Extrem-Wetter

Wetter in Hamburg: Kommt noch mal Schnee?

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Schön war der Schnee. Doch die Wetterprognosen für Hamburg in den nächsten Tagen wirken eher Frühlinshaft. Kommt noch mal Schnee?

  • Sibrische Kälte-Bombe: Es ist bitterkalt in Hamburg.
  • Sturm, Schnee und Kälte sorgten in Nord- und Mitteldeutschland für einen Ausnahmezustand.
  • Auch in Hamburg fiel Schnee – wie lange bleibt das traumhafte Winterwetter?

Update vom Montag, 15. Februar 2021, 08:45 Uhr: Die aktuelle Wetter-Vorhersage für die Hansestadt ab dem 15. Februar finden Sie hier. Ob es 2021 noch einmal schneit, ist zu bezweifeln. Die 16-Tage-Vorhersage von wetter.com rechnet nicht mit Temperaturen unter 0 Grad Celsius bis März.

Update vom Freitag, 12. Februar 2021, 15:20 Uhr: Hamburg – Noch ist es eisig kalt in Hamburg, doch schon bald könnte es wieder wärmer werden. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, wird es am Samstag, 13. Februar, zwar noch einmal frostig mit Sonne bei -3 bis -10 Grad. Danach wird sich die Wetterlage bereits wieder ändern. Für Sonntag erwarten die Meteorologen demnach Nebel, Hochnebel und Wolken. Am Montag soll es laut der aktuellen Vorhersage dann wieder Schnee geben. Wegen der steigenden Temperaturen kann dieser aber in Schneeregen oder gefrierenden Regen übergehen. Für Autofahrer könnte es dann auch wieder glatt werden.

Da es in den Nächten weiterhin kalt bleibt, frieren die Gewässer in der Stadt nach und nach weiter zu. Trotzdem warnte die Hamburger Umweltbehörde noch einmal vor dem Betreten von gefrorenen Flächen. Es bestehe akute Lebensgefahr, teilte ein Sprecher der Deutschen-Presse Agentur mit. Auch die Elbe friert wegen der anhaltenden Kälte immer weiter zu. Der Schiffsverkehr auf dem Elbe-Lübeck-Kanal ist zwischen der Trave und Lauenburg derzeit eingestellt und auf dem Elbe-Seitenkanal und dem Elbe-Mittelkanal sind dauerhaft Eisbrecher im Einsatz.

Wie lange bleibt das Winterwetter in Hamburg? (24hamburg.de-Montage)

Wegen des Wetterchaos in Mitteldeutschland sei bei der Deutschen Bahn außerdem weiterhin mit Verspätungen zu rechnen, heißt es ebenfalls von der Deutschen-Presse Agentur. Immerhin würden die meisten Linien seit dem 12. Februar aber wieder fahren. Darüber, wie lange sich Münster noch an dem Winterwetter erfreuen kann, berichtet msl24.de. Wie sich das Wetter in NRW weiterentwickelt, nach dem es dort den heftigsten Wintereinbruch seit Jahren gab, weiß ruhr24.de.

Schnee und Eis in Hamburg: Wie lange geht die sibirische Kälte?

Update vom Mittwoch, 10. Februar 2021, 08:55 Uhr: Hamburg – Bis zu sieben Zentimeter Neuschnee: In Hamburg kam in der Nacht auf Mittwoch, 10. Februar 2021, ordentlich was runter. Die Räumdienste in der Hansestadt sind bereits seit der Nacht im Einsatz: wichtige Verkehrsadern vom Schnee befreien. Bis zum Mittag soll das erst einmal so weiter gehen.

Auch der Zugverkehr wird von den Schneemassen ausgebremst. Zwischen Hamburg und Städten in Schleswig-Holstein, Kiel, Lübeck, Westerland, kam der Fernzug-Verkehr komplett zum Erliegen, teil die Deutsche Bahn mit. Fahrgäste sollten ihre Verbindungen mindestens eine Stunde vor Fahrtantritt überprüfen.

Schnee in Hamburg – und die Züge stehen still: zwischen Spaß für Kinder und Ärger für Pendler. (24hamburg.de-Collage)

So kommt es auch zwischen Hamburg und anderen Großstädten zu Verspätungen und Einschränkungen, etwa auf den Strecken von Hamburg nach München, Frankfurt, Bremen, Münster und Köln. Und das Extrem-Wetter nimmt nochmal Fahrt auf: Neuer Schnee wird für Mittwoch, 10. Februar 2021, erwartet.

