Frech!

Retter zweiter Klasse: Impf-Skandal bei der Freiwilligen Feuerwehr

  • Sebastian Peters
    vonSebastian Peters
    schließen

Impf-Zoff bei der Freiwilligen Feuerwehr. Die Freizeit-Retter sehen sich benachteiligt. Sie warten fieberhaft auf eine Corona-Impfung.

Hamburg - Wenn man die 112 wählt, kommt schnell Hilfe. Egal wann, egal wo. Damit das funktioniert gibt es in Hamburg 86 Freiwillige Feuerwehren. Zusätzlich zu den Berufsrettern.

Freiwillige Feuerwehrkräfte warten auf ihre Corona-Impfung. Die Kollegen der Berufsfeuerwehr werden scheinbar bevorzugt. (24hamburg.de-Montage)

2659 Freiwillige Retter*innen gibt es in Hamburg

Die 2659 Retterinnen und Retter stehen den Hamburgern 24 Stunden - 7 Tage in der Woche zur Verfügung. Sie riskieren ihr Leben für andere. Nun wird aber plötzlich zwischen den Rettern unterschieden.

Auch Freiwillige Retter*innen können direkten Kontakt mit Personen haben (24hamburg.de-Montage)

Retter nicht gleich Retter - wirst du bezahlt, kriegst du die Impfung

Trotz des erhöhten Risikos beim Einsatz werden nur die wenigsten Freiwilligen Retter*innen geimpft. Aktuell sind nur, so berichtet es die BILD, 403 der 2659 freiwillige Kräfte geimpft. Zum Vergleich: Bei der Berufsfeuerwehr sind es bereits 1922 von 2981 Retter*innen.

MitgliederBereits geimpftIn Prozent
Berufsfeuerwehr2981192264% geimpft
Freiwillige Feuerwehr265940315% geimpft

Freiwillige Feuerwehr gegen Corona in Einsatz 

Besonders pikant ist, dass mehrere Helfer*innen der Freiwilligen Feuerwehr auf eine Amtshilfe der Hansestadt Hamburg reagierten. Sie ließen sich, ohne dafür bezahlt zu werden, zu testendem Personal ausbilden.

Feuerwehrmann fühlt sich benachteiligt 

Ein Feuerwehrmann fühlt sich benachteiligt. Er sagt: „Personal, was bezahlt wird für das Testen, wird geimpft. Wir nicht. Warum verstehe ich nicht“ 

Ist die Impfung eine Einbahnstraße? In Hamburg verzweifeln Freiwillige Retter. Sie bekommen keine Impfung.

Kommt die Feuerwehr aus der Übung? 

Inzwischen konnten viele der 86 Freiwilligen Feuerwehren über längere Zeit keine Übungsabende veranstalten. Wichtige Übungen fallen aus. Wie lange das noch geht, ist unklar.

Benachteiligung der Freiwilligen Retter*innen? 

Im Raum steht, ob die Freiwilligen Retter*innen benachteiligt werden. Fakt ist: Die Berufsretter der Feuerwehr Hamburg sind zum größten Teil auch im Rettungsdienst tätig. Haben dadurch auch direkteren und längeren Kontakt mit möglich infizierten als „normale“ Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Aber warum die Freiwilligen Corona-Tester*innen nicht, wie die bezahlten Kräfte, geimpft werden, ist unklar. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa & Stefan Sauer/dpa & Jonas Walzberg/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare