Ferienende naht

Kilometerlange Staus um Hamburg: Reiserückkehrer legen A7 und A1 lahm

  • Matthias Udwardi
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In acht Bundesländern enden die Sommerferien. Ferienrückkehrer sorgten dabei auf den Autobahnen A7 und A1 um Hamburg für kilometerlange Staus.

Hamburg – Am Samstag, 28. August 2021, kommt es aufgrund zahlreicher Ferienrückkehrer zu kilometerlangen Staus um die Hansestadt Hamburg herum. Allein auf der Autobahn A7 stauten sich die Autos in der Spitze auf 14 Kilometern vor dem Elbtunnel Richtung Süden. Ähnlich voll war es auf der A1, dort staute es sich in Richtung Süden vor dem Autobahndreieck Norderelbe ebenfalls auf 17 Kilometern.

In acht deutschen Bundesländern ist der erste September der letzte Tag der Sommerferien. In Bremen und Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Thüringen sowie Sachsen und Sachsen-Anhalt starten Schülerinnen und Schüler ins neue Schuljahr. Deshalb rechnet der ADAC am Wochenende auch bei Hamburg mit starkem Sommerreiseverkehr. Deutschlandweit drohen massive Staus.

Auch in der Mitte und im Süden der Niederlande sowie in Frankreich enden die Sommerferien nächste Woche. Der Autoclub rät daher dazu, die Zufahrtsstraßen dieser Regionen zu meiden. Die Fahrbahnrichtungen in die Urlaubsgebiete sind allerdings weitaus weniger betroffen. Doch auch hier kann es teilweise zu einem Zeitverlust kommen.

Besonders staugefährdete Strecken (in beide Richtungen):

Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

• A1 Lübeck – Bremen – Hamburg

• A2 Hannover – Braunschweig

• A3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt

• A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden

• A5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt

• A7 Flensburg – Hamburg

• A7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg

• A8 Salzburg – München – Stuttgart

• A9 München – Nürnberg

• A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

• A72 Hof – Chemnitz

• A93 Kufstein – Inntaldreieck

• A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

• A99 Umfahrung München

ADAC warnt vor Staus rund um Hamburg: Baustellen und Corona-Kontrollen verstärken Staugefahr

Die Überlastung der Autobahnen wird dadurch begünstigt, dass bundesweit an 849 Baustellen gearbeitet wird. Außerdem endet Anfang September das erweiterte Lkw-Ferienfahrverbot, das auch als Samstagsfahrverbot bekannt ist. An den Grenzen werden zudem stichprobenartig Corona-Kontrollen durchgeführt, was zusätzlich zu Verzögerungen führen kann.

Besonders in den Ballungsräumen Hamburg, Bremen, Hannover und Osnabrück sollen die Straßen voll werden. Betroffen sind alle Heimreisespuren der Autobahnen in Richtung Norden. Bei Hamburg drohen laut dem ADAC vor allem auf der A 1 und der A 7 in beide Richtungen Staus. In der Hansestadt kommt hinzu, dass die A 25 wegen Asphaltarbeiten seit Wochen teilweise gesperrt ist.

Hamburg: ADAC warnt vor Stau durch Reiserückkehrer. (Symbolbild)

Staugefahr in Hamburg: ADAC gibt Tipps zur Stauvermeidung

Laut dem ADAC sind die Zeiten mit dem höchsten Verkehrsaufkommen am kommenden Wochenende vor allem der Freitagnachmittag, am Vormittag und frühen Nachmittag am Samstag und der Sonntagnachmittag. Man sollte seine Reise deshalb so planen, dass man an den genannten Zeiten möglichst nicht im Auto ist, um Staus bestmöglich zu vermeiden.

Am besten fährt man entweder sehr früh los oder man reist erst spät am Abend ab. Alle Urlauber, die flexibel sind, sollten am besten nicht am Wochenende, sondern erst am Dienstag oder Mittwoch die Heimreise antreten. Hamburger meiden die genannten Bereiche am Wochenende am besten komplett.

Wichtiger Hinweis des ADAC: bei Staus immer eine Rettungsgasse bilden

Laut dem ADAC muss bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse gebildet werden, und nicht erst, wenn Rettungskräfte vor Ort sind. Die Rettungsgasse wird gebildet, indem alle Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen nach links ausweichen und alle anderen nach rechts fahren. So kann gewährleistet werden, dass den Einsatzfahrzeugen genügend Platz zur Verfügung steht, um schnell zur Unfallstelle zu kommen.

Bei Baustellen mit schmaleren Fahrspuren wird vom ADAC empfohlen, versetzt und mit ausreichend Abstand zu fahren. Im Ernstfall können dadurch alle Fahrzeuge auf den rechten Fahrstreifen fahren und so den linken Fahrstreifen für die Rettungskräfte freigeben. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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