Ab Donnerstag, 11. Februar 2021, soll es einige Sonnenstrahlen geben. Für die kommenden Tage bleibt es dennoch eiskalt: Es kommt zu Frost bei Temperaturen von bis zu Minus 10 Grad Celsius in der Nacht.

Kälte und Schnee in Hamburg: Kommt das Chaos jetzt doch zu uns?

Update vom Dienstag, 09. Februar 2021, 07.10 Uhr: Hamburg – Wer in der Früh aus dem Fenster blickt, der traut vielleicht seinen Augen kaum. In der Hansestadt ist es seit Tagen bitterkalt. Während es in weiten Teilen Deutschlands heftig schneite, bleib es in Hamburg trocken. Das ist jetzt anders. Eine schneeweiße Schicht bedeckt Wege und Straßen in der Hansestadt. Viel ist allerdings nicht heruntergekommen. Die Schneedecke ist nur wenige Zentimeter dick. Auch am Morgen kann es weiter Schneien. Kommt das Chaos aus Mitteldeutschland jetzt zu uns?

Dort hat es teilweise so viel geschneit, dass Straßen zwischenzeitlich unpassierbar waren. Autofahrer mussten in der Nacht sogar auf der Autobahn A2 übernachten, weil eine Eisschicht das Weiterfahren unmöglich machte. Kommt das auch auf Hamburg zu? Eher nicht – zwar kann es über den Tag weiter Schnee geben, doch soll der Schneefall spätestens in der kommenden Nacht abklingen. Dann bleibt es zwar noch einige Tage frostig kalt in Hamburg, eine Schneewalze ist aber nicht zu erwarten. Der „Weiße Riese“ macht also einen Bogen um Hamburg.

In Hamburg hat es in der Nacht geschneit und es ist bitterkalt. (24hamburg.de-Montage)

Eiseskälte und Sturm in Hamburg: Ist das Schlimmste überstanden?

Update vom Montag, 08. Februar 2021, 06.45 Uhr: Hamburg – Das Wochenende setzte Deutschland in weiten Teilen des Landes stark zu. Vielerorts, vor allem in NRW und Niedersachsen, gab es starken Schneefall und Schneeverwehungen. Teilweise waren Straßen unpassierbar. Die Bundesliga-Partie Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen und die Zweit-Liga-Partie zwischen Paderborn und Heidenheim mussten wegen der Schneemassen abgesagt werden. In Hamburg blieb ein Schneechaos zum Glück aus. Dafür wurde es aber bitterkalt – und das bleibt auch so.

Aktuell zeigt das Thermometer in der Hansestadt eine Temperatur von -3 Grad Celsius, die sich wegen des Windes aber weiterhin deutlich kälter anfühlen. Laut Wetter-App herrscht aktuell eine Temperatur von gefühlten -11 Grad in Hamburg. Und es sieht so aus, als müssten sich die Hamburger auch noch die kommenden Tage, mindestens bis Mitte der Woche, auf solch eisige Temperaturen einstellen. Besonders die Nächte werden mit bis zu -11 Grad eiskalt. Immerhin der Sturm soll laut Deutschem Wetterdienst in den kommenden Stunden abflachen. Am heutigen 08. Februar gilt nur noch eine Wetterwarnung für Windböen bis zu 60 km/h. Ab Mittag ist nur noch mit Böen bis zu 55 km/h zu rechnen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Eiseskälte und Sturm in Hamburg: Bahn schränkt Fernverkehr stark ein

Update vom Sonntag, 07. Februar 2021, 10.55 Uhr: Hamburg – Das Wetterchaos in Nord- und Mitteldeutschland geht weiter. Während es in Hamburg und Schleswig-Holstein bitterkalt ist, fällt in NRW und Niedersachsen weiter Schnee. Im Norden ist im Verlauf des 07. Februars außerdem mit Sturmböen bis zu 70 km/h zu rechnen. Insbesondere an den Küsten Schleswig-Holsteins soll es richtig stürmisch werden. In Hannover und Bielefeld hingegen konnten wegen der Schneemassen teilweise die Straßen nicht mehr passiert werden.

