meteorstrom, der eine unglaubliche Vielzahl von Sternschnuppen aufweist. Vor allem im August bekommen Astro-Fans die Chance, Zeuge eines wahren Sternschnuppenregens zu werden.  

Meteorstrom:Perseiden
ZHR:100
Geozentrische Geschwindigkeit:59 km/s
Radiantenposition des Aktivitätsmaximums:RA: 3h 12m; DE: +58°
Aktivitätsmaximum:12. August
Populationsindex r:2,2

Wann fallen die Sternschnuppen 2021: Der Meteorschauer Perseiden hat im Juli begonnen

Mitte Juli bis Mitte August ist es wieder so weit: Dank den Perseiden sind überdurchschnittlich viele Sternschnuppen am Nachthimmel zu beobachten. Besonders vom 9. bis zum 13. August erhellen zahlreiche Perseiden den Nachthimmel. Sage und schreibe 100 Sternschnuppen können dann pro Stunde gesichtet werden.

Wann kommen die nächsten Sternschnuppen 2021: Höhepunkt der Perseiden ist Mitte August

Astronomen haben berechnet, dass der diesjährige Perseiden-Schauer seinen Höhepunkt in den frühen Morgenstunden des 13. August erreicht. Nachzügler des Sternschnuppenschwarms können aber noch bis zum 24. August beobachtet werden. Grund genug, um sich nachts zwischen 23 und 5 Uhr mit Klappstuhl und Picknickdecke bewaffnet in den heimischen Garten oder auf den Balkon zu setzen. Vor allem, da in diesem Jahr davon auszugehen ist, dass es in den meisten Regionen Deutschlands Mitte August keine Wolken am Himmel geben wird. Zudem war am 8. August Neumond, wodurch der Himmel besonders dunkel war und die Sternschnuppen besser zu sehen waren.

Sternschnuppen mit poetischem Namen: Die Perseiden werden auch Larentiustränen genannt

Genannt wird der Sternschnuppenschwarm so, weil es so scheint, als würden die in der Erdatmosphäre verglühenden Meteore aus dem Sternbild Perseus kommen. Bekannt sind sie jedoch auch unter dem Begriff Laurentiustränen. Der Name kommt vom römischen Märtyrer Laurentius, dessen Gedenktag am 10. August ist, da er am 10. August 258 in Rom zu Tode gefoltert wurde – rund um den Höhepunkt der Sternschnuppen.

Bis zu 100 Sternschnuppen sind dank des Perseiden-Schauers pro Stunde im Sommer am Nachthimmel zu beobachten.

Perseiden im August 2021 richtig beobachten: Sternschnuppen sehen Sie in dieser Himmelsrichtung am besten

Damit besonders viele Sternschnuppen beobachtet werden können, sollte der Himmel morgens noch nicht hell, bestenfalls wolkenlos sein. Zudem lohnt es sich immer auf einer kleinen Anhöhe zu stehen, um den besten Blick auf den Perseiden-Schauer im Sommer 2021 zu erhaschen*.

Wer unsicher ist, in welche Richtung zum Himmel geschaut werden muss, um einen Blick auf Perseiden zu erhaschen, kann fünfmal die Hinterachse des Großen Wagens verlängern, über den Polarstern bis zur Kassiopeia und dann im rechten Winkel nach rechts, auf halbem Weg zur Capella im Fuhrmann. Nahezu von allen Himmelsrichtungen aus ließ sich dagegen erst vor wenigen Tagen ein anderes Himmelspektakel beobachten: In Norwegen schlug ein Meteorit ein – der brennende Himmelskörper landetet bei Oslo und machte den Nachthimmel beinahe taghell.

Was sind Sternschnuppen einfach erklärt: Eine leuchtende Spur winziger Meteroidenteilchen

Aber was genau sind Sternschnuppen eigentlich? Einer Legende nach glaubten die Menschen früher, dass Sternschnuppen entstünden, wenn Engel die Sterne putzen. Heute aber weiß man, dass Sternschnuppen, oder eben auch Meteor oder Meteorit genannt, entstehen, wenn Stücke von Kometen abbrechen und diese mit rasender Geschwindigkeit auf die Erde stürzen. Sobald dieses Teilchen in die Erdatmosphäre eintritt, trifft es auf Luftmoleküle und drückt diese zusammen – und es wird sehr, sehr warm. Dadurch verglüht Trümmerteilchen in der erhitzen Luft, was wir als leuchtende Spur am Himmel wahrnehmen.

Sternschnuppe, Meteor, Meteorit: Alles ungefährlich – Asteroiden dagegen können uns gefährlich werden

Die NASA-Experten haben statt hübscher Sternschnuppen natürlich eher gefährliche Asteroiden im Blick. Nachdem Apophis erst kürzlich seine Flugbahn geändert hatte, scheint hier die Gefahr erstmal gebannt: Ein möglicher Einschlag vom „Gott des Chaos“ wurde neu berechnet – und vorerst nicht für wahrscheinlich befunden. Allerdings nimmt ein anderer Asteroid Kurs auf die Erde, der Einschlag ist für 2022 errechnet. Dieser wird aber wohl eher unbedeutend ausfallen. Denn eine NASA-Simulation eines Asteroiden-Einschlags versetzt Forscher aktuell in Angst – eine Abwehr wäre mit heutiger Technik schlicht unmöglich. * 24hamburg.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Danny Lawson/picture alliance/dpa

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