Zweiter deutscher Nobelpreis in Folge

Sensation: Hamburger Klimaforscher gewinnt Physik-Nobelpreis!

  • Kevin Goonewardena
    VonKevin Goonewardena
    schließen

Der gebürtige Hamburger und ehemalige Leiter des Max-Planck-Institut Klaus Hasselmann gewinnt überraschend den Nobelpreis. Er forscht auf dem Gebiet der Erderwärmung.

Stockholm – Schon zum zweiten mal in Folge gewinnt ein deutscher Forscher den Nobelpreis in Physik. Zu den diesjährigen Preisträgern* gehört auch der Hamburger Meterologe und Klimaforscher Klaus Hasselmann, der sich den Preis mit zwei Wissenschaftskollegen teilt. Hasselmann, der Amerikaner Syukuro Manabe und Giorgio Parisi aus Italien werden für ihre Arbeit an für physikalischen Modellen zum Erdklima ausgezeichnet,* wie die Akademie in Stockholm am Dienstag mitteilte. Bereits 2020 hatte mit dem Astrophysiker Reinhard Genzel ein deutscher Forscher den renommierten Preis erhalten.

Gewann überraschend den diesjährigen Physik-Nobelpreis: Klimaforscher Klaus Hasselmann aus Hamburg.

Physik-Nobelpreis geht nach Hamburg: Wissenschaftliche Karriere in der Hansestadt

Hasselmann, der am 25. Oktober seinen 90. Geburtstag feiert, ist gebürtiger Hamburger, wo er auch die Universität besuchte und dort von 1950 bis 1955 Physik studierte. Nach seiner Promotion in Göttingen, folgte die Habilitation in seiner Heimatstadt Hamburg im Jahr 1963. Hasselmann leitete das Institut für Geophysik der Universität Hamburg nach einer Station in den USA und stand von 1975 vierundzwanzig Jahre lang dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg als Direktor vor. Ab 1988 bekleidete Hasselmann gleichzeitig die Position des Direktors am Deutschen Klimarechenzentrum, das ebenfalls in seiner Heimatstadt angesiedelt ist. Die Universität Hamburg hat dem Nobelpreisträger aus ihren Reihen bereits gratuliert:

Was für eine großartige Nachricht! Ich gratuliere Professor Klaus Hasselmann sehr herzlich und mit größter Anerkennung zum diesjährigen Nobelpreis für Physik“

Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg

Der Präsident der Uni Hamburg, Dieter Lenzen, zeigte sich stolz darüber, dass der Nobelpreisträger seine Karriere die ihn bis in die Weltspitze der Physik-Forschung führte, einst an der Hamburger Universität begann.

Auszeichnung für Klimaforschung: Grundstein für unser Wissen zum Klima der Erde

In der Begründung zur Preisvergabe hieß es durch die Stockholmer Jury: „Drei Preisträger teilen sich den diesjährigen Nobelpreis für Physik für ihre Studien zu chaotischen und scheinbar zufälligen Phänomenen. Syukuro Manabe und Klaus Hasselmann legten den Grundstein für unser Wissen zum Klima der Erde und wie die Menschheit es beeinflusst*“.

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Unter anderem lässt sich anhand der Modelle der drei Forscher die Erderwärmung nachweisen und berechnen. (Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde am 5. Oktober 2021 um 17:15 Uhr aktualisiert.)*24hamburg.de, merkur.de, hna.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © J.j. Guillen/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare