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Aktivisten blockieren Hamburger Köhlbrandbrücke – zum zweiten Mal am Montag

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Von: Sebastian Peters, Elias Bartl, Anika Zuschke

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Stau vor der Köhlbrandbrücke. Aktivisten blockieren den Verkehr.
Die Aktivisten haben sich auf die Straße gesetzt und blockieren den Verkehr. © Daniel Bockwoldt

Aktivisten haben sich am Montagmorgen in Hamburg auf die Straße gesetzt und die Zufahrt an der Köhlbrandbrücke blockiert. Abends wird die Aktion scheinbar wiederholt.

Update um 19:30 Uhr: Eine gute Stunde nach der Polizei-Mitteilung, dass Aktivisten erneut die Köhlbrandbrücke blockieren, meldeten sich die Beamten wieder zu Wort. Demzufolge hätten sich wie bereits am Montagmorgen einzelne Personen wieder auf die Fahrbahn geklebt. Davon betroffen sei der Zufahrtsbereich der Köhlbrandbücke, also die Breslauer Straße. „Es kommt durch die Sperrung der Brücke zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen. Bitte umfahren Sie den Bereich weiträumig“, schreibt die Polizei auf Twitter.

Update vom 21. Februar 2022 um 18:05 Uhr: Bereits zum zweiten Mal an einem Tag musste die Zufahrt zur Köhlbrandbrücke voll gesperrt werden. Denn zum zweiten Mal wurde diese von Aktivisten blockiert. Die Polizei Hamburg berichtete gegen 17:30 Uhr auf Twitter, dass die Zufahrt zur bekannten und viel befahrenen Köhlbrandbrücke in Hamburg von etwa zehn Personen blockiert werde und aus dem Grund aktuell voll gesperrt sei.

„Wir sind vor Ort“, twittert die Polizei und fügt hinzu: „Eine Auflösungsverfügung für die nicht angemeldete demonstrative Aktion ist bereits ergangen“. Zusätzlich bitten die Hamburger Beamten, den Bereich zu umfahren.

Erstmeldung vom 21. Februar 2022 um 7:39 Uhr: Die Straßen in Hamburg wurden nach dem Sturm gerade von der Feuerwehr Hamburg freigeräumt. Umgekippte Bäume zerkleinert. Trotzdem staute sich am Montag der Verkehr im Hamburger Hafen. Der Grund sind Aktivisten, die sich auf die Straße vor der Köhlbrandbrücke gesetzt haben. Der Verkehr im Hafenbereich kam zum Erliegen.

Köhlbrandbrücke: Stau und Sperrung wegen Straßenblockade und Demo – Aktivisten setzten sich auf die Straße

Mehr als 30 Demonstranten trafen sich nach Polizeiangaben dazu im Hafengebiet und versammelten sich auf den Fahrbahnen. Auf dem Scheitelpunkt der wichtigen Verkehrsachse im Hafen hätten sich vier Menschen auf der Fahrbahn festgeklebt, weitere 19 Menschen auf der Westrampe der Brücke, wie ein Polizeisprecher in Hamburg sagte.

Dazu nutzten sie Sekundenkleber und Bauschaum. Im Bereich der Kattwykbrücke klebten sich zwei weitere Menschen fest. Außerdem sollen Aktivisten auf der Köhlbrandbrücke mehrere Kanister Öl auf der Straße verteilt haben.

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Die Polizei bat alle Verkehrsteilnehmer, die Brücke über einen Arm der Süderelbe weiträumig zu umfahren, wie sie auf Twitter schrieb. Die kleine Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ will sich eigenen Angaben zufolge mit solchen Blockade-Aktionen unter anderem gegen Lebensmittelverschwendung, für mehr Klimaschutz und eine Bürgermitbestimmung einsetzen. Sie fordert von der Bundesregierung ein Lebensmittelrettungsgesetz.

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Straßenblockade an der Köhlbrandbrücke: Polizei und Feuerwehr beenden Stau und Sperrung

Nach mehr als drei Stunden hatten die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Stadtreinigung die Menschen von der Fahrbahn gelöst und die Straße wieder gereinigt. Von einigen Teilnehmern der Aktion seien die Personalien festgestellt worden, so ein Polizeisprecher. Zudem wurden Platzverweise erteilt. Ob auch Aktivisten in Gewahrsam genommen wurde, konnte er zunächst nicht sagen.

Für ihr Vorgehen erntet die Gruppe scharfe Kritik nicht nur von Autofahrern, sondern auch aus der Politik, weil Verkehr und Menschen gefährdet werden könnten. Keine politische Forderung rechtfertige es, rechtsstaatliche Grenzen zu brechen, hieß es zudem. Die Polizei stellte Dutzende Strafanzeigen.

Auch in der Innenstadt kam es zum Verkehrskollaps. Aufgrund eines Feuerwehreinsatzes ist die Willy-Brand-Straße derzeit voll gesperrt. (mit dpa) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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