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Silvester 2022 ohne Feuerwerk in Hamburg? Stadt plant offenbar Alternative

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Von: Kevin Goonewardena

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Werden Böller und Raketen zu Silvester 2022 in Hamburg erneut verboten? Die Stadt hat offenbar alternative Pläne für den Jahreswechsel.

Hamburg – Privates Feuerwerk und Böller sind an Silvester 2022/23 in Hamburg wohl wieder erlaubt – coronabedingte Einschränkungen wie in den vergangenen Jahren gibt es zum Jahreswechsel keine mehr. Allerdings gibt es Ausnahmen: Nach aktuellem Stand, über den das Hamburger Abendblatt berichtete, sei davon auszugehen, dass es auch in diesem Jahr Einschränkungen zu Feuerwerk im Innenstadtbereich geben wird. Dazu äußerte sich Daniel Schaefer, Sprecher der Innenbehörde Hamburg. Geplant, so die Zeitung, sei nach aktuellem Stand ein Verbot von Feuerwerkskörpern an Rathausmarkt und Binnenalster.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755 km²
Bevölkerung:Rund 1,9 Millionen
Stadtoberhaupt:Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister)

Forderungen der Grünen Hamburg: Perspektivisch mit emissionsschonendem Silvester auseinandersetzen

Schon länger setzt sich die Hamburger Bürgerschaft dafür ein, dass der Jahreswechsel auf gänzlich neue Art begangen wird: nämlich mit einer zentralen Lichtshow, anstelle des klassischen Feuerwerkes. Ein radikales Böllerverbot wie die Naturschutzorganisation NABU fordern zwar die wenigsten – die CO₂-Emissionen, der Dreck durch die liegengebliebenen Überbleibsel der Feuerwerkskörper sowie die enorme Lärm- und Rauchentwicklung sind für viele Hamburger, mit Hinblick auf Haus-, Wildtiere, die Stadt, aber auch die eigene Gesundheit, längst wichtige Argumente, um sich nach Alternativen zum klassischen Feuerwerk umzusehen und sich für diese auszusprechen.

„Wichtig, dass wir uns perspektivisch mit einem modernen sowie emissionsschonenden Silvester auseinandersetzen.“

Dominik Lorenzen, Vorsitzender der Grünen-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

Für Lasershow statt klassischem Feuerwerk müsste Sprengstoffgesetz geändert werden

Doch für eine Lichtshow müsste eine Änderung des Sprengstoffgesetzes her – und das ist Sache der Bundesregierung. Der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion, Stephan Jersch, fordert deswegen, dass Hamburg über den Bundesrat Druck macht, damit nach einer Gesetzesänderung zukünftig Lasershows oder Illuminationen das klassische Silvesterfeuerwerk ersetzen können.

Silvester an der Binnenalster, Rathausmarkt im Hintergrund
Silvesterfeuerwerk über der Binnenalster, im Hintergrund Rathaus und Alstertanne. Auch 2022/23 wird an dieser Stelle wohl kein Feuerwerk zu sehen sein. © Wolfgang Zabel / dpa

Feuerwerk an Silvester 2022/23 in Hamburg: CDU, FDP und AfD lehnen Verbot ab – Einschränkungen vorstellbar

Von einem Komplettverbot von Feuerwerk reden zwar auch die Grünen oder Die Linke nicht – CDU, AfD und FDP in Hamburg sprechen sich allerdings ganz klar gegen ein solches aus. „Für die CDU ist klar, dass niemandem vorgeschrieben werden sollte, wie er den Jahreswechsel feiern möchte und das schon gar nicht vom Staat“, äußert etwa Dennis Gladiator, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in der Bürgerschaft.

Andere Formate als Alternativen zum klassischen Feuerwerk kann man sich in der Opposition dennoch vorstellen. „Große Pyro-Shows an zentralen Plätzen der Stadt anzubieten, wäre in Hamburg eine gute Idee. Das wäre eine Alternative zum privaten Silvesterfeuerwerk, die sicher viele Menschen attraktiv fänden“, findet Anna von Treuenfels-Frowein von den Hamburger Liberalen. Einschränkungen kann sich die AfD aber „nur an Orten mit großen Menschenansammlungen wie am Jungfernstieg und an den Landungsbrücken“ vorstellen, gegen ein flächendeckendes Verbot spricht sich deren innenpolitischer Sprecher, Dirk Nockemann, aus.

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Silvesterfeuerwerk in Hamburg 2022/23: Entscheidung über Verbotszonen noch nicht gefallen

Die Innenbehörde von Senator Andy Grote (SPD) prüft neben Verbotszonen an Binnenalster und Rathausmarkt weitere Bereiche im Stadtgebiet, wo es aus Sicherheitsgründen sinnvoll erscheint, ein Feuerwerksverbot auszusprechen. Eine Entscheidung wird bis Anfang Dezember 2022 erwartet.

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