Daher kommt es weiter zu heftigen Einschränkungen im Hamburger Fernverkehr. Neben den Strecken Hamburg - Lübeck, Hamburg - Kiel und Hamburg - Westerland sind nun weitere Strecken von Ausfällen betroffen. Derzeit verkehren keine Züge zwischen Hamburg und NRW, sowie Hamburg und Hannover. Der Bahnbetrieb zwischen Hamburg und Berlin ist zudem eingeschränkt. Und auch die Region Leipzig/Halle wird aktuell nicht vom Fernverkehr angefahren. Bis mindestens 13 Uhr wird auch der Metronom zwischen Hamburg und Hannover, als auch zwischen Hamburg und Bremen ausfallen. Das liege unter anderem an eingefrorenen Weichen und Streckenabschnitten, teile das Unternehmen der Mopo mit.

Schockfrost und Sturm: Deutsche Bahn stellt Hamburger Fernverkehr ein

Update vom Samstag, 06. Februar 2021, 11.10 Uhr: Hamburg – Aufgrund des bevorstehenden Wetters in Norddeutschland mit teilweise Sturm, Neuschnee und Schneeverwehungen hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr um Hamburg eingestellt. Ab sofort und bis Sonntag verkehren zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie Hamburg und Westerland keine Züge mehr. In Niedersachsen drohen an diesem Wochenende bis zu 40 Zentimeter Neuschnee, in Hamburg und Schleswig-Holstein wird Eiseskälte und Sturm erwartet.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet wegen des Wetters erhebliche Beeinträchtigungen im Verkehr. Sowohl auf Schienenwegen als auch auf den Straßen. Schon im Vorfeld hatte die Deutsche Bahn angekündigt, dass mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden müsse. Fahrgäste, die bereits ein Zugticket für die kommenden Tage gebucht haben, können dieses entweder kostenlos stornieren oder die kommenden sieben Tage flexibel weiternutzen.

Wegen des Wetterchaos hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Hamburg teilweise eingestellt. (24hamburg.de-Montage)

Schockfrost statt Schneewalze: Hamburg muss sich dick einpacken

Update vom 5. Februar 2021 um 11:30 Uhr: Hamburg – Die sibirsche Kältebombe drohte die Stadt Hamburg ins Schneechaos zu stürzen. Doch der Schneesturm, der aus dem Osten heransaust, wird um Hamburg und Schleswig-Holstein einen Bogen machen, sagen Wetterexperten. Der Sturm wird die Hansestadt höchstens schneiden: Gerade mal 5 Zentimeter Schnee werden maximal erwartet statt den zuvor befürchteten 20 Zentimetern.

Der Schnee soll am Sonntag, 7. Februar 2021, vor allem Richtung Harburg rieseln. Anders sieht es da in Niedersachsen* und in Bremen* aus. Hier könnte bis zu 30 Zentimeter Neu-Schnee herunterkommen. Doch obwohl das Schneechaos nun laut Experten abgewendet ist, sollten sich die Hamburger dennoch warm anziehen: Die Temperaturen fallen – Dauerfrost am Samstag, 6. Februar 2021! Und auch am Sonntag, 7. Februar 2021, soll es nicht wärmer als Minus fünf Grad werden. Eisig geht es die Woche weiter: Bis Mittwoch, 9. Februar 2021, soll es durchschnittlich Minus vier bis Minus neun Grad kalt werden. Dazu strahlender Sonnenschein. So macht Winter doch Spaß.

Schneewalze für Hamburg: Jetzt kommt der Mega-Winter

Erstmeldung vom 3. Februar 2021:

Hamburg – Schnee, Dauerfrost und Sturm: Der Winter in der Hansestadt Hamburg ist noch längst nicht vorbei. Nachdem am Mittwoch die Temperaturen kurzzeitig in die Höhe geklettert sind, soll es zum Wochenende wieder richtig kalt werden. Neuer Schneefall ist dabei nicht ausgeschlossen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mitteilte. Den Angaben zufolge muss sich der gesamte Norden dabei möglicherweise auf ein winterliches Wochenende einstellen. „Da ist etwas im Busch, es kann auch kräftig und langanhaltend schneien“, sagte DWD-Meteorologe Tobias Reinartz der Deutschen Presseagentur (dpa).

