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Böllerverbot zu Silvester aufgehoben – Verbotszonen bleiben aber bestehen

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Von: Christian Einfeldt

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In der Hamburger Silvesternacht darf wieder geböllert werden. Die Hansestadt hebt das Feuerwerk-Verbot auf – und verhängt dennoch Verbotszonen.

Hamburg – Feuerwerk mit Raketen und Böller: die Meinungen, ob das 2022 noch zeitgemäß ist, gehen weit auseinander. Für die eine Seite ergibt ein solches „Feuerwerk-Verbot keinen Sinn“. Andere fordern hingegen ein konsequentes Verbot – so etwa der NABU. Auch im Hamburger Senat war die Debatte Thema. Die Entscheidung: In der Hansestadt Hamburg darf wieder geböllert werden – doch nicht ohne Ausnahmen. An zentralen Zonen der Stadt herrscht auch weiterhin ein strenges Verbot.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Silvester 2022: Hamburg verabschiedet sich vom Böllerverbot – Verbotszonen als Ausnahmen

Sowohl 2020 als auch 2021 wurde an Silvester nicht geböllert. Mit dieser Maßnahme blieb es zum jeweiligen Jahreswechsel verhältnismäßig ruhig. Es herrschte striktes Böllerverbot in Hamburg – aber auch bundesweit. Auch dieses Jahr stand es wieder einmal zur Debatte: Anstelle eines großen Feuerwerks brachte Hamburg zuletzt noch eine Alternative ins Gespräch. Nun haben sich die Verantwortlichen der Stadt Hamburg jedoch offiziell zu einem potenziellen Böllerverbot 2022 geäußert.

Ob sie damit den Wünschen ihrer Bevölkerung entsprechen? Ende Dezember 2022 kehrt nämlich das Feuerwerk zurück in die Stadt. Vielerorts in Deutschland wird die Forderung laut, privates Feuerwerk in der Silvesternacht 2022 einfach bleibenzulassen. Hamburg macht derweil einen Schritt rückwärts in die Vergangenheit und damit wieder Feuerwerk und Böllern und Feuerwerk möglich. Regeln wie 2019 – doch an zentralen Zonen besteht dennoch ein Verbot.

Silvester in Hamburg.
Silvester 2022: Wie zuletzt beim Jahreswechsel von 2019/2020 darf in Hamburg wieder geböllert werden. © Jonas Walzberg/dpa

Böllerverbot an Silvester 2022: Hamburger Binnenalster bleibt Verbotszone

Der Grund, warum 2020 und 2021 ein Feuerwerk-Verbot ausgesprochen wurde, ist mittlerweile nicht mehr existent. Die epidemische Lage wurde in Deutschland schließlich schon vor mehreren Monaten aufgehoben. Wie bereits vor der Corona-Pandemie liegt es nun in den Händen der Städte und Landkreise, in welchem Umfang Silvester gefeiert werden kann. Hamburg erlaubt es also wieder, das Vertreiben alter Geister mit Feuerwerk und Böllern. In der ganzen Stadt ist es erlaubt. Ausnahmen gelten jedoch am Jungfernstieg und auf dem Rathausmarkt.

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Nicht die laut Angaben des Umweltbundesamts 1500 Tonnen an Feinstaub, die jährlich Richtung Himmel geschossen werden, sondern polizeiliche Erfahrungen zahlen auf diese Entscheidung ein. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, waren die Gebiete rund um die Binnenalster, häufig Austragungsort von unkontrolliertem Gebrauch von Feuerwerkskörpern. Raketen, die wild umherfliegen und Böller, die in Menschenmengen geworfen werden: Hamburg reagierte 2019 darauf und verhängte die entsprechenden Verbotszonen.

Wie der NDR berichtet, sind auch 2022 die Straßen Jungfernstieg, Neuer Jungfernstieg, Lombardsbrücke, Reesendamm und Ballindamm sowie der Rathausmarktmarkt vom weiterhin geltenden Feuerwerkverbot betroffen. Striktes Böllerverbot rund um die Binnenalster also. In der Silvesternacht 2022 – zwischen 18 Uhr und 1 Uhr – darf man dort dann lediglich Wunderkerzen oder Knallerbsen anzünden.

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