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Erste Shoppingcenter in Hamburg schließen ab sofort früher – weitere folgen

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Von: Kevin Goonewardena

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Krankheitswelle, Energiekrise, verändertes Kaufverhalten: Mit angepassten Öffnungszeiten reagieren zahlreiche Einkaufszentren in Hamburg auf die aktuellen Entwicklungen.

Hamburg – Nicht nur die aktuelle Krankheitswelle und Energiekrise machen den Einzelhändlern zu schaffen. Sie beobachten auch vielerorts ein verändertes Kaufverhalten der Kunden. Die ersten Hamburger Einkaufszentren reagieren jetzt darauf – und ändern ihre Öffnungszeiten. Ein Trend, der sich im kommenden Jahr fortsetzen wird.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755 km²
Bevölkerung:run 1,9 Millionen
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD, seit 2017)

Marktplatz Galerie Bramfeld: Geschäfte schon seit 1. Dezember früher dicht

Bereits seit Monatsanfang schließen die Geschäfte in der Marktplatz Galerie in Bramfeld wochentags um 19 Uhr, statt wie bisher um 20 Uhr. Auf 19.500 Quadratmetern Fläche finden sich unter anderem Filialen der bekannten Ketten Saturn, Budni, Blume 2000, H&M, C&A und Denns Biomarkt in dem Einkaufszentrum.

Tibarg Center in Hamburg Niendorf
Das Tibarg Center in Niendorf: Auch hier werden ab Januar 2023 die Öffnungszeiten angepasst. Doch Ausnahmen sind möglich. © Henning Angerer / Imago

Tibarg Center Niendorf: Neue Öffnungszeiten ab Januar 2023 – Anpassung nach Kundenbefragung

Auch das Tibarg Center in Niendorf wird seine Öffnungszeiten anpassen. Die Kernzeit der Ladenöffnungszeiten im Tibarg Center wird im Januar 2023 auf 10 bis 19 Uhr gesetzt. Das bedeutet, dass die dortigen Geschäfte unter der Woche eine Stunde früher schließen, am Sonnabend hingegen 30 Minuten länger geöffnet haben. Statt wie noch im Dezember machen die Geschäfte dann samstags zwar erst um 10 Uhr, statt um 9:30 Uhr auf – sie bleiben aber auch bis 19 Uhr geöffnet. Aktuell schließen die Geschäfte im Tibarg Center am Samstag um 18 Uhr.

Wir wollen eine Regelung, die Verlässlichkeit für die Kunden schafft.

Dennis Hartung-Mallon, Geschäftsführer des BCM Center Managements

Die Vorgaben der Betreiber, in den Fällen der Einkaufszentren in Bramfeld und Niendorf des BCM Center Managements, sind jedoch nicht bindend. Es stehe jedem Mieter frei, so Geschäftsführer Dennis Hartung-Mallon gegenüber der Tageszeitung Hamburger Abendblatt, sein Geschäft länger zu öffnen oder früher zu schließen. Im Tibarg-Center haben bereits einige Händler angekündigt, ihre Geschäfte länger zu öffnen. Dazu gehört unter anderem H&M. Die Gebäude selbst sind bis 21 Uhr geöffnet, längere Öffnungszeiten, die über die Kernzeit hinaus gehen, sind also möglich.

Die angepassten Ladenschlusszeiten wurden dabei nicht willkürlich ausgesucht und stützen sich auch auf das Shopping-Verhalten der Gäste: Kundenbefragungen im Vorfeld hätten ergeben, dass den meisten Kunden Öffnungszeiten bis 19 Uhr ausreichen würden.

Auch im Mercado Altona werden die Kernzeiten angepasst

Auch in anderen Shoppingcentern werden die Öffnungszeiten angepasst, wie das Abendblatt berichtet. Zum Beispiel im Mercado-Einkaufszentrum in Altona. Im neuen Jahr geht es im Mercado um 10 Uhr, statt wie bisher um 9:30 Uhr los. Die neuen Kernzeiten seien für alle Mieter gültig, so Center-Manager Sven Ebert gegenüber der Zeitung.

Auch zu den Gründen für die Anpassung der Ladenzeiten äußerte er sich. Man habe die Besucherfrequenz vorab analysiert, so Ebert, und wolle nun mit der Änderung „unsere Händler in der Personalsituation und bei Energieeinsparungen“ unterstützen.

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Keine Veränderung bei Europas größtem Shoppingcenter-Betreiber ECE

In der Europa Passage, dem Elbe-Einkaufszentrum, dem Alstertal-Einkaufszentrum in Poppenbüttel oder in den Geschäften des Phoenix Centers in Harburg wird erst einmal alles beim Alten bleiben. Die Center werden von Europas größtem Betreiber, der ECE-Gruppe, verantwortet, der keine Änderungen an den Öffnungszeiten vornimmt. Auf Nachfrage des Abendblatts teilte ECE mit, dass die Ladenöffnungszeiten bestehen bleiben.

Diese gelten für alle Mieter und umfassen die Zeitspanne von 9:30 Uhr, beziehungsweise 10 Uhr, bis 20 Uhr. Notfälle, beispielsweise ein zu hoher Krankenstand unter dem Personal, können aber vor allem bei kleineren Geschäften zu temporär angepassten Öffnungszeiten führen, sagte Jörg Harengerd, Center-Manager der Europa Passage.

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