Drei Schwerverletzte

Audi kracht frontal in Rettungswagen! Sanitäterin eingeklemmt

  • Sebastian Peters
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Dramatischer Unfall im Kreis Harburg auf der K45 zwischen Sprötze und Kakenstorf. Ein Audi S4 kracht frontal in einen Rettungswagen. Zwei Hubschrauber im Einsatz.

Harburg – Zu dem Unfall kam es am Sonntag, 11. Juli 2021, gegen 18:10 Uhr auf der K45 (Lange Straße) im Landkreis Harburg. Ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz ist auf dem Weg zu einem Einsatz. Mit Blaulicht und Martinshorn, sogenannten Sonder- und Wegerechten, fährt der Rettungswagen zum Einsatzort.

Dramatischer Unfall im Kreis Harburg: Am Sonntag kracht ein Rettungswagen in ein Auto. 

Auf dem Weg zum Einsatz: Audi S4 kracht in Rettungswagen – 3 verletzte Personen!

Doch plötzlich kommt den Rettern ein Audi S4 in einer Kurve entgegen. Der 27-jährige Fahrer geriet, aufgrund vermutlich nicht angepasster Geschwindigkeit, in den Gegenverkehr. Die 60-jährige Fahrerin des Rettungswagens versuchte zwar noch auszuweichen, konnte den frontalen Zusammenstoß allerdings nicht verhindern.

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr schneiden die 60-jährige Sanitäterin aus dem Unfallwrack.

Durch den schweren Aufprall wird das Heck des Rettungswagens auf die Leitplanke geschleudert. Der Audi S4 dreht sich komplett und bleibt mit der Front in einem Wildtierzaun hängen. Der 30-jährige Beifahrer des Rettungswagens, der Prellungen erlitt, kann sich eigenständig aus dem Fahrzeug befreien. Die 60-jährige Fahrerin des Rettungswagens und der 27-jährige Fahrer des Audis sind allerdings in den Fahrzeugen eingeklemmt!

Sanitäterin (60) fast 45 Minuten im Fahrzeug eingeklemmt!

Mehrere Ersthelfer beobachten den Unfall und leisten sofort Erste Hilfe. Die Einsatzkräfte der alarmierten Freiwilligen Feuerwehren übernehmen wenig später die Versorgung der verletzten und eingeklemmten Personen. Mit schwerem Gerät, sogenannten hydraulischen Werkzeug, werden die Autos aufgeschnitten und die Insassen befreit.

Der Rettungswagen ist nach den Unfall komplett zerstört.

Der 27-jährige Audi-Fahrer, der nach wenigen Minuten befreit werden kann, wird anschließend mit dem Rettungshubschrauber Christoph 29 nach Hamburg geflogen. Die 60-jährige Rettungssanitäterin kann allerdings erst nach ungefähr 45 Minuten aus den schwer zerstörten Rettungswagen befreit werden.

Zwei Hubschrauber aus Hamburg im Einsatz

Die schwer verletzte Sanitäterin wird anschließend mit dem Hubschrauber Christoph Hansa 50 ebenfalls in eine Hamburger Klinik geflogen. Ihr 30-jähriger Kollege, der leicht verletzt wurde, wird mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus befördert.

Wie genau es zum Unfall kommen konnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter mit der Spurensicherung beauftragt. Auch die beiden Unfallfahrzeuge werden sichergestellt.

Die Kreisstraße war oberhalb der Einsatzstelle bereits vor den Unfall mit Betriebsstoffen verunreinigt.

Eine mögliche Unfallursache kann eine zuvor verunreinigte Straße gewesen sein. Oberhalb der abschüssigen Unfallstelle sind diverse Öl und Benzinspuren zu sehen gewesen. Vor einigen Tagen gab es einen weiteren Unfall mit einem Rettungswagen: Auf dem Weg zu einem Notfall vor den Toren Hamburgs landete dieser im Graben. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenz-Hinweis: Der Artikel wurde am Montag, 12. Juli 2021, 12:30 Uhr, aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Sebastian Peters

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