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Brückenabriss über B5 in Bergedorf sorgt für Staugefahr bis 2023

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Von: Kevin Goonewardena

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Nach der B5 Brücke über die A1 wird nun eine weitere Brücke in Bergedorf abgerissen. Bis 2023 kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Dann ist die nächste Vollsperrung.

Hamburg – Seit Herbst letzten Jahres ist die Bundesstraße 5 in Bergedorf auf Höhe der Brücke über die Stormaner Kreisbahn bereits nur einspurig befahrbar – und das wird noch mindestens ein Jahr lang so bleiben. Grund: Die Brücke in Hamburg, die noch aus den 1950er Jahren stammt, muss abgerissen werden.

Ein Aufschub der Arbeiten war nicht mehr möglich, denn dafür ist das Brückenbauwerk über der B5 zu marode. Autofahrer müssen nun noch mindestens bis 2023 mit Staus und anderen Verkehrsverbindungen auf der B5 in Bergedorf rechnen. Dabei brauchen Autofahrer in Hamburg aufgrund zahlreicher Baustellen schon jetzt 31 Prozent mehr Fahrzeit, als sie ohne Verkehrsbehinderungen für ihre Fahrt in Hamburg brauchen würde. Insgesamt addieren sich die Staus in Hamburg zu der Strecke von Hamburg zum Südpol.

Name:Bundesstraße 5 (B5)
Ursprung und Ende:Ellhöft (S-H), Frankfurt/Oder (Brandenburg)
Verlauf:S-H, HH, MV, BRA, B
Länge:555 Kilometer

Bundesstraße 5 bei Bergedorf: Brückenabriss im Zeitplan

Wenn es zu witterungsbedingten Arbeitsausfällen kommt, könnten die Arbeiten an der B5 sogar noch länger dauern. Bisher läuft jedoch alles nach Plan. „Und wir liegen im Zeitplan“, sagt Edda Teneyken gegenüber der Tageszeitung Hamburger Abendblatt aufgrund der Tatsache, dass die Hälfte des Brückenbauwerks über der B5 bereits abgerissen werden konnte. Teneyken ist beim Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer unter anderem zuständig für den Abriss der Brücke in Bergedorf.

Die B5 in Hamburg
Weiter östlich als auf diesem gezeigten Abschnitt der Bundesstraße B5 kommt es wegen des Abriss einer Brücke bei Bergedorf noch bis mindestens Frühjahr 2023 zu Einschränkungen für den Verkehr. Die Streckenführung an der Brücke über die Stormaner Kreisbahn ist dort zurzeit nur einspurig. © Ulrich Perrey/dpa

Doch angesichts dessen, dass die Bautätigkeiten noch bis mindestens 2023 terminiert sind, dürfte die Aussage, dass die Abbrucharbeiten im Zeitplan liegen, Autofahrerinnen und Autofahrer nur wenig beruhigen.

B5-Brücke in Bergedorf: Das ist der aktuelle Stand der Arbeiten

Erst kürzlich wurde ein ähnlich altes Brückenbauwerk im weiteren Verlauf der B5 ausgetauscht. Und zwar die Brücke über die Bundesautobahn A1 westlich der Brücke, die nun abgerissen wird. Auch dieser Brücke hatte der Zahn der Zeit schon erheblich zugesetzt.

Von den Arbeiten kriegen die Autofahrer noch kaum etwas mit, denn sie finden unter dem Brückenbauwerk statt, das noch befahren werden kann. Aufgrund der einspurigen Verkehrsführung erhöht sich dennoch die Staugefahr. Zu den Top 10 der Streckenabschnitte mit den meisten Staus Deutschlands, gehört dieser Abschnitt jedoch nicht.

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Dem Abendblatt gegenüber gab Edda Teneyken auch Auskunft in die bisherigen Arbeiten. „Träger und Hilfsstützen sind unter dem verblieben Brückenteil eingezogen und die Mittelstützen unterhalb abgebrochen.“ Aktuell fänden die Vorbereitungen für das Setzen der neuen Mittelpfeiler statt.

Brückenabriss B5 Bergedorf: Für diesen Zeitraum sind Vollsperrungen terminiert

Trotz der nur einspurigen Befahrbarkeit der B5-Brücke bei Bergedorf wird es erstmal zu keinen weiteren Einschränkungen für den Verkehr kommen, versicherte Teneyken. „Die nächste Vollsperrung für den Einhub der Verbund-Fertigteil-Träger im südlichen Brückenteil wird voraussichtlich im August dieses Jahres sein.“ Danach würde dann der Anschluss der Fahrbahn an das neue Brückenbauwerk stattfinden.

Ab Herbst 2022 soll dann der Verkehr auf der B5 komplett über den südlichen Brückenteil geführt werden, während der nördliche Teil der B5-Brücke gesperrt und abgerissen wird. Dann geht es andersrum weiter. Wenn die Witterung des Herbst/Winter 2022 nicht für Verzögerungen sorgt, wird die neue B5-Brücke im Frühjahr 2023 planmäßig für den Verkehr freigegeben werden können. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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