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Hochwasser in Bergedorf und den Marschlanden

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Von: Elias Bartl

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Seit Sonntagvormittag ist das THW in der Tatenbergschleuse im Einsatz.
Seit Sonntagvormittag ist das THW in der Tatenbergschleuse im Einsatz. © Blaulicht-News.de

Das Tief „Antonia“ ist mit deutlich weniger Kraft als „Ylenia“ und „Zeynep“ durch die Hansestadt gezogen. Dennoch drohte eine Überflutung in den Marschlanden.

Update vom 21. Februar um 22:37 Uhr: Die Lage in Bergedorf scheint sich langsam zu entspannen. Nachdem Stürme und Dauerregen die Pegelstände in dem Hamburger Bezirk auf Extremwerte ansteigen ließen, sieht die Hochwasserlage am späten Montagabend auf der Dove- und Gose-Elbe etwas stabiler aus. Holger Feldmann von der technischen Leitung der Feuerwehr zufolge würden die Pegel weiter sinken und die im Laufe des Tages angeschlossenen Pumpen würden die Lage weiter verbessern, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Dienstagfrüh plant die Feuerwehr demnach, Kontrollfahrten auf den Gewässern durchführen, um zu prüfen, ob Treibholz und Bäume irgendwo zu Stauungen führen. Insgesamt bescherten die kräftigen Regenfälle der Hamburger Feuerwehr am Montag viel Arbeit, äußert ein Sprecher gegenüber NDR. Es habe zahlreiche Überflutungen und vollgelaufene Keller gegeben.

Erstmeldung vom 21. Februar um 17:18 Uhr: Der dritte Sturm in Folge hat in Hamburg bis zum frühen Morgen keine größeren Schäden angerichtet. „Die Nacht war eigentlich relativ entspannt. Wir haben im Moment keine signifikant hohen Einsatzzahlen“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Hamburger Feuerwehr am Montagmorgen.

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Binnenhochwasser in Bergedorf: Wassermassen bedrohen tiefer gelegene Gebiete

„Antonia“ sei auch bei Weitem nicht so stark gewesen wie die beiden Stürme davor. Der Großteil der wetterbedingten Einsätze in der Nacht zu Montag und am Morgen seien noch Nachwirkungen der ersten beiden Sturmtiefs gewesen. In Hamburg-Bergedorf war es zudem zu lokalen Überschwemmungen in den Marschlanden gekommen.

Ein seit Tagen anhaltendes Binnenhochwasser drückt die Wassermassen in die tiefer gelegenen Gebiete von Bergedorf. Bereits seit Sonntagvormittag ist das Technische Hilfswerk mit drei Großpumpen an der Tatenberger Schleuse im Einsatz, um die Wassermassen aus Bergedorf in die Elbe zu pumpen. Trotz der Maßnahmen der Einsatzkräfte sind durch das dritte Hochwasser in Folge auch Häuser und Straßen von Bergedorf von Überschwemmungen bedroht. Wann sich die Lage entspannt, kann derzeit noch nicht vorhergesagt werden.

Erhebliche Probleme mit der Hochwasserlage im Gebiet Marschlande

Seit 17:00 Uhr ist der Führungsstab der Feuerwehr in Betrieb genommen worden. Aufgrund der aktuellen Hochwasserlage droht ein kritischer Wasserstand an der Deichlinie nahe der Krapphof-Schleuse in Bergedorf.

Im gesamten Gebiet Vier- und Marschlande gibt es erhebliche Probleme mit der Hochwasserlage. Zusätzlich gibt es kritische Pegelstände bzw. erste Überschwemmungen im Bereich der nördlichen Alsterläufe.

Sturmflut auch am Montagmorgen: Gefahr in Bergedorf ist noch nicht gebannt

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Für Montagmorgen hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erneut eine Sturmflutwarnung herausgegeben. Der Scheitelpunkt des Hochwassers am Pegel St. Pauli – der bis zu 2,5 Meter über dem normalen Hochwasserstand liegen sollte – war für etwa 7:20 Uhr erwartet worden. „Es kann sein, dass man auf dem Fischmarkt ein bisschen nasse Füße bekommt“, sagte der Feuerwehrsprecher dazu. (DPA/EB) * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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