Hamburg kleinstes Revier

Sebastian Born: Er ist der neue Chef der Davidwache

Davidwache-Boss Sebastian Born steht vor dem Gebäude der Wache auf der Hamburger Reeperbahn
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Sebastian Born ist jetzt neuer Chef der Davidwache. Seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn lebt er auch als Fußball-Schiedsrichter aus.
  • Elias Bartl
    VonElias Bartl
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Die Davidwache, Hamburgs kleinstes Revier mit der höchsten Kriminalität, hat einen neuen Chef: Sebastian Born leitet jetzt Polizeikommissariat 15 an der Reeperbahn.

Hamburg – Sein neuer Titel ist offiziell „Polizeioberrat Sebastian Born“. Der 40-Jährige ist neuer Chef von Hamburgs kleinstem Revier, dem Polizeikommisariat 15 mit ihrem Hauptsitz in der legendären Davidwache.

Die Wache liegt direkt an Hamburgs sündiger Meile, der Reeperbahn. Ihr Gebiet: das Partyviertel St. Pauli. Kein Wunder also, dass es hier stets viel zu tun gibt. Dafür war früher Ansgar Hagen verantwortlich. Auf ihn folgt jetzt Sebastian Born.

Davidwache:Gebäude des Hamburger Polizeikommissariats 15
Reviergebiet: 0,92 km²
Einwohner Reviergebiet:etwa 14.000
Besonderheiten:Altbau steht unter Denkmalschutz, Gebäude von Fritz Schumacher geplant, Schmuckkeramik von Richard Kuöhl

Der zweifache Familienvater ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Er fühlt sich mit den von Corona-Leid geplagten Wirten auf dem Hamburger Kiez verbunden. Der Hamburger sieht es auch als seine große Aufgabe, die angeschlagene Kiezszene mit aus der Pandemie zu führen. Gegenüber dem NDR sagte er: „Ich glaube, es gibt kaum einen bunteren Stadtteil“ – und ist überzeugt, dass die Polizei dort gut darauf eingestellt sei, mit ganz verschiedenen Menschen in ihren unterschiedlichsten Lebenssituationen zurechtzukommen.

Davidwache Hamburg: Neuer Chef Sebastian Born ist auch Fußball-Schiedsrichter

Seit 2002 arbeitet Sebastian Born bei der Polizei Hamburg und war schon 2005 für ein Praktikum an der Davidwache. Seinen Sinn für Gerechtigkeit lebt er nicht nur beruflich aus. In seiner Freizeit verdingt er sich als Fußball-Schiedsrichter in der Oberliga. Außerdem kickt er als Hobby-Fußballer auch gerne mal selbst ein wenig. Seine Position: Verteidiger. Trotz der eindeutigen Zuordnung seines neuen Arbeitsplatzes ist er aber weder Fan des HSV noch des FC St. Pauli.

Privat hat für den fußballbegeisterten Davidwache-Chef aber immer seine Familie höchste Priorität. Denn Born ist ein Familienmensch. Sein Vater war stets ein Vorbild für ihn – der war selbst ein ranghoher Polizei-Beamter.

Davidwache-Boss Sebastian Born: Karriere und Laufbahn

Nach dem Abi ging es für Sebastian Born erst einmal in den Zivildienst in einer Dialysepraxis. Danach zielte sein Karriereweg stets in dieselbe Richtung:

  • 2002-2005 Polizeistudium Gehobener Dienst
  • Nach dem Studium: Bereitschaftspolizei
  • Polizeikommissariat 42 Billstedt
  • Polizeikommissariat 36 Bramfeld – Leitungsstaab
  • 2015-2017 Weiterbildung zum Höheren Dienst
  • Polizeiführer vom Dienst

Seine letzte Station vor der Davidwache war stellvertretender Leiter des Polizeikommissariats 14 in der Hamburger Innenstadt. Als Chef des Polizeikommisariats 15 hat Born nun 120 Untergebene und einen großen Fokus. Die Drogenkriminalität ist ihm ein Dorn im Auge. Er möchte sie in seinem Revier mehr bekämpfen. * 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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