1. 24hamburg
  2. Hamburg

E-Scooter werden zur Plage: Jetzt räumt die Stadtreinigung sie weg

Erstellt:

Kommentare

Die elektrischen Roller sind in der Theorie ein praktisches Verkehrsmittel, in der Praxis aber oft ein Verkehrshindernis. Die Stadtreinigung soll diese in einem Politprojekt beseitigen.

Hamburg – Die E-Scooter sind seit ihrer Anschaffung ein Fluch und ein Segen zugleich. Ein Segen, weil es mit ihnen so wunderbar einfach und vergleichsweise günstig ist, in Großstädten wie Hamburg von A nach B zu kommen; ein Fluch, weil sie überall herumstehen – und liegen.

UnternehmenStadtreinigung Hamburg
Art des UnternehmensMüllabfuhr
AdresseBullerdeich 19, 20537 Hamburg, Deutschland
Telefon+49 40 25760

Hamburg ist da keine Ausnahme, denn auch hier wurden E-Scooter schon zum Hindernis auf dem Gehweg oder landeten auf dem Grund der Alster. Um das in Zukunft zu vermeiden, wird jetzt die Stadtreinigung aktiv und beseitigt die lästigen Verkehrshindernisse.

E-Roller noch immer ein Problem – auch in Hamburg: Scooter sind Hindernisse im Straßenverkehr

E-Roller haben sich in Hamburg wie in den meisten deutschen Großstädten mittlerweile erfolgreich etabliert. Durch die sechs Anbieter Lime, Tier, Bird, Circ, Voi und Bolt sind etwa 17.000 der Geräte im Umlauf, die gerne von Hamburgern auf dem Weg zur Arbeit oder von Touristen beim Sightseeing genutzt werden.

Zwar gehen die meisten Menschen mittlerweile etwas bewusster und vorsichtiger mit den Fahrzeugen um als noch zu Anfang – zum Beispiel ist die Unfallrate von E-Scootern in Hamburg 2022 nach Zahlen und Hochrechnungen der Polizei Hamburg im Vergleich zu 2021 um etwa 25 Prozent gesunken – trotzdem gibt es noch immer Probleme mit E-Rollern.

Stadtreinigung in Hamburg bei der Arbeit und im weißen Kreis E-Scooter am Jungfernsteig
In Zukunft wird die Stadtreinigung nicht nur Müll und Dreck sondern auch E-Scooter von Gehwegen entfernen. (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Nikita & IMAGO Images/Hanno Bode

Dazu gehören zum Beispiel falsch geparkte oder umgefallene Scooter, die ein Verkehrshindernis darstellen oder eine reine Umweltverschmutzung sind. Bei der Aktion „Hamburg räumt auf“ wurden zum Beispiel noch im März einige Roller von Tauchern aus der Alster gefischt.

Pilotprojekt E-Scooter: Stadtreinigung beseitigt störende E-Roller von Gehwegen für mehr Verkehrssicherheit

Um diese E-Scooter zu beseitigen, wurde jetzt ein Politprojekt der Stadtreinigung gestartet. Im Auftrag der Hamburger Verkehrsbehörde wird sich der Dienstleister der Abfallwirtschaft bis zum 31. Dezember um umgefallene oder falsch geparkte Scooter kümmern und diese an Ort und Stelle zurückstellen, wenn sie zum Beispiel Rad- oder Fußwege versperren.

Besonders an Haltestellen von U- und S-Bahn wird besonders darauf geachtet, dass die Gefährte nicht im Weg herumstehen, weil sich dort der Erfahrung nach viele E-Scooter und -Bikes ansammeln. Die Räder werden dabei um fünf, die Roller maximal um 20 Meter bewegt, um sie für Passanten aus dem Weg zu räumen. Fahrzeuge, die falsch geparkt oder unrechtmäßig „entsorgt“ wurden, werden mit Fotos dokumentiert. Es fällt dann in die Verantwortung der Verleih-Firmen, die Vehikel zu entfernen.

Vorgehen für 2023 in Hamburg: Nach Testphase werden E-Scooter-Teams evaluiert

Für das Projekt schickt die Stadtreinigung aktuell zwei Extra-Teams mit je zwei Mitarbeitenden auf die Straße, die unter der Woche nach Verkehrshindernissen in Form vom E-Rollern Ausschau halten. Die Stadtreinigung selbst profitiert von der Aktion insofern, dass auch für sie die falsch abgestellten Roller oft zum Manövrier-Problem bei der Müllentsorgung werden. Laut NDR erklärt Rüdiger Siechau, Chef der Stadtreinigung: „Auch für die Stadtreinigung Hamburg sind die verkehrsbehindernd abgestellten E-Scooter und E-Bikes eine große Herausforderung im Alltag.“

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Ob es aber weiterhin die Stadtreinigung sein wird, die sich um die Roller und somit um mehr Verkehrssicherheit und Sauberkeit kümmert, wird sich zeigen. Am Ende des Pilotprojekts will man evaluieren, welche Vorgehensweise im neuen Jahr umgesetzt werden wird.

Auch interessant

Kommentare