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Böllerverbot an Silvester: Hamburger Senat prüft Regelung für Binnenalster

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Von: Daniel Hagen

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Müssen Feuerwerksfans an Silvester wieder aufs Böllern in Hamburg verzichten? Laut Innensenator Andy Grote wird ein erneutes Verbot geprüft – aber nur an bestimmten Orten.

Hamburg - In den letzten Jahren haben die Diskussionen um Feuerwerk an Silvester im ganzen Land zugenommen. Viele fordern, die Böllerei zum Jahreswechsel generell zu verbieten. Während der Corona-Pandemie sind in zahlreichen Städten solche Verbote durchgesetzt worden – zum Beispiel in Hamburg. Auch dieses Jahr könnte es Orte in der Hansestadt geben, an denen das Böllern untersagt wird.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755 km²
Bevölkerung:rund 1,9 Millionen
Regierungsoberhaupt:Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD)

Böllerverbot an Silvester: Andy Grote kündigt Regelung für Bereiche in Hamburg an

Nach Informationen des NDR hat Hamburgs Innensenator Andy Grote ein Böllerverbot angekündigt. Dieses soll den Bereich Jungfernstieg und rund um die Binnenalster betreffen. Der Rest der Stadt kann also aufatmen und weiter Feuerwerk zünden. Bereits vor ein paar Tagen ist bekannt geworden, dass der Senat wohl ein Böllerverbot in Hamburg plant.

Bereits 2019 – also vor der Corona-Pandemie – ist in diesem Gebiet der Hansestadt das Abbrennen von Feuerwerk an Silvester zwischen 18 und 1 Uhr verboten worden. Die Begründung ist damals dieselbe wie heute. „Jetzt sind wir wieder im Bereich der Gefahrenabwehr und ich würde mal sagen, es spricht ein bisschen was dafür, dass wir zu ähnlichen Einschätzungen kommen wie 2019“, sagt Grote am Dienstag (15. November) dem NDR.

Hohes Verletzungsrisiko: Böllerbann rund um Binnenalster in Hamburg

Der Innensenator Grote und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer begründen das potenzielle Böllerverbot rund um die Binnenalster mit der drohenden Gefahr. So werden Feuerwerkskörper immer wieder falsch genutzt, was zu Verletzungen führen kann. Vor allem im betroffenen Bereich sammeln sich zum Jahreswechsel zahlreiche Menschen, um zusammen zu feiern.

Wie schlimm es werden kann, zeigt zum Beispiel die Hamburger Silvester-Bilanz 2021. Trotz Kontaktbeschränkung sowie einem Ansammlungs- und Böllerverbot gibt es am Ende zwei Schwerverletzte und einen Toten. Eine Person verliert sogar ihre Hand. Wegen solcher Vorkommnisse fordert auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen deutschlandweiten Böllerbann.

Wann ist Böllern in Hamburg erlaubt?

Grundsätzlich ist das Böllern in Hamburg laut Gesetz zwischen 31. Dezember, 18:00 Uhr und Neujahr, 1. Januar, 01:00 Uhr erlaubt. Es kann jedoch regionale Einschränkungen geben. Während des ersten Coronajahres 2020 war das Abbrennen von Pyrotechnik auf öffentlichen Wegen grundsätzlich verboten.

Drohendes Böllerverbot in Hamburg: Wohl keine Corona-Einschränkungen geplant

Anders als in den letzten beiden Jahren soll es laut Radio Hamburg dieses Jahr wohl aber keine Beschränkungen geben, die auf den Corona-Maßnahmen basieren. Silvester 2020 hat es zum Beispiel ein bundesweites An- und Versammlungsverbot gegeben und der Verkauf und das Abbrennen von Böllern und Raketen ist komplett verboten gewesen. Zum letzten Jahreswechsel haben sich in Hamburg nicht mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen.

Ob es auch an diesem Silvester wieder ein Böllerverbot wie 2019 geben wird, wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben, wenn die Entscheidung des Hamburger Senats gefallen ist. Unklar ist zudem, ob es möglicherweise in Zukunft auch einen Feuerwerksbann an anderen belebten Orten geben könnte, wie zum Beispiel die Reeperbahn, dem Hafen oder im Schanzenviertel. (dh)

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