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Shoppen in Hamburg: Diese Einzelhändler schließen wegen Corona früher

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Von: Kevin Goonewardena

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Hamburgs Geschäftsleute könnten wieder wie gewohnt öffnen. Doch viele sperren erst später die Ladentüren auf und früher wieder zu. Wer ist alles betroffen? 

Hamburg – Der erneute Lockdown ist den Einzelhändlern zwar – seit im Mai 2021 die Geschäfte wieder öffneten – erspart geblieben, doch nun schließen viele Händler in Hamburg freiwillig früher die Türen, als sie eigentlich müssten. Auch aufgesperrt wird morgens vielerorts nicht zu gewohnter Zeit.

Der Grund: Der Betrieb zu den gewohnten Zeiten lohnt sich für Viele zur Zeit einfach nicht mehr. Ist aus der Shopping-Lust der Hamburgerinnen und Hamburger Shopping-Frust geworden – oder was ist los?

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:rund 1,9 Millionen (Stand Dezember 2021)
Stadtoberhaupt:Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister, seit 2018)

Shoppen in Hamburg: Görtz schließt Filialen früher – es nicht der einzige Händler in Hamburg

Schuhhändler Görtz beispielsweise hat sich dazu entschieden, für das Shoppen in Hamburg die Öffnungszeiten einzelner Standorte an die Corona-Pandemie-Situation anzupassen. So öffnen sich die Türen der Filiale im Einkaufszentrum Mercado in Ottensen in der Nähe des Altonaer Bahnhofs erst um 10:30 Uhr statt wie gewohnt 09:30 Uhr und schließen abends bereits eine halbe Stunde früher, als sonst. Um 19:30 Uhr ist Feierabend. Das Imprint Görtz17 in der Bergstraße schließt neuerdings sogar schon um 18:00 Uhr. Eine Maßnahme, um die Kosten im Griff halten zu können, wie das Abendblatt schreibt, denn in Kurzarbeit habe das Unternehmen seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur Zeit nicht geschickt.

Aufgrund der derzeitigen Pandemielage brechen die Frequenzen deutlich weg

Frank Revermann, Geschäftsführer Görtz

Shoppen in Hamburg: Personalknappheit wegen Corona-Erkrankungen und Quarantäne

Auch der Hamburger Spielwarenhändler Nils Hartfelder muss in Sachen Shopping in Hamburg der Pandemie Rechnung tragen und die Ladenöffnungszeiten von vier seiner sechs Standorte anpassen. Neben der ausbleibenden Kauflust der Kunden gibt Hartfelder gegenüber dem Abendblatt pandemie-bedingt fehlendes Personal an, dass längere Zeiten zum Shoppen in Hamburg unmöglich macht. Immer wieder würden Mitarbeitende aufgrund von Corona-Erkrankungen oder Quarantäne-Verordnungen ausfallen. „Wir sind die ganze Zeit nur dabei, Personal hin und her zu schicken, um den Verkauf in unseren Läden zu gewährleisten“, so Hartfelder gegenüber dem Abendblatt.

Shopping in Hamburg: Einzelhandel wegen Corona in der Zwickmühle – kein Lockdown und trotzdem kaum Kunden

Die Einzelhändler stecken in der Zwickmühle: Einen erneuten Lockdown will Niemand, doch strengere Zugangsregelungen durch 2G beziehungsweise 2G-Plus vermindern die Kauflaune bei den Kunden. Die Regeln gelten in der Hansestadt bereits seit gut eineinhalb Monaten, schon ein erstes Fazit nach dem ersten Wochenende fiel ernüchternd aus. Zwar seien diese immer mal wieder von Gerichten gekippt worden*, auch haben einzelne Händler Mediamarkt selbst Lücken in den Regelungen geschaffen*– aber am Ende hat sich doch das Gros der Einzelhändler sich an die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie halten müssen und gehalten.

Passanten gehen an einer geschlossenen Galeria Kaufhof Filiale vorbei.
Die Bundesregierung verhandelt mit Galeria Karstadt Kaufhof über Staatshilfen (Symbolbild). © Daniel Reinhardt/dpa

Doch vor allem kleine Händler verdienen seit der Einführung der Zugangsregelungen für das Shoppen in Hamburg kaum etwas oder gar nichts. Andreas Bartmann, Präsident des Handelsverbands Nord und Geschäftsführer bei Globetrotter, sagt gegenüber dem Abendblatt: „Wenn man morgens und abends ein bisschen von den Geschäftszeiten abknapst und sich auf die Kernzeiten von 11 bis 19 Uhr konzentriert, hat das den Charme, dass man mit einer Acht-Stunden-Schicht auskommt.“ Und auch er wird ab kommender Woche die Öffnungszeiten für das Shoppen in Hamburg anpassen.

Ladenöffnungszeiten in der City: Görtz, Globetrotter, H&M, Zara – dann schließen Hamburgs Händler

Die mangelnde Kauflaune der Kunden und die Ausfälle durch Corona oder Quarantäne-Maßnahmen betreffen alle Händler. Die in der Innenstadt ansässigen Gewerbetreibenden haben noch mit anderen Auswirkungen zu kämpfen, als beispielsweise jene in Barmbek oder Bergedorf: Der Tourismus liegt am Boden, viele Beschäftigte befinden sich im Home Office. Diese würden zwar noch Besorgungen in ihrem Kiez machen, aber nicht mehr in die Innenstadt fahren. Und auch die Angst vor der Omikron-Variante, die Hamburg eine Inzidenz von fast 1500 beschert, spielt eine Rolle.

Nicht nur in Hamburg, auch in anderen Städten wie beispielsweise in Bremen brechen seit geraumer Zeit die Umsätze der Händler im Stadtzentrum weg*.

Konsequenzen daraus zogen in Hamburg etwa der Juwelier Christ, der Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin, das Modehaus AppelrathCüpper oder das Haushaltswarengeschäft WMF an der Mönckebergstraße. Sie alle schließen um 19:00 Uhr freiwillig ihre Türen ab. Auch in den Passagen im Hansaviertel oder Nikolaiviertel gehen die Lichter früher aus als sonst.

Nur in den großen Kaufhäusern wie C&A, H&M, Zara, Galeria Karstadt, Anson‘s oder SportCheck, weiß das Abendblatt, könne man noch wie gewohnt einkaufen.

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Corona-Öffnungszeiten: In Einkaufszentren sieht es beim Shoppen in Hamburg etwas anders aus

Natürlich sind auch die Läden in Einkaufszentren wie der Hamburger Meile, dem Alstertal-Einkaufszentrum oder dem Phoenix-Center von den Effekten der Corona-Pandemie in Hamburg betroffen. Die Lage gestaltet sich dort jedoch etwas anders, da mit den Centerbetreibenden vertraglich geregelte Öffnungszeiten bestehen. Alle Geschäfte die keine Lebensmittel führen, müssten etwa in den von ECE geführten Centern in der Regel von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet sein, schreibt das Abendblatt. Das Unternehmen hat unter anderem die Europapassage und das Alstertal-Einkaufszentrum im Portfolio.

Doch die aktuelle Situation für das Shoppen in Hamburg sei eine besondere, so ECE-Sprecher Lukas Nemela. Man würde Rücksicht auf die Mieter nehmen, die ihre Öffnungszeiten zum Beispiel aufgrund von Personalmangel reduzieren müssten, so Nemela gegenüber dem Abendblatt. Aktuell würden bei etwa 20 bis 25 Prozent der Ladenlokale in ECE-geführten Standorten die Ladenöffnungszeiten abweichen. *24hamburg.de und heidelberg24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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