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Hotel Park Hyatt in Hamburg schließt im Dezember für immer – was folgt?

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Von: Bona Hyun

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Das 5-Sterne-Hotel Park Hyatt Hamburg in der Bugenhagenstraße 8
Das Hyatt Hotel in der Mönckebergstraße schließt für immer. Betreiber Tashi Takang wird erst mal länger verreisen. © BODE/VISTAPRESS/imago (24hamburg.de Montage)

Das Hotel Park Hyatt auf der Hamburger Mönckebergstraße schließt im Dezember. Für den Betreiber eine emotionale Angelegenheit – wie es nun weitergeht.

Hamburg – Es ist beschlossen: Das Hotel Park Hyatt im Levantehaus an der Mönckebergstraße wird Ende 2022 schließen. Betreiber Tashi Takang ist emotional zutiefst getroffen. Seit 2010 führte Takang das Haus und empfing prominente Gäste wie die Rockband Rolling Stones, Lady Gaga oder Lionel Richie im Park Hyatt. Während seiner Arbeitszeit als Hotelbetreiber hat er die Treue seiner Hotelgäste und Angestellten zu schätzen gelernt. Familiär sei das Verhältnis untereinander, sagte Takang dem Abendblatt. Er sei traurig, dass nach 24 Jahren alles vorbei sein würde. Für die Zeit nach der Schließung werde er sich erst „neu sortieren“ müssen. Klar für ihn ist: Er hat Lust auf neue Aufgaben.

5-Sterne-Hotel:\tPark Hyatt Hamburg
Adresse:\tBugenhagenstraße 8, 20095 Hamburg
Telefon:\t040 33321234

Hotel Park Hyatt in der Mönckebergstraße schließt: Was hat Betreiber Tashi Takang jetzt vor?

„Wir sind hier eine Hotelfamilie, und dementsprechend ist man natürlich traurig darüber, dass bald zumindest hier alles vorbei ist“, erzählte Hyatt Hotelbetreiber Takang dem Hamburger Abendblatt. Eüberlegt nach der Schließung länger mit seiner Frau zu verreisen. Auf der Reise könne er seine sechs Geschwister besuchen. Er habe Geschwister in Indien, Australien, den USA und in der Schweiz. Über seine „neue Aufgabe“ hat er sich noch keine konkreten Gedanken gemacht. Ein Leben als Rentner könne er sich jedoch nicht vorstellen, sagte Takang dem Abendblatt. Ganz aus der Stadt Hamburg wird Takang wohl nicht sein. Im Gespräch mit dem Abendblatt bezeichnete er Hamburg als seine Heimat.

Hotel Park Hyatt in Hamburg: Am 31. Dezember ist nach 24 Jahren Schluss – „emotionaler Tsunami“

Die Schließung des Park Hyatt Hotels Hamburg wurde am 31. Mai verkündet. Für Takang sei der Tag der Verkündung emotional gewesen. In seinem Beruf als Hotelbetreiber habe er Charaktere unterschiedlicher Art kennengelernt und zu vielen eine persönliche Bindung aufgebaut. Seinen Dank richtete Takang vor allem an seine treuen Gäste und Hamburger, die dem Haus Wärme und Herzlichkeit verliehen.

„Wir wollen den Gästen bis zum letzten Tag einen perfekten Service bieten. Aber natürlich ist das nicht immer leicht, seit wir die Mitarbeiter Ende Mai offiziell über die anstehende Schließung informiert haben. Zunächst war das ein emotionaler Tsunami“, sagte Takang dem Abendblatt. Denn das Team und die Gäste hätten das Hotel zu einem besonderen Ort gemacht. Alle 150 Angestellten werden bis zum 31. Dezember entlassen.

Warum muss das Park Hyatt Hotel in Hamburg schließen?

Nach 24 Jahren wird der Mietvertrag vom Eigentümer des Levantehaus, der Familie Bach, nicht verlängert. „Es wird an diesem 1A-Standort auch künftig ein Luxushotel geben. Wir hoffen natürlich, dass auch viele der Mitarbeiter aus dem Park Hyatt vom neuen Betreiber übernommen werden“, sagte Geschäftsführer Dietmar Hamm Ende Mai dem Abendblatt.

Park Hyatt Hotel Hamburg schließt nach 24 Jahren – Nachfolger sind im Rennen

Wie steht es um die Zukunft des Park Hyatt Hotels? Voraussichtlich Anfang 2023 werden neue Betreiber das Haus übernehmen und modernisieren. Der Name der Luxushotelgruppe Kempinski sei häufiger im Gespräch um einen möglichen Nachmieter aufgekommen, wie das Abendblatt zuletzt berichtete. Eine Auswahl wurde allerdings noch nicht getroffen.

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Die Kette Park Hyatt wird ab 2025 mit einer anderen Marke in Hamburg vertreten sein. An der Mönckebergstraße entsteht ein Neubau mit unterschiedlichen Nutzungen. Einer der Mieter soll das Boutiquehotel Hyatt Centric sein. Das bestätigte auch Kai Simon, Director Brand and Corporate Communications Hyatt International, der Welt. Dann wäre zumindest ein Teil des Hyatt Unternehmens noch in Hamburg präsent. Noch weiter nördlich müssen sich übrigens weitere Gäste mit Schließungen abfinden: Auf Sylt machen gleich mehrere Restaurants dicht.

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