„Quiddjes“ auf dem Vormarsch

Schock-Trend: Zugezogene verdrängen „echte“ Hamburger

Der Anteil der in Hamburg Geborenen: ist gesunken. Nicht einmal mehr jeder 2. Hamburger ist auch ein „echter“ Hamburger.
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Der Anteil der in Hamburg Geborenen ist gesunken: Nicht einmal mehr jeder 2. Hamburger ist auch ein „echter“ Hamburger. (24hamburg.de)
  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Eine inoffizielle Regel lautet: Nur wer in Hamburg geboren ist, darf sich als „echter“ Hamburger bezeichnen. Doch deren Anteil schrumpft.

Hamburg – Hamburg ist eine schöne Stadt, in der es sich gut leben lässt. Das sehen auch Menschen aus anderen Bundesländern so. Das Statistikamt Nord hat nun Zahlen veröffentlicht, die zeigen: „echte“ Hamburger sind in der Unterzahl. Denn die sogenannten „Quiddjes“, die Zugezogenen, machen mittlerweile 57 Prozent der Hansestadt-Bewohner aus.

Der Anteil der gebürtigen Hamburger fällt dagegen – um drei Prozent in den letzten zehn Jahren, liegt bei 47 Prozent. Heißt: nicht einmal jeder 2. Mensch, der in Hamburg wohnt, ist auch hier geboren. Dennoch ist die Zahl nicht rückläufig, seit 2009 ist sie um 21.000 Personen angewachsen. Und die Gruppe der „Quiddjes“? Die wuchs um 140.000 seit 2009.

Übrigens: Im Hamburger Stadtgebiet verteilen sich die gebürtigen Hamburger sehr unterschiedlich. Die höchsten Anteile finden sich in den bevölkerungsschwachen Stadtteilen der Vier- und Marschlande. Dort sind über 60 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner auch in Hamburg geboren. Die geringsten Anteile der hier Geborenen weisen Billbrook und Hammerbrook mit jeweils 22 Prozent auf.

Den stärksten Zuwachs an in Hamburg geborenen Personen gab es in den wachsenden Stadt­teilen HafenCity, Hammerbrook, Billwerder und der Hamburger Altstadt. Auch in Othmarschen, wo immerhin 41 Prozent „echte“ Hamburger wohnen, ist die Zahl um fast 1200 Personen gestiegen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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