Bereits am vergangenen Wochenende war Hamburg unter einer weißen Schneedecke versunken. Für die Hansestadt eher ungewöhnlich, aber die Flocken waren tagelang liegengeblieben – sehr zur Freude vieler Hamburgerinnen und Hamburger, die umgehend die Schlitten herausholten und in den Parks losrodelten. Die aktuellen Corona-Beschränkungen waren dabei nicht immer so genau eingehalten worden, weswegen die Hamburger Polizei zwei Parks zwischenzeitlich sperren musste. Erst am Mittwoch hatte Tauwetter mit Regen eingesetzt – was auf den Straßen rund um Hamburg zu zahlreichen Unfällen geführt hatte.

Wetter in Hamburg: Meteorologen beobachten seltenes Phänomen

Ab Donnerstag könnte das Wetter dann eine neue Richtung einschlagen. Für Donnerstag sagen die Meteorologen Höchstwerte von maximal zwei Grad und etwas Schneefall oder Schneeregen voraus. Am Freitag wird ähnliches Wetter bei auffrischendem Wind erwartet. Zum Wochenende könnte es dann wieder frostig werden. Eine ganz genaue Prognose sei aber noch nicht möglich, hieß es beim DWD. „Die Frage ist, wie weit es nach Süden vordringt“, sagte Experte Reinartz.

Der Schneesturm macht einen Bogen um Hamburg, dafür soll die Hansestadt nun schockgefrostet werden. (24hamburg.de-Montage)

Die Wetterexperten beobachten derzeit ein eher ungewöhnliches Phänomen. So liegt derzeit eine Luftmassengrenze über Norddeutschland, die kalte Polarluft im Norden von warmer Luft aus dem Süden abtrennt. Beim sogenannten Aufgleiten der warmen und feuchten Luft könnten heftige Schneefälle und Sturmböen entstehen. Nach Einschätzung des DWD sind dann in Hamburg 20 Zentimeter Neuschnee am Samstag und Sonntag möglich. „Es ist noch lange nicht sicher“, sagte der DWD-Sprecher. Aber: „So eine Wetterlage ist selten.“

Meteorologen warnen: Ähnliche Lage wie im Katastrophenwinter von 1978

Heftiger könnte dabei die Wetterlage im Hamburger Großraum werden. Wie die Hamburger Morgenpost berichtete, sagen einzelne Wettermodellrechnungen für Teile von Schleswig-Holstein örtliche Rekord-Schneehöhen von bis zu 60 Zentimeter voraus, dazu gebe es einen Oststurm, der für Schneeverwehungen sorgen könnte. Eine ähnliche Wetterlage hatte im Katastrophenwinter von 1978/1979 dafür gesorgt, dass einige Ortschaften tagelang von der Außenwelt abgeschlossen waren.  

Die Erinnerungen an die Ereignisse werden nun wieder wach. So warnte etwa Wetterexperte Frank Böttcher gegenüber der dpa davor, dass die Luftmassenverteilung über Europa aktuell durchaus ein ähnliches Potenzial wie 1978* berge. Doch wie alle anderen Meteorologen auch will Böttcher nach eigenen Aussagen keine voreiligen Schlüsse ziehen. „Wir sind noch sehr weit weg von den tatsächlichen Ereignissen“, sagte er. Und Meteorologe und ZDF-Wettermoderator Sven Plöger ergänzte: „Wir tasten uns von Tag zu Tag vor.“ Die Hamburger dürfen also gespannt bleiben.

Natürlich herrscht auch weiterhin die Warnung vor Glatteis für Münster*, Hamburg und Umgebung. Auch wenn gerade noch eine Studie erschien, laut derer Winter in Hamburg einen Hitzerekord erreicht hätte. Meteorologen warnen auch davor, dass Niedersachsen von einer Schneewalze* überrollt wird.

Deutschland Wetter: Schnee-Chaos in ganz Deutschland

Während man in Hamburg überlegt die geplante Sperrung der Autobahn A7 aufgrund des Schnees zu verschieben, freut man sich in NRW über das Winter-Wunderland*. Dort fürchtet man sich eher vor den prognostizierten Minus 20 Grad Celsius. Für OWL sind ganze 50 Zentimeter Neuschnee* angekündigt und laut echo24.de gibt es dank des Polarwirbel-Split einen richtigen Kälte-Hammer in Baden-Württemberg. *24hamburg.de, ruhr24.de, owl24.de, echo24.de, msl24.de, kreiszeitung.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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