Niendorfer Stadtteilschule

Alarm! Mobbing an Hamburger Schule: Mädchen wird mit Getränk vergiftet

  • Johanna Ristau
    vonJohanna Ristau
    schließen

Mobbing-Drama in Hamburg. An der Stadtteilschule in Niendorf ist ein junges Mädchen (14) von ihren Mitschülern vergiftet worden. Die Schülerin hatte Schmerzen und rang um ihre Gesundheit – wird bei ihr alles wieder so wie früher? Die Polizei ermittelt wegen Körperverletztung.

  • Hamburg*: Schüler vergiften Klassenkameradin.
  • 14-Jährige geht zur Toilette, danach trinkt sie auf ihrer vergifteten Wasserflasche.
  • Die Hamburger Polizei* ermittelt.

Hamburg – Was für ein Schock an der Stadtteilschule in Niendorf. Am Donnerstag, 10. September 2020, hat Sevi (14) in der letzten Stunde Computer-Unterricht, als es passiert. Ihre Mitschüler schütten ihr Gift, womöglich Desinfektionsmittel, in ihre Wasserflasche, als sie kurz zur Toilette verschwindet. Im Anschluss trinkt sie aus der Gift-Flasche „und hatte sofort den Geschmack von Desinfektionsmittel im Mund“, sagt sie zur „Bild“.

Schule in Hamburg:Niendorfer Stadtteilschule
Adresse: Paul-Sorge-Straße 133-135, 22455 Hamburg
Telefon: 040 42888560

Zu Hause angekommen geht das Drama weiter. Die Schülerin wird von Bauchschmerzen geplagt, muss sich übergeben und legt sich ins Bett in der Hoffnung, am nächsten Tag sei alles besser. Doch Pustekuchen: Sevi muss sich erneut übergeben. Statt zur Schule fährt ihre Mutter sie zum Arzt. Die Medizinerin riecht einmal an der Flasche und schreibt Sevi sofort ein Attest – auch für die Polizei!

Eine Schülerin der Stadtteilschule Niendorf wurde von ihren Mobbing-Mitschülern vergiftet. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage)

Gift-Attacke auf Schülerin: Polizei Hamburg ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Schüler

Sevis Eltern erstatten Anzeige, die Flasche wird von der Spurensicherung konfisziert. Polizeisprecher Rene Schönhardt zu 24hamburg.de: „Wir ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Wasserflasche wird momentan noch kriminaltechnisch untersucht.“ Und: Alle Mitschüler sollen zu der Gift-Attacke polizeilich befragt werden.

Denn laut „Bild“ werde Sevi bereits seit vier Jahren von ihren Klassenkameraden gemobbt. Erst sollen fiese Sprüche gefallen seien, dann kamen Beleidigungen wie „fett“ und „hässlich“ per Brief – und jetzt der Gift-Anschlag per Wasserflasche! Die Niendorfer Stadtteilschule äußert sich am Montag, 28. September 2020, auf eine 24hamburg.de-Anfrage nicht zu dem Vorfall.

Nach Mobbing-Skandal und Gift-Anschlag an Niendorfer Stadtteilschule: Hamburgerin Sevi wechselt die Schule

Sevis Mutter Sylwia P. (42) kommt um vor Sorgen: „Meine Tochter tut mir leid. Ich möchte nur, dass es ihr besser geht. Sie ist unser fleißiges Bienchen.“ Sevi, die sich von dem üblen Gift-Getränk mittlerweile erholt hat, hat nur noch einen Wunsch: „Direkt nach den Herbstferien will ich die Schule wechseln.“

Auch die Hamburger Feuerwehr* hatte am Wochenende übrigens allerhand zu tun. Erst brach ein Feuer in Winterhude* aus, dann fackelte eine Autowerkstatt in Billbrook ab und es kam zur Öl-Katastrophe in der Bille*! Kaum ruhier ging es für die Polizei Hamburg zu. In Hamburg-Neuenfelde eskalierte ein Familienstreit. Dabei stachen drei Teenager einen Mann nieder*, der ihren Vater mit einer Eisenstange niederknüppelte. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa & Christof Schmidt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare