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Schwere Explosion in Ottensen: Erster Verdacht verdichtet sich, neue Details klar

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Von: Christian Einfeldt

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Am Donnerstag brachte eine Explosion eine Hausfassade in Hamburg-Ottensen zum Einsturz. Dabei wurde ein Person schwer verletzt. Nun gibt es endlich Hintergünde.

Hamburg – Es war Donnerstagmorgen, kurz vor 10 Uhr, als es in Hamburg-Ottensen zu einer schweren Explosion kam. 24hamburg.de berichtete bereits am 2. Dezember 2021 von den Szenen, die sich in einem Mehrfamilienhaus abspielten. Ein 22-jähriger Bewohner wird schwer verletzt. Es ist von Verbrennungen zweiten bis dritten Grades die Rede. „Ich wüsche ihnen gute Genesung. Die Stadt wird den Betroffenen helfen, wo es geht“, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher unmittelbar nach der Explosion, die die Hausfassade zum Einsturz brachte, bei einer Pressekonferenz. Wie konnte es so weit kommen? Neue Details kommen ans Tageslicht.

Stadtteil:Ottensen
Bezirk in Hamburg:Altona
Fläche:2,8 km²
Einwohner:35.000 (Stand: 2020)

Nach Explosion in Hamburg-Ottensen: „Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es dort stattgefunden hat“

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Trotz erschwerter Begleitumstände ist die Feuerwehr Hamburg und das THW an Tag eins nach der schweren Explosion zuversichtlich, ein entscheidendes Detail bereits benennen zu können. „Da ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es dort tatsächlich stattgefunden hat“, sagt ein Polizeisprecher in Hinblick auf den vermeintlichen Explosionsort.

Wie 24hamburg.de berichtete, konnte bereits am Tag der Explosion nachgewiesen werden, dass der Keller über einen Gasanschluss verfügt. Auch wenn noch unklar ist, ob jener tatsächlich der Auslöser des Feuers war, verdichten sich die Zeichen, dass die Explosion im Keller ihren Ursprung fand.

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Hamburg-Ottensen: Begleitumstände erschweren die Polizei-Ermittlungen

Am Donnerstag, dem 2. Dezember, dem Tag, an dem es zu dieser verheerenden Explosion kam, rückte ein Großaufgebot von Rettungssanitätern an. Die Polizei Hamburg war genauso vor Ort wie Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW. Mittels Drohnenaufnahmen, die die das Hausinnere wie die Fassade dokumentieren, strebt man eine schnelle Aufklärung des Vorfalls an. Genauso wie die Polizeikameras sollen sie als nächstes ausgewertet werden.

Eine Explosion brachte ein Haus zum Einstürzen. Die Polizei ermittelt.
Eine mutmaßliche Gasexplosion löste am Donnerstag, dem 2. Dezember 2021, einen Großeinsatz in Hamburg-Ottensen aus. © dpa/Bodo Marks

Wie eine Polizeisprecherin verkündet, würde sich die Aufarbeitung des Falls jedoch weiterhin schwierig gestalten. Auch wenn die Polizei vermeintliche Erkenntnisse über den Explosionsort gefunden habe, scheinen die Einsatzkräfte im Zuge ihrer weiteren Ermittlung im Dunkeln zu tappen. Die Polizeisprecherin sagte weiter: „Da ein Statiker das Betreten des Wohnhauses untersagt hat, kann es vorerst nicht weiter untersucht werden“.

Zuletzt hielt ein vermeintlicher Brandstifter Hamburg-Rothenburgsorts die Polizei in Atem – genauso tat es Sturmtief Daniel, das mehr als 600 Einsätze zu verantworten hatte. Die bisherigen Ermittlungen zeigen, auch die Blaulicht-News von Hamburg-Ottensen könnte noch lange Thema sein. Eine positive Meldung gibt es dennoch: Die Bewohnerinnen und Bewohner der Nachbarhäuser konnten bereits in ihre Wohnungen zurückkehren. „Bei diesen Häusern besteht keine Gefahr“, heißt es seitens der Polizei. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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