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Seit 3G am Arbeitsplatz in Hamburg: Heftiger Anstieg der Krankenstände

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Von: Kevin Goonewardena

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Seit Einführung des 3G-Modells am Arbeitsplatz schnellen die Krankenstände in die Höhe. Trotz Verdacht: Auf Konfrontation gehen Hamburger Chefs nicht, stattdessen helfen sie sich selbst.

Hamburg – Neben der 2G-Regelungen für Restaurantbesuche, Veranstaltungen und weitere Freizeitaktivitäten, soll die Einführung des 3G-Modells am Arbeitsplatz für besseren Schutz von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und weniger schnell ansteigenden Corona-Zahlen führen. Doch zu der erst geteilten Sorge der Wirtschaft bezogen auf Umsetzbarkeit und Aufwand beim Kontrollieren eben jener Regeln und der Folgen, etwa der Extremstau am Werksgelände des Flugzeugherstellers Airbus, kommt jetzt noch ein anderes Problem dazu: Seit 3G am Arbeitsplatz, steigen die Krankenstände überall an. Auch Hamburger Unternehmen sind davon betroffen. Nun äußerten einige von ihnen im Abendblatt einen schlimmen Verdacht.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:
Einwohner:rund 1,9 Millionen
Stadtoberhaupt:Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister)

3G am Arbeitsplatz in Hamburg: Melden sich Arbeitnehmer lieber krank als sich testen oder impfen zu lassen?

Und der lautet: Weil Arbeitnehmer noch keinen Impftermin bekommen, vielleicht sich nicht mal um einen bemüht haben, keine Möglichkeiten sich zu testen gefunden haben oder wahrnehmen wollen, melden sie sich lieber krank, um keine Auskunft oder gar Rechenschaft ablegen zu müssen. Zumal dann der Lohn auch weiter gezahlt wird.

Es haben sich in den vergangenen Tagen deutlich mehr Beschäftigte bei uns krankgemeldet.

Anonym im Abendblatt zitierter Hamburger Firmenchef

Auch andere Firmenchefs äußerten sich ähnlich, sagten aber auch, man wolle den Beschäftigten nichts unterstellen und zeige sich deswegen kooperativ. Beispielsweise müssten nicht überall am ersten Fehltag ärztliche Atteste vorgelegt werden. So wolle man, so ein Teil der Befragten des Abendblatts, Konfrontationen verhindern. Sie fordern mehr Test- und auch Impfkapazitäten einzurichten. Die Stadt hatte zuletzt mehr als 20 weitere Stellen, an denen sich Bürger die Erst-, Zweit- oder Drittspritze auch ohne Termin holen können, neu geschaffen.

Vier Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen in unterschiedlichen Ausführungen, die übereinander liegen. Darauf liegt ein Stethoskop. (Symbolbild)
Seit Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz melden sich Arbeitnehmer häufiger krank. © Fleig/Imago

3G-Modell am Arbeitsplatz: Hamburger Firmen helfen sich selbst

Um ihren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus in Hamburg zu leisten, aber auch und natürlich vor allem, um für ausgeschöpfte Personalkapazitäten und einen reibungslosen Betriebsablauf zu sorgen, haben große Hamburger Unternehmen damit begonnen, eigene Testkapazitäten einzurichten. So etwa Airbus, aber auch Lufthansa Technik.

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„Seit letzter Woche wurde täglich eine untere dreistellige Anzahl an Tests durchgeführt“, so ein Sprecher der Lufthansa-Tochter gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Das Angebot funktioniere so gut, dass auch betriebsfremde Personen sich bei den Unternehmen auf das Coronavirus testen lassen würden. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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