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Fischgaststätte Veddel jetzt doch vor dem Aus?

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Backfisch und Kartoffelsalat – dafür ist die Veddeler Fischgaststätte bekannt. Doch wegen der Baupläne zum Stadteingang Elbbrücken droht dem Traditionslokal das Aus.

Hamburg – Die Veddeler Fischgaststätte liegt in unmittelbarer Nähe zu den Elbbrücken in Hamburg. Bekannt ist das Lokal, welches sich schon Jahrzehnte im Familienbesitz befindet, insbesondere für täglich frischen Backfisch mit Kartoffelsalat. Die Veddeler Fischgaststätte selbst gibt es bereits seit 1932. Erst im April dieses Jahres hatte Christian Butzke sie von seiner Mutter übernommen – die Freude war damals groß. Doch jetzt gefährden Pläne zum Bauprojekt Stadteingang Elbbrücken die Gaststätte.

Gaststätte:Veddeler Fischgaststätte
Adresse:Tunnelstraße 70, 20539 Hamburg
Webseite:veddeler-fischgaststaette.de
Telefon:040 786389

Stadteingang Elbbrücken: Stadtgebiet soll komplett modernisiert werden – was bedeutet das für die Veddeler Fischgaststätte?

Kürzlich wurden die Pläne zur Modernisierung des Stadtgebiets zwischen Veddel, Hammerbrook und Rothenburgsort vom Hamburger Senat offiziell vorgestellt. Der Ort an den Hamburger Elbbrücken soll attraktiver werden, neue Parks entstehen, die Elbe für Spaziergänger zugänglich gemacht werden. Was toll klingt, könnte für die Veddeler Fischgaststätte zu einem echten Existenzproblem werden.

Die Veddeler Fischgasstätte in Hamburg und dazu ein Ausschnitt des Bauprojekts Stadteingang Elbbrücken.
Muss die Veddeler Fischgaststätte wegen der Baupläne zum Stadteingang Elbbrücken schließen? (24hamburg.de-Montage) © gmp Architekten mit WES LandschaftsArchitektur/dpa & Hoch Zwei Stock/Angerer/imago

Zwar werde die Gaststätte in die Planung des Stadteingangs Elbbrücken miteinbezogen, bestätigte Susanne Enz, Sprecherin der Stadtentwicklungsbehörde, der Hamburger Morgenpost. Allerdings sei es laut Rahmenplan notwendig, dass die Fischgaststätte umzieht. Denkbar wäre beispielsweise ein Umzug in einen Neubau an der Prielstraße oder in die Zollhallen.

Betreiber der Veddeler Fischgaststätte will nicht umziehen – der Ofen ist eine Rarität

Doch die Pläne zum Umzug der Veddeler Fischgaststätte gefallen dem Chef Christian Butzke gar nicht. „Ich bin aufgeschlossen gegenüber dem, was geplant wird“, sagte er der Mopo. Und weiter: „Wir haben aber Sorge, dass an einem anderen Ort der Charme nicht erhalten bleibt.“ Besonders der Ofen hat einen besonderen Wert. Er stammt noch aus den 20er-Jahren und ist damit eine echte Rarität. Dieser hat sogar Bestandsschutz – bedeutet, nur an diesem Ort ist er legal, an einem anderen Ort dürfte er nicht wiederaufgebaut werden.

Der Ofen sorgt dank seiner besonders hohen Temperaturen für die knusprige Panade am Backfisch, für den das Lokal so bekannt ist. Hinzu kommen außerdem die urige Einrichtung und die Tradition – zur Erinnerung: Die Veddeler Fischgaststätte gibt es so schon seit 1932! Der Imbiss hat viele Stammgäste, die seit Jahren dorthin kommen.

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Christian Butzke hat jedoch Hoffnung, dass sein Lokal bei den Bauplänen zum Stadteingang Elbbrücken berücksichtigt wird. „Wenn der Oberbaudirektor sagt: Wir wollen euch erhalten, dann ist das keine Garantie. Wir haben aber die Hoffnung, dass es ernst gemeint hat und genommen wird“, sagt der Chef der Veddeler Fischgaststätte. Das hoffen sicherlich auch viele Hamburgerinnen und Hamburger, damit sie noch viele weitere Jahre leckeren Backfisch und Kartoffelsalat in uriger Tradition genießen können. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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