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„Stehen häufig im Weg!“ E-Scooter in Hamburg bringen über 1.000 Beschwerden ein

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Von: Bona Hyun

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E-Scooter in Hamburg stehen häufig im Weg, vermüllen die Alster und sorgen für Unfälle. Anbieter erreichten bereits mehr als 1.000 Beschwerde-Mails.

Hamburg – E-Scooter erfreuen sich in Hamburger keiner großen Beliebtheit. In der Hansestadt kommt es häufig zu Unfällen und Kollisionen, wie auch beim E-Scooter-Unfall im Nobelviertel. Zudem verärgern sie auch Fußgänger, weil sie auf Gehwegen zu Stolperfallen werden. Mittlerweile sind schon über 1.000 Beschwerde-Mails bei den E-Scooter-Anbietern Tier und Voi eingegangen. Lösungen werden weiterhin diskutiert.

Unternehmen:Voi
Hauptstandort:Stockholm, Schweden
Gründung:August 2018

E-Scooter in Hamburg: Mehr als 1000 Beschwerden bei Anbietern eingegangen

Seit vergangenem September gibt es eine gemeinsame E-Mail-Adresse von der Stadt für Beschwerden. Bei den Anbietern Tier und Voi gingen neben den über 1.000 Beschwerden noch einmal so viele Nachrichten ein. Das berichtete der NDR. In der Vergangenheit gab es in Hamburg für die E-Scooter neue Regeln, damit sich die Streitsituation entschärft und E-Scooter nicht gewissenlos auf dem Gehweg abgestellt werden. Seit 2021 galt: Nutzer müssen von den abgestellten Gefährten ein Bild machen und den Betreiberfirmen schicken – bei Verstoß drohen Fahrern von E-Scootern Bußgelder. In Ausnahmesituationen wurden die Nutzer auch gesperrt.

E-Scooter von Voi stehen am Jungfernstieg
E-Scooter sorgen für Ärger, denn sie stehen häufig im Weg. Mehr als 1.000 Beschwerden sind bei den Anbietern bereits eingegangen. (Symbolbild) © Hanno Bode/imago

E-Scooter stehen häufig im Weg – für Nutzer gibt es bereits Parkverbotszonen

Ein Ende des Konflikts ist trotz der beschlossenen Maßnahmen noch nicht in Sicht. Verkehrssenator Anjes Tjarks möchte hinsichtlich der Problematik für mehr Ordnung sorgen. „Sie stehen leider häufig da, wo sie nicht stehen sollten, nämlich im Weg“, zitierte der NDR den Grünen-Politiker. Das sei aus seiner Sicht ein gravierendes Problem. In Berlin ist Fußgängern ein ähnliches Problem bekannt: Die neuen Mini-E-Autos zum Leihen sorgen für Zoff, weil sie trotz Verbotes mitten auf dem Gehweg stehen.

Auch in Hamburg gibt es für E-Scooter ein Verbot in bestimmten Parkzonen, doch wie auch in Berlin halten sich nicht alle daran. Beispielsweise dürfen Nutzer die E-Roller nicht rund um die Binnenalster oder in Teilen von Ottensen parken. Immer wieder werden Parkzonen diskutiert, doch nicht überall gibt es für E-Scooter ausreichend Platz zum Abstellen.

Immer Ärger mit E-Scootern in Hamburg: Unfälle und Vermüllung

Bei den ganzen Vorfällen, die in Hamburg durch falsch abgestellte E-Scooter entstehen, ist die Anzahl an eingehenden Beschwerden nicht verwunderlich. Erst neulich wurde ein E-Scooter auf die Bahngleise geworfen, weshalb es auf der U1 zu einem Feuerwehreinsatz kam. Zudem fanden Taucher der Polizei, der Feuerwehr Hamburg und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) E-Scooter in der Alster und mussten sie bergen. Andere Städte gehen strikter gegen die Nutzung von E-Scootern vor – die Stadt Lüneburg will E-Scooter massiv einschränken und ging mit einem Konzept voran, das nur noch maximal 200 E-Roller zulassen soll.

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