Annahme von Freikarten

Rolling-Stones-Affäre: Dezernentin muss Geldstraße zahlen

Zweiter Prozess in Ticket-Affäre zum Rolling-Stones-Tickets
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Die Angeklagte, eine Dezernatsleiterin des Bezirksamts Nord in Hamburg (rechts)

In der Rolling-Stones-Affäre in Hamburg gibt es ein Urteil. Die Dezernentin wurde heute verurteilt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Hamburg – Wegen der Annahme von Freikarten für ein Konzert der Rolling Stones ist eine Dezernentin aus dem Hamburger Bezirksamt Nord zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Angeklagte habe sich der Vorteilsannahme und der Verleitung Untergebener zu einer Straftat schuldig gemacht, erklärte der Richter am Donnerstag am Amtsgericht Hamburg. Sie habe geduldet, dass auch vier ihr unterstellte Fachamtsleiter Freikarten annahmen.

Die Rolling Stones Affäre: Gericht verurteilt Hamburger Dezernentin

Die 56-Jährige müsse darum 120 Tagessätze zu je 115 Euro bezahlen und die Kosten des Verfahrens tragen. Auch die Kosten der Freikarten für sie und ihren Begleiter in Höhe von 336,80 Euro sollen eingezogen werden. Das Urteil (Az. 248a Ds 28/19) ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 300 Euro gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

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Beide Urteile noch nicht rechtskräftig!

Die beiden Tickets gehörten zu einem Kontingent von 100 Freikarten, die der damalige Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord, Harald Rösler (SPD), vom Konzertveranstalter verlangt haben soll. Das Bezirksamt hatte das Konzert im Jahr 2017 mit mehr als 80.000 Besuchern im Hamburger Stadtpark genehmigt.

In einem ersten Verfahren wegen der Ticketaffäre war Ende 2019 eine ehemalige Staatsrätin zu einer Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen zu je 170 Euro verurteilt worden. Auch dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa/lno) * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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