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Sexualermittler im LKA Hamburg völlig überlastet: Mehr als 600 Fälle offen

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Von: Elias Bartl

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Die Ermittler der Polizei Hamburg für Sexualdelikte sind völlig überlastet. Bei den 44 Beamten liegen über 600 offene Fälle auf dem Tisch – Tendenz steigend.

Hamburg – Beim LKA 43, der zuständigen Abteilung für Sexualdelikte der Polizei Hamburg, gibt es einen massiven Stau an unbearbeiteten Fällen. Bei den 44 Ermittlern liegen derzeit über 650 offene Fälle auf dem Tisch. Mehr als 100 Fälle wurden bereits zurückgestellt, da sie laut einem Sprecher der Polizei derzeit kein akutes Handeln erfordern. Aktuell übersteigt die Anzahl der eingehenden Fälle die Bearbeitungskapazitäten der Mitarbeiter, so der Sprecher weiter.

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LKA Hamburg völlig überarbeitet: über 600 offene Fälle

Polizei Hamburg
Zwei Polizisten in Hamburg. (Symbolfoto) © Hanno Bode/imago

Fälle, die nach Einschätzung der Abteilungsleitung keine Priorität haben, werden zurückgestellt und bis auf Weiteres nicht bearbeitet. Davon ausgenommen sind priorisierte Fälle, bei denen kriminalpolizeiliche Sofortmaßnahmen erforderlich sind beziehungsweise Ermittlungshemmnisse drohen, wie zum Beispiel Verjährungsfristen, einzuholende Strafanträge, Spurenvernichtung etc.

Weitere Mitarbeiter für die Sexualermittler des LKA: Polizei hofft auf baldige Entspannung der Lage

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Um den angestauten Fällen Herr zu werden, hat die LKA Führung den Sexualermittlern weitere Mitarbeiter zugewiesen. Ab April werden drei weitere Beamten die Ermittler unterstützen. Nach Einarbeitung der neuen Mitarbeiter wird eine Entspannung der Situation prognostiziert. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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