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Russisches Generalkonsulat in Hamburg leuchtet in Ukraine-Farben – „Schäm dich, Putin!“

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Von: Jan Knötzsch

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Der Ukraine-Krieg lässt die Stadt Hamburg und ihre Menschen nicht kalt. Nun hat es eine weitere Aktion gegeben. Ziel: das russische Generalkonsulat in Hamburg.

Hamburg – Eigentlich ist das helle Haus im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst ein Haus wie jedes andere. Optisch zumindest reiht es sich ins Bild in Hamburg ein, ohne groß aufzufallen. Wenn, ja wenn da nicht die Flagge vor dem Haus wäre. Denn die Landesfahne, die vor dem Haus an einem Mast weht, weist das Gebäude – gelegen zwischen dem Feenteich und der Herbert-Wiechmann-Straße, als russisches Generalkonsulat aus. Neben der öffentlichen Beschriftung, versteht sich sich. Wo also lässt sich besser ein Zeichen gegen den Ukraine-Krieg setzen, den der russische Präsident Wladimir Putin – das ist übrigens über seine Familie bekannt – vom Zaun gebrochen hat?

Nachdem Hamburg schon zu Beginn des Ukraine-Kriegs Flagge und Solidarität gezeigt hat, hat es nun eine weitere Aktion als Protest gegen den Krieg in der Ukraine gegeben. Aus heiterem Himmel, quasi heimlich still und leise umgesetzt. Um was es genau geht, verrät 24hamburg.de.

Ukraine-Krieg:Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen den souveränen Nachbarstaat Ukraine.
Beginn:24. Februar 2022
Ort:Ukraine
Ausgang:noch andauernd

Russisches Generalkonsulat in Hamburg in Ukraine-Farben: Niemand war vorher informiert

Dass – sinnbildlich gesprochen – die Arme des Ukraine-Krieges bis in die Hansestadt Hamburg greifen, dürfte inzwischen jeder Hamburgerin und jedem Hamburger klar sein. Nicht nur, weil offenbar auch Hamburger an Kampfhandlungen in der Ukraine beteiligt gewesen sein sollen und mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko, der zu Kriegsbeginn ein emotionales Video postete und im Ukraine-Krieg auch selbst zur Waffe greifen würde, ein ehemaliger Wahl-Hamburger mittendrin im Krieg ist. Nein, auch weil es in Hamburg dank des Ukraine-Krieges Hamsterkäufe gibt und so mancher ganz offen nachhaltig daran arbeitet, sich bereits einen Notfallvorrat anzulegen – nach dieser Check.-Liste.

Das russische Generalkonsulat in Hamburg leuchtet in den Landesfarben der Ukraine.
Ein klares Zeichen gegen den Ukraine-Krieg: Das russische Generalkonsulat in Hamburg wird in den Farben der Ukraine angestrahlt. © Citynews TV/dpa

Zudem wäre dann da ja auch noch der ukrainische Botschafter in Hamburg, der verbal die Linkspartei angreift. Und: die vielen Flüchtlinge aus der Ukraine, die nach Hamburg kommen und dort eine Unterkunft gefunden haben – so leben die Flüchtlinge des Ukraine-Krieges zum Beispiel in den Messehallen mitten in der Stadt Hamburg. Mitten in der City befindet sich wie gesagt auch das russische Generalkonsulat, dass sich Radio Hamburg nun für eine Protestaktion gegen den Putin-Krieg ausgeguckt hat – und diese am Abend des 22. März 2022 umgesetzt hat.

Russisches Generalkonsulat plötzlich in Ukraine-Farben: Das steckt hinter der Protestaktion gegen den Putin-Krieg

Es ist gegen 19.30 Uhr an diesem Tag, als das Gebäude auf einmal mehr Blicke auf sich zieht als sonst. Denn plötzlich leuchtet das russische Generalkonsulat inmitten der Phase, in der tausende Kilometer von Hamburg entfernt der Ukraine-Krieg tobt, in blau und gelb – den Landesfarben der Ukraine. Die Farben werden vom Haus gegenüber mit einem Projektor an die Wände des russischen Generalkonsulats geworfen. In der Mitte der ukrainischen Fahne ist eine überdimensionale Friedenstaube an der Fassade des Gebäudes zu sehen. Zudem erklingt lautstark die Nationalhynme der Ukraine. Ein klares, weder überseh- noch überhörbares Zeichen gegen den Ukraine-Krieg.

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Nachdem weit weg vom Geschehen des Ukraine-Kriegs in Hamburg, wo Menschen Ukraine-Flüchtlingen auf diese Art eine private Unterkunft bieten können,. erst einmal Unklarheit herrscht, kommt die Erklärung nur wenig später. Radio Hamburg bekennt sich zu dem Protest. „Mit dieser spontanen Aktion wollen wir ein deutliches Ausrufezeichen setzen gegen den unsinnigen und brutalen Krieg, den der russische Präsident Wladimir Putin gegen die Ukraine führt“, so Marzel Becker, Geschäftsführer und Programmdirektor von Radio Hamburg.

Die Aktion, die unter dem Motto „Shame on you, Putin“ (deutsch: Schäm dich, Putin“) steht, endet nach nur knapp einer halben Stunde. Und: Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, bringt sie den Aktivisten eine Belehrung seitens der Polizei Hamburg ein, weil die Aktion nicht erlaubt war. Ein Zeichen gesetzt hat sie trotzdem – wie es auch in Köln, wo ein Benefizkonzert mit Friedensdemo für Menschen aus der Ukraine stattfindet*. * 24hamburg.de und 24rhein.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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