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„Richtig gehandelt“ – Vereinsmitglieder loben geglückte Notlandung in Hamburg

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Von: Sebastian Peters

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Notlandung im Hamburger Hafen
Bei der Bruchlandung wurde der Propeller schwer beschädigt. © Sebastian Peters

Nach der Notlandung im Hamburger Hafen haben Vereinsmitglieder des Segelflug-Club Uetersen e.V. den Motorsegler bergen können. Was der Club-Vorstand sagt.

Hamburg – Nach der Notlandung mitten im Hamburger Hafen eines jungen Piloten am Samstag, 30. Juli 2022, haben Vereinsmitglieder des Segelflug-Club Uetersen e.V. am Sonntag, 31. Juli 2022, den beschädigten Motorsegler des Typs SF 25 C Falke erfolgreichen bergen können. Mit rund 14 Vereinsmitgliedern und ordentlicher „Manpower“ wurde das beschädigte Flugzeug auf einen Tieflader geschoben.

Notlandung im Hamburger Hafen: „Wir müssen jetzt klären, was die Ursache für den Treibstoffmangel ist“

Der Motorsegler musste aufgrund von Treibstoffmangel im Hamburger Hafen auf einer Freifläche am Reiherdamm zur Notlandung ansetzen. Dieter Walter, der 2. Vorsitzende des Vereins, lobt den jungen Piloten für diese erfolgreiche Ladung. „Der Pilot hat fliegerisch richtig gehandelt, er hatte nur wenige Minuten Zeit einen geeigneten Landeplatz zu finden“, so Dieter Walter.

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Flieger bergen Flugzeug nach Notlandung im Hamburger Hafen
Vereinsmitglieder haben den Motorsegler nach der Bruchlandung im Hafen geborgen. © Andre Lenthe Fotografie
Flieger bergen Flugzeug nach Notlandung im Hamburger Hafen
Zur Bergung wurden die Flügel demontiert. © Andre Lenthe Fotografie

Der Motorsegler war am Samstag zusammen mit zwei weiteren Flugzeugen in Uetersen gestartet. „Der junge Pilot ist sehr erfahren und hat die Maschine sicher auf der Fläche gelandet“, lobt Walter den Piloten. „Wir müssen jetzt klären, was die Ursache für den Treibstoffmangel ist, einen technischen Defekt schließen wir zurzeit nicht aus“. Vergaß der Pilot etwa ausreichend Treibstoff zu tanken?

Ob der Pilot den Einsatz der Feuerwehr Hamburg selbst zahlen muss, ist noch unklar. Die Ermittlungen zum Grund der Notlandung dauern an. Verletzt wurde bei der Bruchlandung am Samstagabend zum Glück niemand.

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Auf einem Handyvideo, das bei TikTok kursiert, sieht man den Moment der Notlandung im Hamburger Hafen. Eine Stimme im Hintergrund des Videos hört man fragen: „Willst du es melden?“ – weitere Kommentare sprechen ironisch von einer „norddeutschen Panik-Attacke“.

Der Vorstand des Segelflug-Club Uetersen e.V. schätzt den Sachschaden am Vereins-Flieger auf rund 20.000 Euro. Die Hälfte davon kostet allein der abgebrochene Propeller. Immerhin eine gute Nachricht. Bei der Notlandung sind keine Betriebsstoffe ausgelaufen.

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